Derby mit Verspätung

Duell mit den Skyliners immer etwas Besonderes

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Mit etwas Verspätung geht es am Donnerstag für Basketball-Bundesligist Gießen 46ers an den Main, wo mit zwei Punkten der Anschluss an die Playoff-Plätze gehalten werden soll.

Endlich Hessenderby! Nachdem das Basketball-Bundesliga-Duell zwischen den Frankfurt Skyliners und den Gießen 46ers im Januar aufgrund der Pokal-Qualifikation der Frankfurter verschoben werden musste, steht nun kurz vor Ostern endlich das Highlight für alle Basketballfreunde zwischen Main und Lahn an (19 Uhr, Ballsporthalle Höchst/live auf telekomsport.de).

Status quo: Der Sieg in Tübingen sorgt dafür, dass die 46ers zumindest in Reichweite der Playoff-Plätze bleiben. Gelänge auch in Frankfurt ein Erfolg, würden die Gießener mit Rivale Würzburg gleichziehen, allerdings weiterhin auf dem elften Rang verharren, da beide Partien und damit auch der direkte Vergleich an die Unterfranken gingen.

Der Gegner: Man kommt nicht umhin, vor Frankfurts Trainer Gordon Herbert den Hut zu ziehen, denn auch in dieser Saison hat der Kanadier wieder eine schlagkräftige Truppe aufgestellt, die trotz vieler Verletzungssorgen weiterhin dick im Playoff-Geschäft mitmischt – wobei die Frankfurter, die in bislang zwölf Heimspielen neun Siege feierten, inzwischen fast wieder auf ihren kompletten Kader zurückgreifen können (ein Einsatz von Toptalent Isaac Bonga ist derzeit noch fraglich). Bei einem Sieg stünden zwei Siege Differenz zwischen den Männern aus der Mainmetropole, die zuletzt bei den Telekom Baskets Bonn mit 79:75 gewannen, und dem ungeliebten neunten Platz.

Gerade gegen Frankfurt ist es immer wieder interessant, welches Team seinen Stil durchsetzen kann

46ers-Trainer Ingo Freyer

Die Schlüsselspieler: Auf den kleinen Positionen dreht sich bei den Skyliners alles um Philipp Scrubb. Der Bruder des letztjährigen Gießeners Thomas Scrubb (inzwischen in Avellino, Italien) ist mit 19,7 Punkten im Schnitt der beste Scorer in der Basketball-Bundesliga. Gemeinsam mit Tai Webster (15,0 Zähler, 4,6 Assists) bildet er ein brandgefährliches Duo, das von der Gießener Verteidigung erst einmal kontrolliert werden muss. Unter dem Korb steht mit Jonas Wohlfarth-Bottermann ein Spieler, den vor der Saison wohl niemand so richtig für eine gute Saison auf dem Radar hatte: Doch mit 11,9 Punkten und 5,5 Rebounds ist der 2,08 Meter große Center der zweitbeste Offensivspieler und beste Rebounder unter allen deutschen Spielern in der BBL.

Wiedersehen mit alten Bekannten: Spielte Gießens Center Mahir Agva am Wochenende noch gegen seinen Heimatverein Tübingen, steht heute die Rückkehr zu seinem Ex-Klub Frankfurt an. Letzte Saison trug Agva das Skyliners-Trikot, kam aber verletzungsbedingt nie so richtig in Gang. Dieses Jahr läuft es besser für den 21-Jährigen: er punktet besser, greift sich mehr Rebounds und spielt mehr Assists als letztes Jahr und hat sich unter Ingo Freyer zu einem flexibleren Basketballer entwickelt. Auf Frankfurter Seite steht mit Marco Völler ein Spieler, der die Saison noch im Dress der 46ers begonnen hat, ehe er Anfang Dezember zum hessischen Rivalen wechselte. Auch für den Forward war das eine gute Entscheidung: Völler spielt nun mehr als doppelt so viele Minuten wie noch in Gießen und hat seinen Punkteschnitt von 0,9 auf 4,2 Zähler im Schnitt gesteigert.

Das Lazarett: Einige Spieler sind ein wenig am kränkeln, doch sollten einsatzbereit sein. Ob Guard Mauricio Marin, der in Tübingen grippebedingt aussetzte, auch wieder dabei sein wird, entscheidet sich erst heute im Lauf des Tages.

Das sagt Trainer Freyer: "Ein Derby ist etwas Besonderes und wir erwarten ein sehr intensives Spiel. Gerade gegen Frankfurt ist es immer wieder interessant, welches Team seinen Spielstil durchsetzen kann."

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