Basketball

Duell der Leidensgenossen

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In der Basketball-Bundesliga empfangen die Gießen 46ers am Sonntag um 18 Uhr die MHP Riesen Ludwigsburg. Beide Teams wollen aus ihrem Formtief heraus.

Die Gießen 46ers empfangen am Sonntag (18 Uhr) mit MHP Riesen Ludwigsburg ein Team, das in den letzten Wochen ebenso wie die Gastgeber ordentlich Federn im Kampf um die Playoffs ließ. Beide Teams eint, dass von den letzten zehn Partien nur drei gewonnen werden konnten. Während die 46ers in Braunschweig eine hohe Halbzeitführung verspielten, war Ludwigsburg zuletzt am vergangenen Donnerstag gegen den FC Bayern gefordert. Es setzte eine 75:91-Niederlage, in der die Riesen teils aber mehr als nur auf Augenhöhe konkurrierten und erst nach einem Run der Münchener im dritten Viertel abreißen lassen mussten. Für Ludwigsburg sind Kaltstarts nach der Halbzeitpause in dieser Saison aber symptomatisch. Können die 46ers davon profitieren?

Status Quo: Seit dem 13. Februar warten die Gießener auf einen weiteren Punktgewinn. Bleibt ein Erfolgserlebnis auch am Wochenende aus, wäre es die siebte Niederlage in Folge. Eine längere Durststrecke hätte es an der Lahn seit 2013 nicht mehr gegeben. Während damit seinerzeit der erste Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitglieds einherging, stehen die 46ers heute immer noch auf dem sicheren zwölften Tabellenplatz. Zwölf Punkte trennen die Mannschaft von einem Abstiegsrang, zwei von Ludwigsburg, das im Tableau direkt vor den Gießenern steht.

Der Gegner: Rebounds und Fouls pro Spiel – in diesen Kategorien macht Ludwigsburg in der Liga keiner etwas vor. Die taffe Gangart bekamen die 46ers im Hinspiel zu spüren: Ohne den verletzen John Bryant erzielte man in der MHP Arena nur 68 Punkte – und damit 23 weniger als im Saisonmittel. Zuletzt kam jedoch Sand ins Getriebe des Patrick-Teams. Guard Jordon Crawford befindet sich in der Formkrise. Vor allem auswärts tut sich Ludwigsburg schwer. "Wir geben die Hoffnung bis zum Schluss nicht auf", gab sich Lamont Jones nach der Schlappe gegen Bayern mit Blick auf die Playoff-Chancen kämpferisch.

Schlüsselspieler: Mit 17,6 Punkten ist Marcos Knight bester Scorer seiner Farben. Seit der im Januar nachverpflichtete US-Guard zu den Ludwigsburgern stieß, ging man aber nur viermal als Sieger vom Parkett. Läuft es bei Knight, steigen die Gewinnchancen der Ludwigsburger jedoch sprunghaft. Bei den Siegen über Bayreuth, Frankfurt und seinen Ex-Club Jena glänzte er jeweils als Topscorer. Die Gießener gehen entsprechend gewarnt in die Partie, bekamen sie die Stärke des 29-Jährigen doch schon zu Pro A-Zeiten zu spüren. 23 Punkte schenkte Knight den 46ers in Diensten Baunachs 2015 im letzten Hauptrundenspiel ein.

Die personelle Situation: Das Lazarett der 46ers ist weiterhin verwaist. Allein der Einsatz von Bjarne Kraushaar ist fraglich, bekam der Aufbauspieler unter der Woche doch einen Schlag auf den Oberschenkel ab. Nach dem bitteren Playoff-Aus der Rackelos in der Pro B können sich neben Kraushaar auch die anderen Doppellizenzspieler wie Alen Pjanic nur noch in der BBL austoben. "Das Besondere an den Rackelos war, dass unser Nachwuchsspieler dort die Leistungsträger waren", zeigt sich Coach Ingo Freyer erfreut über die Entwicklung des Farmteams. Über einen Einsatz in der Bundesliga entscheidet aber in erster Linie die Trainingsleistung. "Jeder ist für sich selber verantwortlich", so der Trainer.

Das sagt Ingo Freyer: "Die Spannung entsteht an jedem Spieltag automatisch. Wir wollen immer gewinnen", erklärt der Coach hinsichtlich der Tabellensituation, die weder nach oben noch nach unten viel Fantasie zulässt. "Wir wollen mit jener Intensität spielen, die auch Ludwigsburg an den Tag legt und die wir auch in jedem Spiel phasenweise gezeigt haben", gibt Freyer die Marschroute für das Duell gegen die Riesen vor..

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