Gießen 46ers

So sah Coach Freyer das erste Testspiel der Gießen 46ers

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers testen zum ersten Mal und zeigen sich in der Osthalle den rund 350 Fans. Nach dem Sieg gegen Hanau spricht Coach Ingo Freyer einem Spieler ein Sonderlob aus.

Ingo Freyer liebt es, an der Seitenlinie zu stehen und zu coachen. Der Cheftrainer der Gießen 46ers gab am Samstag sein Debüt in der Osthalle – beim 94:78-Testspielsieg seiner Basketball-Bundesliga-Mannschaft gegen den ProA-Vertreter Hanau White Wings. Der 46-Jährige war in seinem Element, zeigte den Bankspielern permanent, was auf dem Feld verkehrt lief und wie man es besser machen kann. Im Interview verrät er, was ihm gefiel und missfiel.

Sind Sie zufrieden mit dem ersten Auftritt Ihrer Mannschaft?

Ingo Freyer: Nein, weil wir zwei Spieler haben, die konditionell nicht so drauf sind, dass wir das spielen können, was wir wollen. Das ist ein bisschen frustrierend. Die anderen Spieler haben aber ihren Job ganz gut gemacht. Wir werfen in der ersten Halbzeit ganz schlecht Dreier. Wir kriegen viele freie Würfe, da haben wir in der Offensive gut gespielt, aber wenn du dann nicht triffst, belohnst du dich nicht. Das ist aber auch der Phase geschuldet, in der wir uns in der Vorbereitung befinden – mit schweren Beinen. In der Defense haben wir nur teilweise das gespielt, was wir können, weil wir gerade in der genannten Phase sind.

Was ist Ihnen noch aufgefallen?

Freyer: Man hat gesehen, wer athletisch ist, wer übernehmen kann. Benni (Lischka) hat mir gut gefallen. Benni hat lange gespielt und seinen Job gewissenhaft erledigt. Das war sehr, sehr gut. Ansonsten muss man auch sagen: das war nur eine Zweitligamannschaft – da darf man nicht zu euphorisch sein, weil wir gewonnen haben. Das sind wir auch überhaupt nicht.

Zum Schluss lief es nicht so gut.

Freyer: Mit den letzten Minuten bin ich gar nicht zufrieden. So ein Spiel musst du mit mehr als plus 20 nach Hause fahren und nicht mit 16. Aber wir waren – wie gesagt – müde. Ich versuche, das zu analysieren, und hoffe, dass das daran liegt.

Was hat Ihnen missfallen?

Freyer: Der Rebound. Unsere Spieler, die wir vermeintlich für den Rebound geholt haben, merken wir gerade, scheinen nicht gut genug für den Rebound zu sein. Sie müssen noch besser werden, was ich hoffe.

Sie haben mit Marco Völler und Mahir Agva noch zwei große Spieler in der Hinterhand.

Freyer: Ja, mit diesen beiden fehlen uns noch zwei Große. Wir haben aber ein gutes Rebounding vom Flügel. Mit Jamar Abrams und Austin Hollins. Wir haben mit Benni und Marco zwei, die als deutsche Spieler mehr rebounden werden als im letzten Jahr. Jetzt brauchen wir mit Kayel (Locke) und Malik (Dime) noch zwei, die auf das Niveau kommen, dass die auch konstant gut rebounden.

Was hat Ihnen besonders gefallen?

Freyer: Die Intensität und Aggressivität. Unabhängig davon, ob das taktisch richtig war oder nicht. Da sind wir auf einem guten Weg. Wir haben Charaktere im Team, die das umsetzen können.

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