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Weiter Hoffnung auf die klitzekleine Chance auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga - die Gießen 46ers gewinnen in Chemnitz.

Gießen 46ers

Bei den Gießen 46ers lebt noch die klitzekleine Hoffnung

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers haben ihre klitzekleine Chance auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga gewahrt: Das deutliche 95:71 beim sportlich sorgenfreien Aufsteiger Chemnitz 99ers lässt sie bis zum Sonntag weiter hoffen.

Indes ist eine Entscheidung gefallen: Rasta Vechta steht nach der 81:82-Niederlage gegen Alba Berlin als erster Absteiger fest.

Natürlich war die Freude beim Tabellenvorletzten Gießen 46ers nach dem Sieg in Chemnitz groß. Aber die Mittelhessen halten den Ligaerhalt in der Basketball-Bundesliga nicht in eigener Hand. Sie müssen die restlichen drei Partien bis zum Hauptrundenende siegreich gestalten und dazu hoffen, dass der Mitteldeutsche BC und Würzburg keines ihrer Spiele mehr gewinnen.

Gießen 46ers ohne Brandon Thomas

Bereits vor der bedeutsamen Begegnung in Sachsen ereilte die Lahnstädter eine personelle Hiobsbotschaft: Brandon Thomas musste kurzfristig aufgrund von Schulterproblemen passen. »Nun müssen andere Jungs in die Bresche springen«, sagte der immer positiv denkende Gießener Trainer Rolf Scholz vor Spielbeginn. Der Headcoach musste zudem auf die Verletzten Brandon Bowman und Bjarne Kraushaar verzichten.

Die Gäste aus Mittelhessen starteten mit einem furiosen 19:5-Lauf, wobei sich besonders der in die erste Fünf gerutschte Forward Isaac Hamilton als Scorer (bereits 20 Punkte in Hälfte eins) auszeichnete. Der Trainer der Chemnitzer, Rodrigo Pastore, reagierte mit einer Auszeit in der sechsten Minute, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Die Sachsen verkürzten den Rückstand nach dem ersten Viertel auf 15:23.

Davon ließen sich die Gäste von der Lahn aber nicht beeindrucken. Gießens Eigengewächs Alen Pjanic übernahm kurzzeitig im zweiten Quarter (36:21, 13.). Insgesamt lief der Ball gut in den Reihen der Hessen, die zwar in der Defensive bei Würfen jenseits der 6,75-m-Linie das eine oder andere Mal nicht ganz auf der Höhe waren, dagegen in der Offensive variabel und als Team mit tollen Extrapässen agierten. Die 25-Punkte-Führung zur Halbzeit (62:37) erzielte 46ers-Spielmacher Diante Garrett per Dreier. Der Plan von Scholz ging auf. Er hatte auf eine starke Offensivleistung seines Teams gesetzt.

Gießen 46ers spielen den Extrapass

Auch im dritten Durchgang blieben die Gießener fokussiert. Wie ein Absteiger spielten sie ganz und gar nicht. Ein kurzzeitiges Nachlassen seines Teams unterband der an der Seitenlinie jederzeit aufmerksame Scholz sofort mit einer Auszeit - Hamilton, wer sonst?, markierte danach sofort das 74:50 (27.). Die dritten zehn Minuten gingen mit 21:16 an die Gießener, wobei Ferdinand Zylka mit einem Dreier zur 30-Punkte-Führung (83:53) traf.

Ein Highlight des finalen Viertels war der Dunking aus dem Dribbling heraus von Zylka - 1,90 m groß - zum 85:54, den er entsprechend feierte. Ein weiterer Höhepunkt war der Alley-Oop-Dunk von Chad Brown zum 89:63, den Vorlagengeber Scottie James Jr. ermöglichte, der mit einem Double-Double glänzte (15 Punkte, 13 Rebounds). Das 95:71 war eine Machtdemonstration der Gießen 46ers.

Nun steht für die Gießen 46ers am Sonntag (18 Uhr, Osthalle) das Heimspiel gegen Absteiger Vechta auf dem Programm, ehe es am Dienstag nach Bamberg geht. Saisonausklang - mit welchem Abschneiden auch immer - ist für die Scholz-Truppe am nächsten Sonntag die Heimpartie gegen Braunschweig.

Chemnitz: Gregori, Ziegenhagen (8), Matthews (7), Figge (3), Richter (14), Johnson (20), Mike (2), Thornton (8), King (5), Stanic (4).

Gießen: Stark (2), Hamilton (26), Pjanic (15), Uhlemann, Garrett (20), Zylka (7), Brown (4), James Jr. (15), Bryant (6), Kraushaar.

Viertelergebnisse: 15:23, 22:39, 16:21, 18:12.

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