Neujahrsempfang

BBL-Chef lobt 46ers

  • vonMartin Vogel
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Basketball-Bundesliga-Geschäftsführer Dr. Stefan Holz war "Stargast" beim Neujahrsempfang des Erstligisten Gießen 46ers.

Drei Tage bevor das Team gegen Vechta (Sonntag, 15.30 Uhr, Osthalle) in die Rückrunde der Basketball-Bundesliga startet, haben die Gießen 46ers am Donnerstagabend das neue Jahr eingeläutet: Zum Neujahrsempfang 2017 begrüßten die heimischen Korbjäger rund 250 geladene Gäste in der Admiral Music Lounge. Direkt nach Beginn der Veranstaltung konnte Geschäftsführer Heiko Schelberg die Vertragsverlängerungen mit Lokalmatador Benjamin Lischka und dem zweiten Hessen im Team, Marco Völler, bekannt geben (diese Zeitung berichtete).

Nach einer ersten Stärkung am Buffet stand danach eine Talkrunde an, durch die Lars Witteck (Volksbank Mittelhessen) führte: So konnte Schelberg berichten, dass die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für eine neue Halle im Mai oder Juni vorliegen würden. Im Jugendbereich verlangte der Manager, dass die Vereine in der Region in Zukunft "die gleiche Sprache sprechen" müssen und ging somit in die Richtung jener Töne, die sein Cheftrainer Denis Wucherer auch im großen Interview dieser Zeitung diese Woche anschlug. Als "Stargast" war mit Dr. Stefan Holz der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga angereist, der den 46ers "tolle Arbeit" in den letzten Jahren bescheinigte.

Angesprochen auf die TV-Situation machte Holz keine Ausflüchte: "Die Quoten unseres Magazins auf Pro7 Maxx sind nicht da, wo sie sein müssen." Angesichts von acht Millionen Basketball-Interessierten in Deutschland hofft der ehemalige Vermarkter von Thomas Gottschalk auf andere Übertragungswege: "Unsere Zielgruppe ist jung und gebildet, die sehen nicht mehr klassisch fern. Die Dunk- und Dreierwettbewerbe beim Allstar-Day haben wir letzte Woche über Facebook gezeigt und 500 000 Zugriffe gehabt."

Dennoch, auf eine Posse wie bei den Rechten für die Handball-WM will sich der BBL-Manager nicht einlassen: "Das kommt davon, wenn man als Weltverband die Rechte an den meistbietenden verschachert. Geld ist nicht alles, Reichweite ist mindestens das andere."

Für den launigen Teil des Talks waren die Aktiven zuständig: So gestand Justin Sears, eine Video-Session aufgrund eines Museumsbesuchs verpasst zu haben, während Marco Völler zwar zugab, dass er seine Stärken aus der ProA in der BBL nicht mehr so ausspielen könne: "Aber für die Hasen hier im Training reicht es noch", grinste der 28-Jährige. Und die Behauptung, Center Maurice Pluskota wäre auf Auswärtsspielen der ungekrönte "Stadt, Land, Fluss"-König, wischte Denis Wucherer lächelnd beiseite: "Maurice ist geduldet – seine Teilnahme dient eher der Erheiterung.

" Nach einer Vorführung der Cheerleader des MTV klang die Veranstaltung dann langsam aus, während sich Spieler und Trainer noch einmal unter die anwesenden Gäste mischten.

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