Basketball

Anton Gavel: Einer der Gießener "Köln-Helden" tritt zurück

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Für viele Gießener Fans ist Anton Gavel ein Basketball-Held. Der Playmaker war maßgeblich am größten Erfolg der jüngeren 46ers-Geschichte beteiligt. Nun hat er seine Karriere beendet.

Anton Gavel führte als Playmaker die Gießen 46ers mit seinen Kollegen wie Chuck Eidson, Heiko Schaffartzik oder Souleymane Wane im Jahr 2005 durch den 76:69-Sieg im legendären fünften Spiel in Köln ins Playoff-Halbfinale – den größten Erfolg der jüngeren Gießener Basketball-Geschichte, den damals 1500 mitgereiste Anhänger der 46ers im Rheinland feierten. Am Mittwoch hat der 33-jährige Deutschslowake in München seinen Rücktritt vom Leistungssport bekanntgegeben.

Neun nationale Titel

"Der Zeitpunkt ist jetzt der richtige, mit zwei Titeln aufzuhören – das ist das Beste", sagte Gavel, der die letzten vier Spielzeiten für den FC Bayern aktiv war. Gavel kam 2004 als 19-jähriger frischgebackener Abiturient vom Zweitligisten Karlsruhe nach Gießen, schaffte hier unter Trainer Stefan Koch den Durchbruch und wechselte zwei Jahre später nach Murcia in Spanien. Nach einer weiteren Station in Thessaloniki/Griechenland kam Gavel 2009 in die Bundesliga zurück und unterschrieb in Bamberg. 2014 heuerte er in München an. Er absolvierte insgesamt 458 Spiele in der Bundesliga. Fünfmal war der Aufbauspieler mit Bamberg und München deutscher Meister, viermal wurde er Pokalsieger. Für Deutschland absolvierte Gavel zwölf Länderspiele, für die Slowakei kam er zuvor auf 89 Einsätze.

Mehr Zeit für Familie

"Anton war immer ein Vorbild, und für mich ist klar, dass er im Basketball bleiben muss", sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic am Mittwoch. Gavel äußerte sich grundsätzlich positiv dazu, zunächst wolle er sich aber seiner Familie widmen und "sehen, was die Zukunft bringt".

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