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Symbolisch: Der traurige 46ers-Abgang nach der 73:74-Niederlage gegen Würzburg.

Gießen 46ers

Der Abstieg der Gießen 46ers rückt immer näher

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers gehen mit großen Schritten dem Abstieg in Liga zwei entgegen. Beim 73:74 gegen schwache Würzburger führte zum wiederholten Mal eine desaströse Vorstellung im dritten Viertel und eine an Dilettantismus kaum zu überbietende Schlussminute zur 20. Saisonniederlage.

Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt für die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga noch möglich. In den noch ausstehenden zehn Pflichtspielen müsste der Tabellenletzte mindestens acht Punkte gegenüber dem Mitteldeutschen BC aufholen, da sie den direkten Vergleich gegen die Weißenfelser verloren haben, und noch eine weitere Mannschaft hinter sich lassen. Das käme aber einem Wunder gleich. Vor allem nach den beiden letzten, frustrierenden Niederlagen in den bedeutsamen Ligaerhalt-Spielen in Frankfurt und gegen Würzburg, in denen der Sieg möglich war. Wir haben beim 46ers-Geschäftsführer und Sportdirektor Michael Koch nachgefragt.

Wie haben Sie die vermeidbare Heimniederlage im Kellerduell gegen Würzburg reflektiert? Was sagen Sie zur Entscheidungsfindung in der letzten Minute?

Das tut uns natürlich sehr weh. Nicht nur das Würzburg-Spiel, sondern auch das vorherige in Frankfurt. In beiden Begegnungen hatten wir die Chance, die Partie zu gewinnen. Und dann hätten wir mit Blick auf die Tabelle ein ganz anderes Bild. Die Entscheidungsfindung in den letzten Minuten gibt der Trainer der Mannschaft vor. Das, was wir umsetzen wollten, was in der Auszeit besprochen wurde, haben wir aber nicht Eins-zu-eins auf das Feld gebracht. Im Basketballsport bleibt meist die letzte Entscheidung im Gedächtnis - da wurde das Spiel verloren. Wir waren aber schon 15 Punkte vorne gegen Würzburg - da kann man den Sack vielleicht auch schon zumachen. Wir haben in der zweiten Halbzeit insgesamt fast 20 Turnover gehabt. Da kannst du jeden einzelnen Ballverlust aufrechnen, der das Spiel gekostet hat. Wir hätten in den gesamten 40 Minuten vorher schon die Entscheidung herbeiführen müssen. Und das haben wir nicht geschafft.

Wen oder was machen Sie für die sportliche Talfahrt verantwortlich?

Das ist eine super Frage, da könnte man wieder weit ausholen. Das haben wir aber schon gemacht. Und ich finde es sinnlos, noch mal nachzuhaken und die Themen erneut auf den Tisch zu bringen. Ich glaube, dass wir von unseren Möglichkeiten her ziemlich da stehen, wo wir hingehören. Viel mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Wie sieht Ihr Plan für die nahe Zukunft aus?

Wir werden die Lizenzen für die Basketball-Bundesliga, Pro A und die Pro B beantragen. Dann müssen wir abwarten, wie sich das zum Ende hin entwickelt - sportlich und pandemielevelmäßig. Wenn man dann endgültig weiß, wo die Reise hingeht, muss man sich schnellstens zusammensetzen und einen genauen Plan entwerfen, wie man den Club in den nächsten Jahren aufstellt.

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