Beim 69:52-Hinspielsieg ist 46ers-Allrounder Thomas Scrubb nicht zu stoppen ? das will er am Sonntag in Frankfurt wiederholen. (mv)
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Beim 69:52-Hinspielsieg ist 46ers-Allrounder Thomas Scrubb nicht zu stoppen ? das will er am Sonntag in Frankfurt wiederholen. (mv)

46ers-Vorfreude auf Frankfurt

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae) Chapeau Gießen 46ers! Die Hinrunde nach 16 Spielen mit acht Siegen und acht Niederlagen abgeschlossen. Das ist weit mehr, als man erwarten konnte. Der hiesige Basketball-Bundesligist steuert weiter auf Playoff-Kurs – und hat am Sonntag in Frankfurt die Skyliners vor der Brust.

Auf einen harten Fight am Sonntag um 15.30 Uhr in der Fraport Arena (live auf telekombasketball.de) ist die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer eingestellt. Im Trainin g geht es wettkampfmäßig zur Sache. Dies bekam Justin Sears gestern zu spüren. Der Center saß in der Rivers-Halle auf der Tribüne und hielt sich ein Taschentuch an die leicht blutende Lippe. Er musste im Kampf um den Ball Bekanntschaft mit einem Ellenbogen machen. "Es ist nicht so schlimm", winkte der 24-Jährige ab, der am vergangenen Dienstag Geburtstag hatte.

Das Hinspiel-Ergebnis von 69:52 ist noch präsent. Imm erhin hatte es 14 Jahre gedauert, bis die Gießener mal wieder einen Heimsieg gegen die Frankfurter feiern konnten. Damals trumpfte Thomas Scrubb auf. Der Allrounder erzielte 21 Punkte, durfte am Ende mit den Fans die Humba anstimmen und den Derbysieg zelebrieren. Status quo: Seit Montag sind die 46ers wieder im Training. Sie hatten nach dem hart erarbeiteten Auswärtserfolg beim Rangvorletzten Rasta Vechta eine wohlverdiente Pause von zweieinhalb Tagen erhalten. Coach Wucherer ist bislang mit der Intensität der Einheiten zufrieden. "Das Energielevel ist wieder höher." Rang acht ist im Tableau hart umkämpft: Sowohl die 46ers als auch Oldenburg und Ludwigsburg haben 16 Punkte auf dem Habenkonto. Ein Sieg in Frankfurt wäre top für die 46ers im Kampf um einen Playoff-Platz. Der Gegner: Die Frankfurter starten zum Endspurt. Nach der Rückkehr von Headcoach Gordon Herbert haben sich die zuvor schwächelnden Skyliners gefangen, zuletzt zwei Auswärtssiege in Jena und Tübingen eingefahren und sich mit sechs Erfolgen und zehn Niederlagen in der Tabelle auf Platz zehn gesetzt. Natürlich zu wenig für die erfolgsverwöhnten Mainstädter, die sich für die Rückrunde personell verstärkt haben. Frankfurter Neuzugänge: Verpflichteten die Mainstädter noch vor der Jahreswende den Guard AJ English (ein Sohn des ehemaligen NBA-Spielers AJ English II., Washington Bullets), vermeldeten sie gestern den Zugang Shawn Huff, der Ekene Ibekwe (der Ex-Gießener erhielt keine Vertragsverlängerung) ersetzen soll. Huff ist kein Unbekannter in der BBL, spielte er doch von 2013 bis 2016 für den Ligarivalen in Ludwigsburg. Der finnische Nationalspieler stand zuletzt im Dienst des französischen Erstligisten ESSM Le Portel Cote d’Opale. In elf Einsätzen kam der 1,94 m große Spieler im Schnitt auf elf Minuten, in denen er durchschnittlich 2,5 Punkte und 1,3 Rebounds erzielte. Huff soll bei den Skyliners die Position des Powerforwards bekleiden und als sogenannter Stretch-Four das Feld breit für Center Mike Morrison machen. Huff hat einen Vertrag bis zum Ende der aktuellen Saison mit Option auf die Spielzeit 2017/18. Der Schlüssel zum Sieg: "Es wird kein offensiven Feuerwerk auf beiden Seiten", sagt Wucherer. In den letzten beiden Spielen haben die Frankfurter bei ihren Siegen in Jena und Tübingen aber gerade im ersten Viertel den Grundstein für den späteren Erfolg gelegt. Darauf müssen die 46ers eingestellt sein. Das heißt: Einerseits gut in der Individualverteidigung agieren, aber auch als Kollektiv im Deckungsverband arbeiten. Das Lazarett: Andreas Obst hat noch Schonzeit. Seine Schambeinentzündung lässt einen Einsatz am Sonntag noch nicht zu. "Es wird besser", sagte er und ließ sich auf dem Behandlungstisch von Physio Lukas Lai weiterbehandeln. Wucherer erklärte, dass Obst "die eine oder andere Woche noch ausfallen wird". Möglicherweise wird der Guard nach der Allstar-Pause im ersten Heimspiel des neuen Jahres am 22. Januar gegen Vechta wieder auflaufen. Das sagt Wucherer: "Alle sind motiviert, wir freuen uns auf den Einstieg in die Rückrunde. Es ist nach der Rückkehr von Herbert deutlich mehr Zug im Spiel der Frankfurter. Sie spielen mit mehr Engagement und Leidenschaft. Sie wissen, dass sie hinter ihren Möglichkeiten sind. Die Rotation ist kürzer geworden, die Ausländer müssen mehr Minuten gehen. Wir erwarten wie im Hinspiel eine sehr intensive Partie. Wir müssen die Intensität hochhalten und vor allem das schnelle Spiel der Frankfurter unterbinden.

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