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Heiko Schelberg Foto: gae

Basketball-Bundesliga

46ers-Chef Schelberg vom neuen Pokal-Format begeistert

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Die Gießen 46ers spielen in der nächsten Saison wieder im Pokal der Basketball-Bundesliga - dank eines neuen Modus. Zudem wird ab 2019/2020 der Pflicht-Etat um eine Million Euro angehoben.

Gravierende Änderungen in der Basketball-Bundesliga: Schon ab der kommenden Saison greift ein neuer Pokal-Modus, nach dem künftig alle Bundesligisten mit Ausnahme der beiden Aufsteiger am Wettbewerb teilnehmen werden. Somit dürfen sich auch die Fans der Gießen 46ers künftig auf Pokalauftritte ihres Teams freuen. Zweite wichtige Änderung: Ab der Spielzeit 2019/2020 müssen alle Erstligisten ein Budget von mindestens drei Millionen Euro vorweisen. 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg begrüßt die Neuerungen.

Kein Final Four mehr

Nachdem zuletzt nur die sechs besten Teams nach der Hinrunde sowie der Gastgeber des Top Four am Pokal-Wettbewerb teilnahmen, sind ab der neuen Spielzeit nach Angaben der BBL vom Dienstag 16 Mannschaften vertreten. Nur die beiden Aufsteiger werden nicht dabei sein, wie die Clubs am Montag auf ihrer AG-Sitzung beschlossen. Gespielt wird im K.-o.-Modus mit Achtel-, Viertel- und Halbfinale bis zum Endspiel. Die jeweiligen Paarungen und das Heimrecht werden ausgelost. Auch der Gastgeber des Finales wird per Los bestimmt. Das bisherige Top Four mit Halbfinals und Endspiel wird es in Zukunft nicht mehr geben.

46ers-Geschäftsführer Schelberg freut sich über den neuen Modus: "Das ist eine absolute Aufwertung für den deutschen Basketball. Endlich haben wir einen richtigen Pokal-Modus", sagte Schelberg im AZ-Gespräch: "Ich bin mir sicher, dass der Wettbewerb für Furore sorgen wird."

Pflicht-Etat von drei Millionen Euro

Zudem beschlossen die Vereine eine Anhebung der Club-Etats. Ab der Saison 2019/2020 müssen die Erstligisten ein Budget von mindestens drei Millionen Euro vorweisen. Damit wurde der Pflicht-Etat für die Teilnahme an der höchsten deutschen Spielklasse um eine Million Euro erhöht. Die Regelung gilt ohne Ausnahme auch für Aufsteiger. "Dass dies für den einen oder anderen Club eine hohe Hürde darstellt, ist mir bewusst", sagte BBL-Präsident Alexander Reil. Er sei aber überzeugt davon, dass die Erhöhung der Etats umgesetzt werden könne. "Nicht zuletzt sollte es uns dadurch gelingen, die Kluft zwischen den größeren und kleineren Clubs ein Stück weit zu verringern", ergänzte Reil. Auch Schelberg befürwortet die Anhebung der Etat-Grenze: "Ich finde diesen Schritt folgerichtig und absolut sinnvoll nach den Entwicklungen der vergangenen Jahre", kommentierte der 46ers-Geschäftführer diese Änderung und sieht mit der Anhebung auch keine größeren Probleme auf seinen Klub zukommen: "Das kriegen wir gestemmt."

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