Wechselt von RB Leipzig zum FC Chelsea: Timo Werner. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa
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Wechselt von RB Leipzig zum FC Chelsea: Timo Werner. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa

Nationalstürmer

Werner über Wechsel: Das Gesamtpaket Chelsea hat überzeugt

London (dpa) - Fußball-Nationalspieler Timo Werner hat seinen Wechsel von RB Leipzig zum FC Chelsea in diesem Sommer mit dem überzeugenden Gesamtpaket begründet.

"Es gab einige Topclubs, die um mich gekämpft haben. Das Gesamtpaket Chelsea London war für mich, mein Spiel und meine Karriere das Beste", sagte der 24-Jährige im Interview des "Sportbuzzer". Das Geld habe die "kleinste Rolle" gespielt, sagte Werner. "Sonst hätte ich auch nach China gehen können." Chelsea sei eine Top-Adresse im europäischen Fußball. "Wir bekommen eine richtig gute Mannschaft mit hoher Qualität, wollen oben angreifen", sagte der bisherige Leipzig-Spieler im Interview der Sportplattform.

Mit 28 Liga-Toren beendete Werner die Saison als erfolgreichster Bundesliga-Torschütze der Leipziger Vereinshistorie. Nach seinem letzten Spiel für RB Leipzig am vergangenen Wochenende wird der Nationalstürmer auf die Endrunde der Champions League mit den Sachsen im August verzichten. "Natürlich tut es mir weh, dass ich jetzt nicht mithelfen kann, das ganz große Ding zu schaffen. Aber ich bin eben auch ab 1. Juli Spieler des FC Chelsea, werde von Chelsea bezahlt", verteidigte Werner die Entscheidung.

Ein Einsatz von Werner im Blitzturnier der Champions League hätte RB Leipzig angeblich mehrere Millionen Euro gekostet. Wie der "Kicker" berichtet, sei Werners neuer Verein FC Chelsea bereit gewesen, den Stürmer für die am 12. August in Lissabon startende Endrunde freizugeben. Allerdings hätte Leipzig dafür zwei Monatsgehälter des 24-Jährigen zahlen sollen, hinzu kämen Leih- und Versicherungsgebühren. Insgesamt wäre offenbar eine Summe zwischen vier und fünf Millionen Euro fällig geworden, so dass RB-Boss Oliver Mintzlaff laut des Magazins aus wirtschaftlicher Sicht verzichtete. Werner-Berater Karlheinz Förster stimmte dem zu, führte zudem sportliche Gründe an.

Beim Wechsel für die fixe Ablöse von 53 Millionen Euro von Leipzig nach London kam aufgrund der Coronavirus-Pandemie alte Technik zum Einsatz. "Mein Berater konnte nie nach England fliegen, die Chelsea-Seite konnte nicht nach Deutschland kommen. Es gab sehr viel Fax-Verkehr", sagte Werner dem "Kicker". Sein Vater und sein Berater hätten Trainer Frank Lampard und Ex-Profi Petr Cech vor dem Corona-Lockdown noch persönlich getroffen. Werner selbst habe vor allem zu Chelsea-Verteidiger Antonio Rüdiger Kontakt gehabt. "Er war mein Ansprechpartner Nummer eins in der Frage, wie es intern im Verein läuft, wie es in der Kabine zugeht."

© dpa-infocom, dpa:200629-99-599879/3

Werner-Interview

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