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Leipzigs Spieler jubeln nach Emil Forsbergs Treffer zum 1:0 gegen Hertha BSC.

Furiose Leipziger fertigen Hertha ab: Poulsen-Dreierpack

Im fünften Anlauf hat es geklappt - und wie! Leipzig feiert den ersten Bundesliga-Heimsieg in diesem Jahr. Überzeugend, furios, berauschend. RB dominiert eine chancenlose Hertha.

Mit einer furiosen Leistung hat RB Leipzig im Ost-Duell Hertha BSC demontiert, den ersten Heimsieg in der Bundesliga in diesem Jahr gefeiert und seine Champions-League-Ambitionen beeindruckend untermauert.

Die Mannschaft von Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick schoss den Hauptstadtclub mit 5:0 (2:0) aus der Red Bull Arena.

Angeführt von den überragenden Yussuf Poulsen, der allein drei Tore (27. Minute/56./62.) erzielte, und Emil Forsberg (17.) festigten die Leipziger Fußballer den dritten Tabellenplatz. Vor 41.939 Zuschauern krönte Winter-Neuzugang Amadou Haidara (64.) den Gala-Auftritt der Hausherren, die nun fünf Punkte Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach auf Rang vier haben. Am Sonntag könnte allerdings Eintracht Frankfurt bis auf drei Zähler an RB heranrücken.

"Zuhause war das unser bestes Spiel", lobte Rangnick beim Pay-TV-Sender Sky: "Wir haben ganz wenig zugelassen. Wir hatten, wenn man ehrlich ist, sogar noch mehr Chancen."

Das sah auch sein Berliner Trainer-Kolleg so. "Wir müssen mehr arbeiten", klagte Pal Dardai, der in Leipzig die höchste Niederlage in seiner Karriere als Hertha-Coach kassierte: "Das war alles sehr schlecht."

Was Rangnick schon vor dem Spiel erfreute, sollte der Konkurrenz nach dieser Leistung und dem zweithöchsten Bundesliga-Sieg Angst für den Rest der Saison und den DFB-Pokal machen, in dem RB am Dienstag beim FC Augsburg um den Einzug ins Halbfinale spielt: RB Leipzig hat so viele fitte und hungrige Kreativkräfte wie noch nie in dieser Saison. Die Hertha bekam das zu spüren.

Von Beginn an diktierte RB, was auf dem Rasen passierte. Mangelte es den vorher sieglosen Auftritten daheim in diesem Jahr noch an Inspiration, sprühte die Mannschaft nun vor Finesse und Tatendrang - Forsberg allen voran.

Sein erster Treffer seit über einem halben Jahr mit einer viermonatigen Verletzungsauszeit wirkte wie eine Erlösung für ihn selbst und eine Initialzündung für die gesamte Mannschaft. Eine Augenweide war er dazu. Kevin Kampl spielte den Ball über die Berliner Abwehr in den Lauf von Forsberg. Der 27 Jahre alte Schwede nahm ihn mit dem Oberschenkel an und schloss im nächsten Moment mit dem rechten Fuß unhaltbar für Hertha-Schlussmann Rune Jarstein ab.

Forsberg und dazu Haidara hinter den Spitzen: Das war eine Wohltat für Timo Werner, selbst wenn er torlos blieb, und den Dreifach-Torschützen Poulsen. Der Däne prägte diese Partie wie der Schwede Forsberg. Nach nicht mal einer halben Stunde hatte Poulsen schon für die gefühlte Vorentscheidung gesorgt. Der zwölfmalige Torschütze Werner legte ihm dabei uneigennützig so auf, dass Poulsen mühelos Saisontreffer 13 erzielen konnte. Rangnick ballte die Siegerfaust. Aber es sollte noch besser kommen.

Hertha fand nicht statt. Davie Selke, einst bei RB unter Vertrag blieb so wirkungslos im Angriff wie die gesamte Mannschaft der Berliner, denen die gesperrten Vedad Ibisevic und Jordan Torunarigha nur allzu merklich fehlten. Statt nachzulassen, dreht Leipzig nach der Pause noch mal auf. Drei Tore in acht Minuten. Nach zwei vergebenen Werner-Chancen (49./55.) legte Forsberg halblinks für den durchstartenden Poulsen auf, der den Ball ins lange Ecke schlenzte.

Noch einmal traf Poulsen, der bei seiner vorzeitigen Auswechslung begleitet von großem Applaus ebenso wie Forsberg den Platz verließ. Hertha konnte sich selbst bei fünf Gegentoren noch bei Keeper Jarstein bedanken, dass dieses Debakel nicht noch schlimmer ausfiel gegen einen Gastgeber, der bis dahin ein Heimtor in vier Ligaspielen in diesem Jahr erzielt hatte.

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