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FC Bayern: Marco Neppe über Musialas Entdeckung – „Das war prägend und sprach für ihn“

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Von: Christoph Gschoßmann

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Jamal Musiala demonstrierte gegen Leverkusen einmal mehr seine Stärke.
Jamal Musiala demonstrierte gegen Leverkusen einmal mehr seine Stärke. © SVEN SIMON / Imago

Jamal Musiala ist beim FC Bayern und aus der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. Marco Neppe berichtet, wie seine Eindrücke beim Scouting waren.

München - Jamal Musiala verzückt den FC Bayern und die Bundesliga: Auch beim 4:0 gegen Leverkusen brillierte der junge Offensivmann und wurde von Beteiligten und Experten geadelt. Auch in der Nationalmannschaft spielte er beim 3:3 in England groß auf, sodass sich Three-Lions-Coach Gareth Southgate noch einmal mächtig darüber ärgerte, dass Musiala für Deutschland und nicht für die Briten kickt. Schon mit 16 aber kam der gebürtige Stuttgarter Musiala vom FC Chelsea zum FC Bayern. Der heutige technische Direktor und damalige Chefscout Marco Neppe berichtete nun darüber, wie das erfolgreiche Scouting vonstatten ging.

Bereits 2018 sei der FC Bayern im Rahmen eines Länderturniers in Paris auf den damals 16-jährigen Musiala aufmerksam geworden, wie Neppe Sky verriet. Zwei Spieler seien damals aus der Masse hervorgestochen: Musiala und Jude Bellingham, der mittlerweile in Dortmund für Aufsehen sorgt. Gemeinsam standen sie für Englands U16 auf dem Feld. Neppe: „Jamal hat damals schon Fähigkeiten gezeigt, die er jetzt auch in der Bundesliga zeigt. Er hat mit seinem unglaublichen Ballgefühl beeindruckt. Man konnte in nahezu jeder seiner Aktionen seinen Spaß am Spiel sehen. Das hat einfach gutgetan. Es war ein Genuss, ihm beim Fußballspielen zuzuschauen.“

Musialas Aussagen haben Marco Neppe „nicht mehr in Ruhe gelassen“

Bayern verlor keine Zeit: „Wir hatten sofort die einhellige Meinung, dass wir alles daransetzen, um ihn zum FC Bayern zu bringen. Ich hatte ein sehr interessantes Kennenlernen in London, habe dabei seine Familie kennenlernen dürfen und auch Gespräche mit ihm selbst geführt.“

Musiala, der das Geschehen auf dem Platz oft an sich reißt, gab sich im Gespräch eher zurückhaltend - aber überzeugte dennoch. „Jamal war tatsächlich nicht sehr gesprächig, aber seine Aussagen waren so klar und so prägnant, dass mich auf dem Rückflug nach München mindestens ein oder zwei Aussagen nicht mehr in Ruhe gelassen haben. Das war prägend und sprach für ihn und seine Ambitionen. Es gab mir ein gutes Gefühl darüber, wie er tickt und welchen ambitionierten Weg er gehen möchte.“

Für nur 200.000 Euro Ausbildungsentschädigung wechselte Musiala schließlich nach München. Mittlerweile ist er laut transfermarkt.de 80 Millionen Euro wert.

Derweil ist die Krise der Münchner trotz des klaren Heimsieges gegen Leverkusen noch nicht beendet, glaubt Ex-FCB-Star Bastian Schweinsteiger. (cg)

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