Absolute Leistungsträgr beim FCB: Alphonso Davies und Trainer Hansi Flick.
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Absolute Leistungsträgr beim FCB: Alphonso Davies und Trainer Hansi Flick.

Von Flick bis Odriozola

Große FCB-Bilanz: Das sind die strahlenden Gewinner der Saison - und die betrübten Verlierer

  • Antonio Riether
    vonAntonio Riether
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Am Ende stand der Meistertitel. Doch die Bundesliga-Saison des FCB hatte Höhen und Tiefen. Dabei gab es strahlende Gewinner, aber auch Verlierer im Kader der Münchner.

  • Die Saison des FC Bayern verlief zunächst holprig, nahm dann jedoch Fahrt auf.
  • Man wurde aufgrund einer Siegesserie deutscher Meister, was vor allem am Trainer liegt.
  • Doch nicht jeder Akteur profitierte von der starken Bayern-Saison.

München - Die abgelaufene Bundesliga-Saison war alles andere als einfach für den FC Bayern München*. In der Hinrunde war noch nicht einmal ansatzweise klar, ob die Bayern der Runde 19/20 das Zeug zum Meister haben würden. Am zehnten Spieltag verlor das Team mit 1:5 in Frankfurt, woraufhin Trainer Kovac den Hut nehmen musste. Nach dem Trainerwechsel fanden die Bayern ihre Dominanz wieder und wurden letztlich Meister*. Doch trotz des positiven Endes der Spielzeit gab es Gewinner und Verlierer bei den Münchnern.

FC Bayern München: Die Gewinner der Saison 2019/20:

  • Hansi Flick

Wenn in einigen Jahren über die spezielle Saison 2020* geredet wird, werden viele an die Corona-Pandemie denken. Doch die Bayern-Fans werden die Spielzeit wohl auch mit Hansi Flicks* überragendem Lauf in Verbindung bringen. Seine ersten vier Partien gewann er jeweils zu null, dabei erzielte das Team 16 Treffer. 

Ähnlich rekordverdächtig ging es bis auf zwei Niederlagen in der Bundesliga* weiter. Insgesamt holten Flicks Bayern in 24 Partien sagenhafte 21 Siege und ein Unentschieden, aus 17 Spielen in der Rückrunde holten die Bayern 16 Siege. Zudem gab der neue Coach unzufriedenen Spielern wie Thomas Müller oder Jerome Boateng ihr Selbstvertrauen wieder und machte sie noch einmal unverzichtbar für das Team. 

Flick*, der eigentlich als Interimslösung vorgesehen war, scheint bei Bayern eine neue Ära zu prägen und ist der glasklare Gewinner der Saison. Er erhielt das Vertrauen der Vereinsführung in Form eines Vertrags bis 2023.

  • Alphonso Davies

Der 19-jährige „Phonzie“ kam mit großen Vorschusslorbeeren nach München, immerhin überwies der Klub für den Teenager im Winter 2019 noch zehn Millionen Euro nach Kanada an die Vancouver Whitecaps. Dass der Transfer des kanadischen Nationalspielers so eine Erfolgsstory werden würde, es war damals nicht abzusehen.

Unter Kovac spielte Davies erstmals in der Bundesliga* und wurde in der Saison 19/20 zum Linksverteidiger umgeschult. Mit dem Trainerwechsel stieg auch seine Leistungskurve und Davies wurde schnell zum Publikumsliebling. Absolutes Highlight war wohl seine starke Leistung im Champions League-Viertelfinale gegen Chelsea, als er halb London davon rannte. Er wurde ebenfalls bis 2025 an den Verein gebunden.

  • Joshua Zirkzee

So mancher Fan wird sich Sorgen gemacht haben, als man zum Saisonbeginn keinen echtenBackup für Robert Lewandowski* im Kader hatte. Neuzugang Fiete Arp fiel darüber hinaus in seiner ersten Saison in München viermal für längere Zeit aus. Doch die Kritiker hatten die Rechnung ohne den 19-jährigen Joshua Zirkzee gemacht, der einen Bomben-Start hinlegte.

Der Niederländer kam am 16. Spieltag in Freiburg beim Stand von 1:1 in der 90. Minute zu seinem Bundesliga-Debüt - und erzielte prompt den Siegtreffer. In der Woche darauf stand es 0:0, als Zirkzee sieben Minuten vor Schluss zum zweiten Mal eingewechselt wurde, wieder steuerte er das erlösende Führungstor bei. In neun Bundesliga-Einsätzen traf der 19-Jährige viermal und legte einen Treffer vor. Um die Zukunft braucht man sich in der Bayern-Offensive vorerst keine Gedanken zu machen.

FC Bayern München: Die Verlierer der Saison 2019/20:

  • Lucas Hernandez

80 Millionen Euro - so viel hatte der FC Bayern* bis zum Sommer 2019 noch nie in einen Spieler investiert. Der französische Nationalspieler war in den ersten Saisonspielen unter Niko Kovac gesetzt, fiel dann aber monatelang verletzt aus. Unter Flick fand Hernandez nicht richtig ins Team, spielte unregelmäßig und war gefühlt verzichtbar im Bayern-Kader*.

Aktuell gibt es Gerüchte um einen Abschied des Linksverteidigers, der in seiner Rolle als Edel-Reservist unglücklich zu sein scheint. Ob die Bayern-Bosse weiterhin mit dem erst 24-Jährigen planen, wird die Zukunft zeigen.

  • Álvaro Odriozola

Der zweite Neuzugang aus der spanischen Liga kam zwar erst zur Winterpause, jedoch erwartete man sich vom Real-Madrid-Verteidiger sofortige Hilfe im Meisterschaftsrennen, das zum Zeitpunkt seines Wechsels noch längst nicht entschieden war.

Doch letzten Endes spielte Odriozola nur dreimal in der Bundesliga*, jeweils nicht länger als 63 Minuten. Der 30-Millionen-Euro-Mann wird nach Madrid zurückkehren, in München hatte man angesichts der stabilen Leistungen von Benjamin Pavard keine Verwendung für den Basken.

  • Corentin Tolisso

Für den Weltmeister Corentin Tolisso war die abgelaufene Spielzeit eine zum Vergessen. Die vielbeinige Konkurrenz im zentralen Mittelfeld verdrängte den 25-Jährigen auf die Ersatzbank, wo er oft Platz nehmen musste. Unter Kovac und Flick kam Tolisso nicht richtig zum Zug, bis auf die ersten beiden Spieltage spielte er in der Bundesliga* nie zweimal hintereinander mehr als 45 Minuten. 

Für den Mittelfeldspieler, der 2017 für 41,5 Millionen aus Lyon an die Isar gekommen war, wurde die Saison zudem durch eine Knöchel-OP zum Alptraum. Sein Abschied aus München könnte bereits zur nächsten Realität werden - es soll mehrere Interessenten geben

(ajr) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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