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Uli Hoeneß legt in der Causa Lewandowski nach: „Barcelona kann sich ein weiteres Angebot sparen“

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Von: Antonio José Riether

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Uli Hoeneß ist für seine direkte Art bekannt. Auf einem Kongress sprach der Bayern-Macher offen über die Chancen des FC Barcelona im Werben um Robert Lewandowski.

Aachen - Beim Zukunftskongress „#neuland“ am Mittwoch in Aachen waren viele Persönlichkeiten aus der Wirtschaft geladen, auch FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß war unter den Gästen. Am Rande der Veranstaltung sprach der ehemalige Erfolgsmanager auch über seine Informationen zum aktuellen Stand im Transfer-Poker um Robert Lewandowski, der trotz seines Vertrags bis 2023 noch in diesem Sommer nach Barcelona wechseln will. Hoeneß gab dabei hochinteressante Statements ab.

Uli Hoeneß über Lewandowski-Poker: „Barcelona kann sich ein weiteres Angebot sparen“

Aus dem Vertrags-Zoff zwischen dem FC Bayern und Robert Lewandowski wurde über die vergangenen Wochen ein Wechselpoker zwischen den Münchnern und den Katalanen. Nachdem die Bayern die ersten beiden Angebote aus Barcelona ablehnten, gab es kürzlich Berichte über ein drittes Angebot. Hoeneß wurde in Aachen auf die angebliche Offerte angesprochen und antwortete überraschend.

„Ich weiß nichts von einem neuen Angebot. Aber so, wie der Stand in München ist, was ich in mehreren Gesprächen gehört habe, kann sich Barcelona ein weiteres Angebot sparen“, meinte Hoeneß. Auch einen Kommentar zum hoch verschuldeten Traditionsklub konnte er sich nicht verkneifen: „Sie sind scheinbar Finanzkünstler, die trotz hoher Schuldenlast offenbar immer noch eine Bank finden, die ihnen Geld gibt, um sowas darzustellen“, scherzte er,

Uli Hoeneß diskutierte beim Zukunftskongress „#neuland“ auch über das Thema „die Wichtigkeit des Sports für unsere Gesellschaft“.
Uli Hoeneß diskutierte beim Zukunftskongress „#neuland“ auch über die „Wichtigkeit des Sports für unsere Gesellschaft“. © Roberto Pfeil/dpa

Bleiben die Bayern-Bosse also trotz der Berichte über Verhandlungen bei ihrem „Basta“? „Ich entscheide das nicht. Aber die Aussagen des FC Bayern waren eindeutig. Sie besagen, dass Robert den Vertrag in München erfüllen soll“, fasste Hoeneß die Lage zusammen. Er könne sich „nicht vorstellen, dass es einen Betrag gibt, bei dem wir schwach würden“, so der 70-Jährige. Medienberichten zufolge sollen die Verantwortlichen rund 50 Millionen Euro für den Polen fordern.

FC-Bayern-Macher Uli Hoeneß kann sich einen Lewandowski-Streik „nicht vorstellen“

Erst Anfang Juni hatte sich Hoeneß umfassend zum Thema geäußert, er erwartet in der kommenden Saison „eine attraktive Mannschaft - mit Robert Lewandowski“. Von seinem Standpunkt ist er nicht abgerückt, jedoch wollte er nicht über das trotzige Verhalten des Stürmers in den vergangenen Wochen reden. „Damit würde ich Öl ins Feuer gießen. Der FC Bayern hat sich in dieser Hinsicht nicht geäußert, und das mache ich auch nicht.“

Auch einen möglichen Streik des Angreifers im Falle eines ungewollten Verbleibs schließt der Bayern-Macher aus. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das provozieren würde. Robert ist ein Sportsmann. Er hat sich immer tadellos verhalten. Und ich bin sicher, wenn das Spiel zu Ende ist, wird er wieder in aller Ruhe seinen Beruf ausüben.“ Ob es denn so kommt, werden die kommenden Wochen zeigen. (ajr)

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