FC Gießen jubelt gegen die TSG Balingen.
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Der kollektive Jubel nach dem 2:1-Treffer von Giuseppe Burgio für den FC Gießen.

FC Gießen

3:1-Sieg nach Rückstand: FC Gießen baut gegen TSG Balingen Frust ab

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
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Nach dürftiger erster Halbzeit dreht der FC Gießen nach der Pause furios auf und feiert gegen die TSG Balingen den ersten Heimsieg der Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest - vor allem dank dreier Gießener.

Mit einem fulminanten Start in der zweiten Hälfte und zwei Treffern direkt nach der Pause dreht der FC Gießen am Samstagnachmittag einen 0:1-Rückstand gegen die TSG Balingen, wendet damit die drohende fünfte Niederlage in Folge ab und gewinnt vor 450 Waldstadion-Zuschauern letztlich mit 3:1 (0:1).

Dann haben sich die Jungs in einen kleinen Rausch gespielt.

FC-Trainer Daniyel Cimen

„Entscheidend war die Körpersprache nach der Halbzeit. Wir haben uns gegen die Niederlage gestemmt“, sagte Trainer Daniyel Cimen, nachdem sein Team zunächst nach 16 Minuten nach einem Eckball mit 0:1 in Rückstand geriet. „Vielleicht hat heute gut getan, dass die Jungs gemerkt haben, dass wir nichts mehr zu verlieren haben. Die beiden Tore haben richtig Auftrieb gegeben, dann haben sich die Jungs in einen kleinen Rausch gespielt.“

Der in Lollar lebende Donny Bogicevic (48.) und Sturm-Neuzugang Giuseppe Burgio (49.) trafen jeweils ansehnlich zum Doppelschlag. „Das war wie ein kleiner Stich ins Herz“, räumte Balingens Schlussmann Julian Hauser ein. Gästetrainer Martin Braun meinte: „Gießen konnte dann den aufgestauten Frust der letzten Wochen abbauen.“

Ein Zuschauer ruft herein: „Das ist der Fußball, der ins Waldstadion gehört!“

Entscheidende Veränderung zur Halbzeit war die Umstellung von Fünfer- auf Viererkette und mehr Offensivdrang. Dieser wurde mit den beiden Toren und viel Schwung untermalt - ständiger Applaus und ein Zwischenruf eines Zuschauers „Das ist der Fußball, der ins Waldstadion gehört“, waren die Belohnung.

FC Gießen: Owusu, Gaudermann und Bogicevic ebnen den Weg zum Erfolg

Stärkster Akteur über die gesamte Spielzeit: Der gebürtige Gießener Dennis Owusu, der mit Außenbahnläufen und Tempodribblings für Abwechslung sorgte. Auch der Laubacher Kristian Gaudermann überzeugte durch starke Flanken, der Torvorbereitung zum 1:1 und viel Willenskraft. Owusu, Gaudermann und Bogicevic also standen als heimische Akteure sinnbildlich für den Wandel.

Kapitän Nikola Trkulja traf - nachdem der FC mehrere Großchancen liegen ließ - in der 80. Minute dann noch mit einem Schlenzer ins Eck zum 3:1, das den FC Gießen vorerst auf Platz 14 der Tabelle spült. Schon am Dienstagabend (19 Uhr) geht es beim VfR Aalen weiter.

FC Gießen: Grbovic - Owusu (80. Münn), Tiliudis (46. Burgio), Fink, Reithmeir, Mohr - dos Santos, Marusenko (46. Gaudermann) - Trkulja (84. Fisher) - Bogicevic (80. Sarr), Daghfous.

TSG Balingen: Hauser - Eisele, Schmitz, Vogler, Fritschi (69. Dierberger) - Ramser (76. Gaiser), Cabraja (82. Curda), Akkaya - Ferdinand, Almeida Morais (69. Seemann) - Klostermann. (76. Arutunjan)

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (16.) Klostermann, 1:1 (48.) Bogicevic, 2:1 (49.) Burgio, 3:1 (80.) Trkulja. - Zuschauer: 450. - Schiedsrichter: Philipp Hofheinz (Niefern).

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