Der 65-jährige Franz Gerber wurde von Geschäftsführer Jörg Fischer am Dienstag als neuer Sportlicher Leiter des FC Gießen vorgestellt. (Foto: sno)

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Kommentar: Wird Franz Gerber der Jupp Heynckes vom FC Gießen?

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Fußball-Regionalligist FC Gießen überrascht mit Franz Gerber als neuem starken Mann. Ein Kommentar.

Mit Franz Gerber wünschen sich die Verantwortlichen des FC Gießen nun jene Kontinuität, die zuletzt immer wieder ausgeblieben ist. Er soll den Verein auf Jahre organisatorisch in eine Position bringen, von der aus man sich in der vierten Liga gut behaupten und mit einem Aufstieg in die dritte liebäugeln kann. Sich professionelle Erfahrung ins Boot zu holen, ergibt Sinn. Ob Franz Gerber aber die letztlich entscheidenden Sponsoren mehr heranziehen wird, muss abgewartet werden. 

Geht man zum Sportlichen über, tauchen Fragezeichen auf. Mit dem 37-jährigen Michael Fink und dem 34-jährigen Daniyel Cimen hatte man ein anerkanntes Führungsduo. Zwar waren sie befreundet, mit Verlaub aber war das ein anderes Niveau als einst Stefan Hassler/Gino Parson oder Francisco Copado/Abdenour Amachaibou. Letztlich aber ließ man Fink ziehen. Das Gespann Fink/Cimen hätte Charme und Zukunft gehabt. 

Der 65-jährige Franz Gerber verdient eine Chance, keine Frage. Vielleicht wird Gerber ja der Jupp Heynckes des FC Gießen. Den Beweis, dass man nach fünf Jahren Abstinenz in diesem Alter wieder eintauchen kann ins Fußballgeschäft, den muss er erbringen. Wie es um sein Netzwerk bestellt ist, wird man in den kommenden Wochen bei den Neuzugängen schnell sehen.

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