Ehrenamtliche im Gießener Waldstadion.
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Jürgen Jung (l.) und Klaus-Jürgen Schretzlmaier als Märkchen-Verkäufer im Gießener Waldstadion.

FC Gießen gegen BVB

Jürgen Jung und BVB-Fanclub beheben Personalnot des FC Gießen

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
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Eindrücke rund ums Testspiel des FC Gießen gegen Borussia Dortmund vor 3700 Zuschauern: Ungewohnte Ehrenamtliche, fünf TV-Kameras und überraschte Besucher im Waldstadion.

Ungewohnte Ehrenamtliche beim FC: Der FC Gießen musste beim Gastspiel der Borussia am gestrigen Dienstagabend kreativ werden, was das ehrenamtliche Personal angeht: Da wurde der Bierpilz vom BVB-Fanclub bewirtet, Getränke- und Essensmärkchen wurden von Jürgen Jung und Klaus-Jürgen Schretzlmaier vom Kreisjugendfußballausschuss verkauft.Neben der Jugend des FFC Pohlheim half auch die Jugend des FC Gießen mit Spielern und Trainern aus. »Wir haben das Catering komplett selbst übernommen«, sagte Roger Burger vom FC Gießen. »Das war viel Arbeit und geht ans Limit. Uns sind einige Ehrenamtliche weggebrochen.«

Begleitet von viel Neugierde und Handyvideos laufen Marco Reus und Co. am Dienstag ins Gießener Waldstadion ein.

»Turgay Schmidt hat uns gefragt, ob wir mit einigen Mann helfen können«, erklärte der langjährige Kreisjugendfußballwart Jürgen Jung, während er BVB-Fans Märkchen verkaufte - »wenn so ein Event stattfindet, helfen wir natürlich gerne.« Beide seien Dortmund-Fans, halfen ab 15 Uhr nachmittags. »Wahnsinn, dass so eine prominente Mannschaft hierherkommt«, meinte Schretzlmaier.

Gießens Michael Fink im Duell mit Dortmunds Julian Brandt.

Fünf Kameras im Waldstadion für SkySportNewsHD: Die WPA Film- und Fernsehproduktion war am Dienstag seit zwölf Uhr mittags im Waldstadion, reiste mit einem Übertragungs-, einem Satelittenübertragungs-, einem Rüst- und einem Personalwagen an und positionierte fünf Kameras im Waldstadion - diese brachten die Bilder aus Gießen über SkySportNewsHD und für BVB-TV in die Wohnzimmer Deutschlands. Moderiert wurde das Event dabei dann von Norbert Dickel.

3700 Zuschauer durften am Dienstag ins Gießener Waldstadion.

Überraschte Zuschauer: »Ein wenig überrascht«, sagte die Gießenerin Janina Merz beim Fußweg zum Waldstadion, sei sie schon gewesen, »dass jetzt plötzlich 3700 Zuschauer zusammen kommen dürfen« - eine weit verbreitete Ansicht in der Gießener Gesellschaft. Merz selbst freute sich: »Ich habe gedacht, ich guck mir heute zum ersten Mal Live-Fußball an. Das war eine gute Gelegenheit.«

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