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Für das Mannschaftsfoto besuchten Trainer Dirk Lottner und das Team die Baustelle am Ludwigspark.

Fußball

Gießens Regionalliga-Gegner: Der 1. FC Saarbrücken ist ein Top-Favorit

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Der 1. FC Saarbrücken gehört zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und nun zu den aussichtsreichsten Teams der Regionalliga Südwest. Der Gegner des FC Gießen im Check.

Der 1. FC Saarbrücken gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga und steht in der Ewigen Tabelle auf Platz 37 immerhin vor Teams wie Dynamo Dresden, Darmstadt 98 oder auch dem Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn. Wie so häufig ist eine große Vergangenheit nicht immer nur hilfreich für die Entwicklung - seit 2014 sind die Saarländer in der Regionalliga Südwest und kommen dort seitdem nicht mehr raus. Der Verein landete im Vorjahr auf Rang zwei und ist Topfavorit auf den Aufstieg. Für den FC Gießen werden die Duelle mit Saarbrücken Highlights.

Die aktuelle Situation:Kaum ein Verein geht so offensiv und klar mit der Zielvorgabe Aufstieg in die Saison wie der 1. FC Saarbrücken. Trainer ist dort seit 2016 der frühere Bundesliga-Profi Dirk Lottner (u.a. 161 Spiele für den 1. FC Köln). Unter ihm kehrte wieder Kontinuität ein, zuvor wechselten die Übungsleiter quasi jährlich. Die Qualität im Kader ist groß. "In der Offensive habe ich wirklich die Qual der Wahl", sagt der 47-jährige Lottner. "Da ist echt schon eine ganz hohe Qualität vorhanden." Zur Saisoneröffnung am letzten Wochenende kamen 2500 Zuschauer - Ausdruck des Interesses, das es am Verein gibt. Saarbrücken eröffnet die neue Saison bereits am Freitag (19 Uhr) beim Gastspiel in Pirmasens. Am 11. August geht’s im DFB-Pokal gegen Zweitligist SSV Jahn Regensburg.

Kommen/Gehen:Elf Abgänge, elf Neuzugänge gibt’s beim Titelfavoriten. Stammspieler im Vorjahr waren Stürmer Marcel Carl (28 Einsätze), den es zum FC Homburg zog, und Innenverteidiger Marco Kehl-Goméz (29 Einsätze), der zu Rot-Weiß Essen gewechselt ist. Saarbrücken holte unter anderem drei Spieler aus der dritten Liga. Dazu zählt der offensive Mittelfeldspieler Mergim Fejzullahu, der in der letzten Spielzeit auf zwölf Einsätze für Eintracht Braunschweig kam. Ebenfalls geholt wurde Timm Goley von Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln - dort gab’s keinen neuen Vertrag, in Saarbrücken will er nun ebenfalls aufsteigen.

1. FC Saarbrücken: Umbau am Ludwigspark dauert an

Stärken/Schwächen:Das Mittelfeld ist das Prunkstück des 1. FCS. "Es wird sicher Härtefälle geben", sagt Lottner. Die Spielstärke kann dafür sorgen, dass einige Regionalligisten gegen Saarbrücken ein Fiasko erleben. In der letzten Saison erzielte der Tabellenzweite in der engen Südwest-Staffel im Schnitt pro Spiel 2,3 Tore. Mit Dirk Lottner ist Kontinuität eingekehrt, alle wissen, worum es geht, die Qualität ist vorhanden. Dass das offensive Ziel Aufstieg zu viel Druck ausüben wird, ist nicht zu erwarten.

Umfeld/Trainer:Dirk Lottner, als Spieler im zentralen Mittelfeld zuhause, trainierte nach seiner aktiven Karriere zunächst die U17, später die U21 des 1. FC Köln. Dort war er auch mehrmals Co-Trainer der Profis. Nach seinem Engagement bei Drittligist Hansa Rostock ist er seit der Saison 2016/17 Coach in Saarbrücken. Trainiert wird unter Profibedingungen. Der Zuschauerschnitt in der letzten Saison lag bei rund 2800 Besuchern pro Heimspiel. Allerdings muss Saarbrücken immer noch am Ausweichort Völklingen spielen, da sich die Umbaumaßnahmen am heimischen Ludwigspark weiter hinauszögern. Aktuell sollen die Kosten für die Erneuerung des Stadions auf 38 Millionen Euro angestiegen sein.

Prognose:Die Konkurrenz an der Spitze der Regionalliga Südwest ist groß, vielen Teams wird der Aufstieg theoretisch zugetraut. Der Topfavorit aber ist der 1. FC Saarbrücken, den es aufgrund der Erfahrung und der Qualität hinter sich zu lassen gilt.

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