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Jannik Sommer (l.) kam von Drittliga-Aufsteiger Waldhof Mannheim zum FC Homburg - am zweiten Spieltag kommt er ins Gießener Waldstadion.

Fußball

Gießens Regionalliga-Gegner: FC Homburg besticht mit Tradition und Qualität

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Der FC Homburg hat in der Saisonvorbereitung Kaiserslautern geschlagen. Der Gegner des FC Gießen im Check.

Drei Jahre lang spielte der FC 08 Homburg in der Bundesliga, zuletzt 1989/90 - dreimal stieß der Verein zudem bis ins DFB-Pokal-Viertelfinale vor. Nach einer Insolvenz und mehreren Jahren in der Oberliga strebt Homburg nun wieder Richtung dritte Liga. Im Vorjahr belegte der Traditionsverein Rang drei. "Der Plan ist, oben anzugreifen", sagt Neuzugang Jannik Sommer, an dem auch der FC Gießen interessiert war. Der FC Homburg zählt also zur Spitze der Regionalliga Südwest und ist am 3. August der erste Gegner des FC Gießen im heimischen Waldstadion.

Die aktuelle Situation:Trainer Jürgen Luginger übernahm das Team kurz vor dem kaum noch abzuwenden Abstieg in die fünfte Liga im Sommer 2017 - unter ihm wurde der FC Homburg mit 96 Punkten souveräner Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und belegte zuletzt in der vierten Liga als Aufsteiger Platz drei. Die Ambitionen sind hoch, das ist auch an den Neuzugängen abzulesen. In der Vorbereitung wurde unter anderem Drittligist 1. FC Kaiserslautern mit 3:1 geschlagen. Zum Start der neuen Saison bekommt es Homburg mit zwei Aufsteigern zu tun: Zunächst gibt’s ein Heimspiel gegen Bayern Alzenau, dann geht’s nach Gießen.

Kommen/Gehen:13 Abgängen stehen zehn Neuzugänge gegenüber. Sportlich schmerzen dürfte der Verlust des 26-jährigen Innenverteidigers Alexander Hahn, den es zu Rot-Weiß Essen und dem Ex-HSV-Coach Christian Titz gezogen hat. Hahn erzielte in der letzten Saison zwölf Tore. Dafür sind unter anderem die Innenverteidiger Stefano Maier (26 Jahre alt, von Drittligist Viktoria Köln, über 120 Regionalliga-Spiele) und Maurice Springfeld (21, Hannover 96 II) gekommen. Vom 1. FC Saarbrücken kam Stürmer Marcel Carl. Der 25-Jährige traf in 154 Regionalliga-Partien bisher 41-mal. Zwei Neuzugänge haben zudem indirekt eine Gießener Verbindung. Vom FC ist Stürmer Damjan Marceta gekommen. Zudem hat Homburg bei dem 27-jährigen Flügelspieler Jannik Sommer zugeschlagen. Der Mittelfeldakteur hat in 175 Regionalligapartien über 80 Torbeteiligungen vorzuweisen, an ihm waren auch der mittlerweile abgewanderte Michael Fink und Trainer Daniyel Cimen stark interessiert. Letztlich aber kann Gießen in Sachen Transfers (noch) nicht mithalten mit Vereinen wie dem FC Homburg. Zu seinem Wechsel nach Homburg sagte Sommer: "Es ist klar, dass ich nicht hierher gekommen bin, um um Platz fünf oder sechs zu spielen."

Stärken/Schwächen:Im Vorjahr stellte Homburg mit nur 30 Gegentoren die beste Defensive der Regionalliga Südwest. Das Team besitzt viel individuelle Qualität, hat in der Vorbereitung aufhorchen lassen und bewiesen, dass mit dem FC 08 zu rechnen ist. "Wir haben jetzt nicht den überragenden Einzelspieler, sondern eine homogene Einheit mit hoher Qualität", sagt Stürmer Patrick Dulleck, der in der letzten Saison 21 Torbeteiligungen vorzuweisen hatte.

Umfeld/Trainer:Offensichtlich kommt die Mannschaft gut mit dem Ex-Profi Jürgen Luginger als Coach aus. Seine Bilanz als Trainer in Homburg bislang: 52 Siege, elf Unentschieden, zwölf Niederlagen. Der 51-Jährige trainierte unter anderem bereits Rot Weiß Oberhausen, den 1. FC Saarbrücken sowie die zweite Mannschaft des FC Schalke 04. Trainiert wird unter Profibedingungen. Der Zuschauerschnitt im Vorjahr betrug rund 2000 Besucher pro Partie im Homburger Waldstadion.

Prognose:Die Konkurrenz ist groß, deshalb dürfte es schwer werden mit Platz eins - ausgeschlossen ist er bei der vorhandenen Qualität und der Bilanz der näheren Vergangenheit aber nicht. Fest steht: Für den FC Gießen ist Homburg als erster Heimspiel-Gegner ein richtiges Brett.

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