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Trainer Horst Steffen hat die SV Elversberg wieder in die Spur gebracht und will nun ganz oben mitspielen.

Fußball

Gießens Regionalliga-Gegner: Auftaktkontrahent SV Elversberg hat es in sich

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Nachdem die Vorsaison für die SV Elversberg zum Desaster zu werden drohte, hat der Verein mit einem neuen Trainer zu alter Stärke zurückgefunden. Der Auftaktgegner des FC Gießen im Check.

Die SV Elversberg verkörpert Regionalliga-Erfahrung pur. In 18 Spielzeiten seit 2000 spielt der Verein in der vierten Liga - Ausreißer war die Saison 2013/14, in der Elversberg in der dritten Liga stand. Wie so häufig will die Sportvereinigung aus dem Saarland ganz oben mitspielen in der Südwest-Staffel. In der Rückrundentabelle der Vorsaison rangierte Elversberg auf Platz zwei und zählt zum Kreis der Titelanwärter. Am 1. Spieltag geht’s für den FC Gießen gleich an die Kaiserlinde.

Die aktuelle Situation:Die letzte Saison drohte zum Desaster zu werden, als Elversberg, mit Aufstiegsambitionen gestartet, zwischenzeitlich im Tabellenkeller und nach 17 Spieltagen nur auf dem zehnten Platz stand. Im Herbst kam dann Horst Steffen, der unter anderem bereits die Gladbacher U19 und die Drittligisten Preußen Münster und Chemnitzer FC trainiert hatte. Mit dem 50-Jährigen kam der Erfolg, in der Rückrunde lag Elversberg hinter Aufsteiger SV Waldhof Mannheim auf Rang zwei. "Ich habe direkt zu Beginn gemerkt, dass die Mannschaft sehr aufnahmewillig ist. Mittlerweile funktionieren sehr viele Aktionen auf dem Platz", sagt er. Den Schwung will die Mannschaft nun mitnehmen in die neue Saison. Kapitän Luca Dürholtz aus dem zentralen Mittelfeld meint: "Es geht darum, zu zeigen, dass wir ein Top-Team sind." Zuletzt gab’s im Test gegen West-Regionalligist Alemannia Aachen ein 0:1.

Kommen/Gehen:Elf Abgängen stehen acht Neuzugänge gegenüber. Am schmerzlichsten trifft die Sportvereinigung sicherlich der Abgang des 33-jährigen Stürmers von der Elfenbeinküste, Koffi, der mit 19 Treffern letzte Saison Torschützenkönig der Südwest-Staffel wurde. Er folgt Mannheim in Liga drei. Dafür kommen zwei neue Stürmer: Del-Angelo Williams kennt man aus Stadtallendörfer Zeiten, wo er in der vierten Liga einst 14 Treffer erzielte. Bei Drittligist Hansa Rostock kam er letzte Saison "nur" auf zwölf Einsätze. Zudem hat Elversberg den 24-jährigen Thomas Gösweiner von der TSG Hoffenheim II geholt. Dort traf der Angreifer in der letzten Saison zehnmal. Drei weitere Spieler, die aus der dritten Liga gekommen sind, verdeutlichen die Ambitionen.

Stärken/Schwächen:Elversberg zählt von der Vereinsstruktur und der Kaderqualität zu den Topteams der Regionalliga. Die letzten Platzierungen: 3., 2., 1., 5., 4. Im Kader befinden sich zehn Spieler, die über 100 Regionalliga-Partien vorweisen können. Unter Trainer Horst Steffen hat das Team das zwischenzeitlich verloren gegangene Vertrauen offensichtlich wieder gefunden. Einen Torschützenkönig muss man in dieser umkämpften Liga trotzdem erst mal ersetzen.

Umfeld/Trainer:Coach Steffen lief als Profi unter anderem 207-mal in der Bundesliga auf, er ist mit 50 Jahren und mehreren Drittliga-Spielzeiten ein erfahrener Übungsleiter. Trainiert wird unter Profibedingungen. Der Zuschauerschnitt bei den Saarländern betrug zuletzt rund 1150 Besucher pro Begegnung.

Prognose:Wer in der Rückrundentabelle Zweiter wurde und sich namhaft verstärkt, zählt automatisch zum Kreis der Aufstiegskandidaten. Für Gießen ist Elversberg einer der schwerstmöglichen Gegner zum Start.

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