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FC Gießen

FC Gießen: "Wir sind nicht mehr handlungsfähig"

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Nach den jüngsten Rücktritten vom Vorsitzenden und beiden Rechnern muss der FC Gießen für Montag kurzfristig eine Sitzung einberufen.

Fußball-Regionalligist FC Gießen kommt nicht zur Ruhe: Nach den jüngsten Rücktritten der beiden Rechner Alexander Schmandt und Daniela Wolff wurde für Montag kurzfristig eine Vorstandssitzung einberufen. Der Grund: "Wir sind aktuell rechtlich nicht mehr handlungsfähig", räumt der 2. Vorsitzende, Thilo Harnisch, ein.

Am Dienstag erklärte Vorsitzender Dominik Fischer via WhatsApp-Schreiben seinen Rücktritt. Am Donnerstag folgten die beiden Rechner Schmandt und Wolff – sie erklärten in einem Treffen mit der "Offensive"-GmbH, die sich für die Finanzierung des Regionalliga-Teams verantwortlich sieht, ihren Rückzug.

Der zuletzt gewählte Vorstand des FC Gießen, u.a. mit Jörg Fischer (3v.l.), Thilo Harnisch (6.v.l.), Daniela Wolff in der Mitte und Alexander Schmandt (4.v.r.).

In der Satzung des FC Gießen heißt es unter Paragraph 12, Absatz 2: "Zur Vertretung des Vereins, gerichtlich und außergerichtlich (gemäß § 26 BGB) sind berechtigt: a) der/die 1. Vorsitzende, b) der/die 2. Vorsitzende, c) der/die 1. Geschäftsführer/in, d) der/die 1. Rechner/in. Jeweils 2 von den vorgenannten Personen vertreten den Verein gemeinsam."

2. Vorsitzender Harnisch: "Ich war ziemlich überrascht"

Aktuell ist nur noch Thilo Harnisch aus dem geschäftsführenden Vorstand als 2. Vorsitzender übrig. Er wurde in die Rücktrittsgedanken von Fischer, Schmandt und Wolff nach eigener Aussage nicht involviert: "Ich war ziemlich überrascht."

FC Gießen: Heller und Schmandt kommen infrage

Harnisch: "Wir hoffen, am Montag ein bereits gewähltes Vorstandsmitglied zu finden, das sich kommissarisch in den geschäftsführenden Vorstand wählen lässt, damit wir wieder handlungsfähig sind." Infrage kämen die Abteilungsleiter Fußball, Andreas Heller und Moritz Schmandt.

FC Gießen: Auch die Zurückgetretenen müssen noch entlastet werden

Gewählt werden sollen sie vom Vorstand bis zur Mitgliederversammlung, die bislang aufgeschoben wurde, da die Abrechnungen für das Geschäftsjahr 2019 noch nicht vorliegen. Dort muss sich der geschäftsführende Vorstand, auch der zurückgetretene Geschäftsführer Jörg Fischer, nach Vorlegung der Bilanzen entlasten lassen.

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