Gegen den FC Bayern Alzenau markierte Gießens Aykut Öztürk, rechts der Alzenauer Mahdi Mehnatgir, das entscheidende 1:0, am Mittwoch will der Stürmer seine Treffsicherheit auch in Ulm unter Beweis stellen.	FOTO: FRIEDRICH
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Gegen den FC Bayern Alzenau markierte Gießens Aykut Öztürk, rechts der Alzenauer Mahdi Mehnatgir, das entscheidende 1:0, am Mittwoch will der Stürmer seine Treffsicherheit auch in Ulm unter Beweis stellen. FOTO: FRIEDRICH

FC Gießen

FC Gießen will in Ulm »die Spatzen« fangen

  • Michael Schüssler
    vonMichael Schüssler
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Die Terminhatz für den FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest hält unvermindert an. Bereits am Mittwoch geht es zum nächsten Auswärtsspiel, vorstellig wird man beim SSV Ulm.

Die Bilanz des FC Gießen in den Punktspielen 2021 der Fußball-Regionalliga Südwest darf sich bislang sehen lassen. Drei Spiele absolvierte die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen, zweimal gewann man, einmal verlor man. Zuletzt waren die Mittelhessen am Samstag im Einsatz, die dabei den FC Bayern Alzenau knapp mit 1:0 in die Schranken wiesen. Im Klassement verbesserten sich die Gießener damit auf Rang 17, außerdem stellte man den Kontakt zum unteren Tabellenmittelfeld her.

Nun will man nachlegen, doch die Auswärtsaufgabe SSV Ulm am Mittwoch (19 Uhr) hat es in sich. Doch vielleicht gelingt es den Mittelhessen, die sogenannten Spatzen zu fangen.

Die Personallage: Hier sieht es bei den Mittelhessen wieder etwas besser aus. Gabriel Weiß, der in Mainz die »Ampelkarte« sah, darf wieder mitwirken. Weiterhin fehlen Ersatztorhüter Nils Ellenfeld, Eduardo Landu Mateus, Niclas Mohr, Jure Colak, Milad Salem und Jann Bangert. Möglich ist auch, dass Angreifer Marcel Mansfeld und Innenverteidiger Sascha Heil zurückkehren. »Sie wären eine Option«, so Cimen. Wer nun in Ulm von Beginn an aufläuft, das wird sich am Mittwoch weisen, immerhin hat der FC-Trainer aber nun mehr Möglichkeiten. Eine davon wäre, Ryunosuke Takehara erneut auf der rechten Abwehrseite beginnen zu lassen. »Er hat das gegen Alzenau ordentlich gemacht. Für uns ist es gut zu wissen, dass er eine Option ist«, erklärt Cimen. Zumal Rückkehrer Gabriel Weiß angeschlagen ist.

Die Ausgangslage: Keine Frage, der FC Gießen geht in Ulm als Außenseiter in die Partie. »Das ist eine wirklich gute Mannschaft. Der Kern ist seit einigen Jahren zusammen, punktuell verstärken sie sich immer wieder«, sagt Cimen. Das Hauptaugenmerk wird man beim FC auf den SSV-Angriff legen müssen. »Wir müssen versuchen, die Offensive in Schach zu halten.« Gespielt wird übrigens auf einem »engen Kunstrasenplatz«, so Cimen, der dem Geläuf an der Miller Hall in Gießen ähnelt. Im Nachgang zum 1:0 gegen den FC Bayern Alzenau sieht Cimen aber für die Partie in Ulm noch Luft nach oben bei seiner Truppe. »Was mir nicht gefallen hat im unseren Spiel nach vorne war, dass wir stellenweise unsauber gespielt haben - oder wir haben die falsche Option getroffen. Das müssen wir ändern. Andererseits hat mir sehr imponiert, dass in den letzten 20 Minuten des Spiels sich keiner zu schade war, einem Zweikampf aus dem Wege zu gehen.«

Die Zielsetzung: Mit sechs Punkten aus drei Spielen in diesem Jahr liegt der FC Gießen mehr als im Soll. »Das war schon wichtig gegen Alzenau«, ist der Gießener Chef-Trainer froh, dass man in Ulm nicht schon wieder mit dem Rücken zur Wand steht. Dennoch wollen die Mittelhessen die Baden-Württemberger mehr als ärgern. »Das wären Bonuspunkte. Aber wir wollen natürlich versuchen, Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen«, sagt Cimen.

Der Gegner: Der SSV Ulm war in diesem Jahr zweimal im Einsatz, beide Spiele gewannen die Akteure von der Donau. Erst wurde der SC Freiburg II mit 2:0 bezwungen, am vergangenen Samstag dann der FK Pirmasens mit 4:0. Im Klassement bedeutet dies für die Truppe von Trainer Holger Bachthaler Platz vier, nur vier Punkte mehr weist aktuell Ligaprimus FSV Frankfurt auf. Das Paradestück des SSV ist die Defensive, in 17 Spielen kassierte man gerade mal 13 Gegentreffer - das ist der zweitbeste Liga-Bestwert. Nur Kickers Offenbach (11) ist noch ein wenig besser. Aber auch die Offensive der »Spatzen« kann bislang überzeugen, mit 32 erzielten Toren gehört man zur Elite der Regionalliga Südwest. Es wird also kein leichtes Unterfangen für den FC Gießen. Was nicht heißt, dass man chancenlos ist. Das war zuletzt auch der FK Pirmasens nicht. Doch der nutzte im Gegensatz zum SSV Ulm seine Chancen nicht. Trotz der bislang 32 Treffer, einen echten Torjäger haben die Ulmer nicht. Beste Schützen bislang sind Felix Higl und Johannes Reichert (beide je 6). Das macht die Aufgabe für den FC Gießen nicht leichter, denn gleich mehrere Akteure sind für Tore gut. Zu den bekanntesten Akteuren des SSV gehört Anton Fink, der erst im letzten Sommer ablösefrei vom Zweitligisten Karlsruher SC kam.

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