Äußert sich derzeit ebenso wenig wie die noch vorhandenen Vorstandsmitglieder: Der kommissarische Geschäftsführer des FC Gießen, Markus Haupt. FOTO: FRIEDRICH
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Äußert sich derzeit ebenso wenig wie die noch vorhandenen Vorstandsmitglieder: Der kommissarische Geschäftsführer des FC Gießen, Markus Haupt. FOTO: FRIEDRICH

FC Gießen

FC Gießen: Vorstand schottet sich ab

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Während für die Spieler des Fußball-Regionalligisten FC Gießen ein Ende der Quarantäne in Sicht ist, schottet sich der restliche Verein angesichts der Rücktrittswelle im Vorstand komplett ab.

Der FC Gießen befindet sich weiterhin in der Warteschleife: Während die Mannschaft des heimischen Fußball-Regionalligisten, die bis zum 3. Oktober in Quarantäne verweilen muss, seit Montag eine Sondergenehmigung für eine Stunde Aufenthalt an der frischen Luft gewährt bekommen hat, verschließt sich der dezimierte Vorstand mittlerweile der Öffentlichkeit.

Weiterhin ist der FC Gießen 1927 Teutonia/1900 VfB e.V. nach der Rücktrittswelle rechtlich handlungsunfähig, im Hintergrund wird nach Lösungen gesucht, erklären will sich aber niemand. Während der 2. Vorsitzende Thilo Harnisch, der kommissarische Geschäftsführer Markus Haupt und der Abteilungsleiter Fußball, Andreas Heller, erst gar keinen Kontakt zulassen, erklären die Beisitzer zumindest, dass sie nach der letzten Vorstandssitzung am Montagabend nichts sagen dürfen. Das Gerücht, dass die Vorstandsriege, die sich in Rechtsberatung befindet, am Freitag auf einen Durchbruch setzt, bleibt bislang unbestätigt.

FC Gießen: "Kein Kommentar"

Auch FC-Trainer Daniyel Cimen sagt nach den Rücktritten dreier Vorstandsmitglieder und dem aktuellen Chaos rund um den Verein nur: "Kein Kommentar."

Selbst die "Offensive"-GmbH, die aktuell die wirtschaftlichen Belange des Regionalliga-Teams samt Sponsorenverträgen übernimmt, wurde nach eigener Aussage nicht in die Ergebnisse der neuerlichen Vorstandssitzung eingeweiht.

FC Gießen: Spielrecht liegt beim eV

Der Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR, Sascha Döther, erklärt zudem: "Die Zulassung liegt beim eingetragenen Verein. Wird das Spielrecht an eine Gesellschaft abgetreten, bedarf es eines formellen Vorgangs. Der ist nicht erfolgt."

Das Team wird sich am Sonntag erstmals wieder zum Training treffen und dann auf ein "Hammerprogramm" vorbereiten.

Nach dem ersten Spiel nach der Zwangspause, am 10. Oktober beim zuletzt ebenfalls coronabedingt ausgebremsten Bahlinger SC, stehen dem FC Gießen vier englische Wochen am Stück bevor. Darin fallen zwei der drei zuletzt ausgefallenen Partien, am 14. Oktober geht’s zum FC Astoria Walldorf (19 Uhr, Tausch des Heimrechts), am 27. Oktober (19 Uhr) zum VfR Aalen.

FC Gießen: Ohne Flutlicht unter der Woche um 15 Uhr

Das dritte abgesetzte Spiel gegen den FSV Mainz 05 II soll an einem Dienstag um 15 Uhr, dem 17. November, im Waldstadion nachgeholt werden - Grund ist fehlendes Flutlicht.

"Für mich ist das alles ein Stück weit Wettbewerbsverzerrung", meint Daniyel Cimen. "Ich bin nach wie vor skeptisch, dass die Saison so zu Ende gespielt werden kann. Wir stehen erst am Anfang."

Der Trainer des FC wisse um die Zeit, "in der wir aktuell leben - aber bei sieben Spielen in 20 Tagen, nachdem die Jungs acht, neun Tage nichts haben machen können, da spielt man auch mit der Gesundheit der Spieler."

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