Lief am Samstag ebenso wie Ali Ibrahimaj erstmals für den FC Gießen auf: Neuzugang Nejmeddin Daghfous FOTO: VOGLER

FC Gießen

FC Gießen: Serie gegen die Schwaben halten

Wenn der FC Gießen Holger Badstuber und den VfB Stuttgart II empfängt, wird die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga abgeschlossen. Der FC will im fünften Spiel in Folge punkten.

Der FC Gießen will seine Erfolgsserie heute (15 Uhr) auf Kunstrasen fortsetzen: Zuletzt blieben die heimischen Regionalliga-Fußballer in vier aufeinanderfolgenden Spielen ungeschlagen.

Das soll heute gegen die Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart so bleiben: Die spielstarken Schwaben kommen nicht nur mit dem früheren Champions-League-Spieler Holger Badstuber in der Dreierkette, sondern auch mit Offensivwucht: Mit 40 Toren stellt der VfB die drittstärkste Offensive der Liga, die sich im Januar 2021 vor allem auswärts austobte.

Wenn diese gut ausgebildeten Jungs Zeit und Raum bekommen, können sie jeden an die Wand spielen.

FC-Trainer Daniyel Cimen

Die letzten drei Gastspiele der Stuttgarter Reserve endeten 5:1 (in Stadtallendorf), 4:1 (in Alzenau) und 3:0 (in Großaspach) - das Team von Trainer und Ex-Profi Frank Fahrenhorst ist somit auch die punktemäßig drittbeste Auswärtsmannschaft der Regionalliga Südwest.

Folglich sagt Gießens Trainer Daniyel Cimen: »Wenn diese gut ausgebildeten Jungs Zeit und Raum bekommen, können sie nicht nur jeden Gegner schlagen, sondern ihn auch an die Wand spielen.«

FC Gießen: Remis zuletzt in Kassel leistungsgerecht

Der FC Gießen also wird den Gästen mit Respekt, aber auch Selbstvertrauen begegnen. »Wir wollen den Schwung mitnehmen«, betont Cimen.

Am vergangenen Samstag gab’s ein gerechtes 1:1 beim punktgleichen KSV Hessen Kassel. Gleichziehen von den Zählern her könnte der FC mit dem aktuell auf Rang zehn stehenden VfB, sollte er ihn heute besiegen. Dafür sind vermutlich 90 starke Minuten vonnöten - in Kassel waren es nur 45 Minuten.

»In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt, deshalb können wir vieles mitnehmen«, meint Cimen. »Später hatten wir auch ein bisschen Glück. Das Remis geht in Ordnung, wir können und müssen mit dem Punkt leben.«

FC Gießen: Ibrahimaj und Daghfous haben ihr Debüt gegeben

Sein Debüt gab der flexible Offensivspieler Ali Ibrahimaj. Der von Drittligist KFC Uerdingen nach Gießen gewechselte 29-Jährige spielte von Beginn an und zugleich durch.

Sein neuer Trainer gab sich mit der Premiere zufrieden: »Er hat eine unglaubliche Ruhe am Ball und gute Lösungen für uns geschaffen. Ali hat einige Angriffe eingeleitet. Dass er in Hälfte zwei etwas abgefallen ist, lag auch an unserem Spiel.«

Nicht nur Ibrahimaj, auch der 34-jährige Nejmeddin Daghfous gab sein Pflichtspieldebüt für den FC Gießen - der Offensivspieler mit massig Zweitligaerfahrung wurde in der 81. Minute eingewechselt - personell tut sich einiges in Gießen, was auch daran abzulesen ist, dass der heimische Mittelfeldspieler Johannes Hofmann erstmals nach seinem gesundheitlichen Vorfall wieder in der Startelf stand.

In dieser wird auch heute Stoßstürmer Aykut Öztürk fehlen. Der 33-Jährige fällt kurzfristig angeschlagen aus. Mittelfeldakteur Nikola Trkulja muss erneut passen – er holte sich in Kassel bereits die zweite Gelb-Rote Karte der Saison ab. 

Es sollte uns ein Anreiz sein, in jedem Spiel alles zu geben, um am Saisonende dort oder noch weiter oben zu stehen.

FC-Trainer Daniyel Cimen

Die Stuttgarter weisen über ihr erfahrenes Quartett hin aus (Holger Badstuber, Marc Stein, Richard Weil und Marcel Sökler) viele Talente auf - sinnbildlich dafür steht der erst 17-jährige Mohamed Sankoh, der in der Sturmspitze in dieser Saison bereits sieben Treffer erzielt hat.

Auf Kunstrasen will der FC unter Ausschluss der Öffentlichkeit heute dagegenhalten und seine Serie von zuletzt vier ungeschlagenen Partien fortsetzen: »Damit haben wir uns aus der Abstiegsregion befreien können«, weiß Cimen. »Das ist schön, aber die Tabelle ist zweitrangig. Es sollte uns ein Anreiz sein, in jedem Spiel alles zu geben, um am Saisonende dort oder noch weiter oben zu stehen.«

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