+
Der Zustand des FC Gießen ist weiterhin bedenklich - gesund ist er noch nicht. (Foto: Friedrich)

FC Gießen

FC Gießen: Die Uhr tickt

  • schließen

Nach der Sitzung mit den potenziell neuen Geldgebern am Montagabend ist lediglich klar: Der FC Gießen kann das Januar-Gehalt zahlen. Die Wechselfrist endet in drei Tagen.

Die nächste Sitzung mit den potenziellen neuen Geldgebern des FC Gießen am Montagabend ist vorüber - das Einzige, was sich am Status quo geändert hat, ist nun, dass das Januar-Gehalt nach Aussage von Geschäftsführer Markus Haupt gezahlt werden kann. Haupt bestätigt jedoch, dass die Finanzierung des heimischen Fußball-Regionalligisten bis Saisonende nicht gesichert ist.

"Es ist uns gestern gelungen, verbindliche Partner zu finden. Die ersten Gelder sind eingegangen, sodass wir das Januar-Gehalt zahlen können", sagt Haupt. "Wir brauchen aber weiterhin die Unterstützung der Gießener Unternehmen. Wir müssen weiterhin neue Sponsoren akquirieren. Die nähere Zukunft ist erst mal sicher. Aber jeder Euro wird umgedreht."

FC Gießen: Jörg Fischers schriftliche Erklärung steht weiterhin aus

Entgegen anders lautender Medienberichte ist die Zukunft des FC Gießen also nicht abgesichert - lediglich das Januar-Gehalt soll laut Haupt gezahlt werden können. Die Zahlung des Dezember-Gehalts, das der Abmachung nach vom zurückgetretenen Jörg Fischer übernommen werden soll, steht weiterhin aus. Spieler des FC Gießen haben mittlerweile juristische Beratung in Anspruch genommen.

Die neue Sponsoren-Gesellschaft sei "in Gründung" - weiterhin seien vertragliche Dinge zu klären. Dazu zählt auch, dass Jörg Fischer seine Unterschrift unter die schriftliche Erklärung setzt, alle Altlasten aus dem Jahr 2019 zu übernehmen - eine Grundbedingung dafür, dass die sechs neuen Gesellschafter langfristig einsteigen und die Verträge nicht nur "in Klärung", sondern auch unterzeichnet sind.

FC Gießen: Verantwortung für zweite Mannschaft und Jugend liegt bei Fischer

Zudem bezieht sich Haupt ausschließlich auf die erste Mannschaft. "Wir", damit meint der Geschäftsführer sein neues Team, "kümmern uns nur um die erste Mannschaft". Für die zweite Mannschaft und die Jugend seien der noch in Amt und Würden stehende aktuelle Vorstand verantwortlich. Dazu zählen Vorsitzender Dominik Fischer und Rechner Alexander Schmandt. Die Verbandsliga-Spieler mussten immer wieder auf Geld warten, bekamen dies zuletzt im November. Auch die Jugendtrainer wurden bereits vertröstet.

Neuzugänge sind zudem "kein Thema", wie Haupt versichert. Beim Thema Abgänge "kann noch etwas passieren". Brian Mukasa steht vor einem Wechsel zum FSV Fernwald. Am 1. Februar endet die Wechselfrist - dann sind die derzeit 26 Akteure des FC Gießen bis zum Saisonende an den Verein gebunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare