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FC Gießen

FC Gießen: Finanzierung bis Saisonende nicht gesichert

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In den kommenden Wochen entscheidet sich die Zukunft von Fußball-Regionalligist FC Gießen. Investoren müssen einspringen.

Sportlich hat der FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest alle Hände voll zu tun, den Klassenverbleib zu erreichen. Fünf Zähler Rückstand weist der FC vor der Winterpause derzeit auf einen sicheren Nicht-Abstiegsplatz auf. Das Trainerteam um Daniyel Cimen verweist immer wieder auf die Hoffnung, eine gemeinsame Winter-Vorbereitung durchziehen zu können und dann als Kollektiv "die nötigen Punkte einzufahren".

Die Basis dafür, dass das überhaupt möglich ist, muss allerdings zunächst in den kommenden Wochen abseits des Rasens gelegt werden. Zwar wurde das Oktober-Gehalt mittlerweile gezahlt, die Zahlung des November-Gehalts an die Mannschaft aber steht noch aus. Dass der FC Gießen die Saison in der Regionalliga Südwest zu Ende spielt, ist Stand 9. Dezember 2019 alles andere als gesichert. Die Finanzierung des Spielbetriebs bis zum Saisonende ist aktuell nicht garantiert.

Gründung der Kapitalgesellschaft ist Grundvoraussetzung

Nur wenn die Ausgliederung in die noch zu gründende Kapitalgesellschaft Anfang 2020 gelingt und sich zahlungskräftige Kapitalanleger finden, ist der Spielbetrieb des FC Gießen bis zum Saisonende gesichert. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Kapitalgesellschaft", sagt der kommissarische Geschäftsführer Markus Haupt. "Dass die GmbH nun erst im neuen Jahr gegründet werden soll, hat rein steuerrechtliche Gründe. Wir hätten noch einen Jahresabschluss vorlegen müssen, um das Ganze im Jahr 2019 durchzuziehen. Ziel ist es, die neue Kapitalgesellschaft Anfang des Jahres 2020 auf den Weg zu bringen." Voraussetzung für die Ausgliederung des Spielrechts in die Kapitalgesellschaft ist die Zustimmung der Mitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Markus Haupt: "Es gibt mehrere Investoren, die zugesagt haben"

Markus Haupt sagt: "Es gibt mehrere Investoren, die zugesagt haben. Zudem führen wir weiterhin Gespräche." Bei den potenziellen neuen Geldgebern handelt es sich um Großinvestoren, die hohe fünfstellige oder niedrige sechsstellige Summen investieren wollen – und dann als Gesellschafter des FC Gießen agieren würden. Diese Gesellschafter hätten dann entscheidendes Mitspracherecht – und versprechen sich langfristig durch die Vermarktung der ersten Mannschaft Erlöse.

Der FC Gießen weist vor der Winterpause einen Zuschauerschnitt von 1824 Besuchern pro Partie im Waldstadion auf. Durch den Rücktritt von Geschäftsführer Jörg Fischer wurde zudem Raum für eine neue Führung geschaffen – dieser könnte auch von neuen Gesellschaftern gefüllt werden. Die kommenden Wochen werden also wegweisende für die Zukunft des FC Gießen sein.

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