Die Führungscrew des FC Gießen wird auch in den kommenden Wochen keinen Live-Fußball vor Ort zu sehen bekommen: Die Regionalliga Südwest wurde vorzeitig beendet. FOTO: FRIEDRICH
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Die Führungscrew des FC Gießen wird auch in den kommenden Wochen keinen Live-Fußball vor Ort zu sehen bekommen: Die Regionalliga Südwest wurde vorzeitig beendet. FOTO: FRIEDRICH

FC Gießen

FC Gießen bleibt Regionalligist

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Nach wochenlangem Hikhak hat sich die Regionalliga Südwest GbR am Dienstagabend dazu entschieden, die Fußball- Saison zu beenden und kein Team absteigen zu lassen - erfreulich für den FC.

Der FC Gießen hält die Fußball-Regionalliga Südwest und bleibt - unter Vorbehalt der Lizenzgewährung - auch in der Saison 2020/21 viertklassig. Das ist die wichtigste Erkenntnis der gestrigen Abendbotschaft der Regionalliga Südwest GbR: Die Spielkommission und die Gesellschafterversammlung haben sich am Dienstagabend in einer Videokonferenz auf die Beendigung der Saison zum 30. Juni 2020 verständigt.

Dabei wurde entschieden, dass der direkte Aufsteiger in die 3. Liga anhand einer Quotienten-Regel zu den bislang ausgetragen Spielen ermittelt wird - und dass es keine Absteiger geben wird.

Saarbrücken steigt in die 3. Liga auf

Das freut nicht nur den 1. FC Saarbrücken (Punktequotient von 2,39 gegenüber dem TSV Steinbach Haiger auf Platz zwei mit 2,18), der damit in die 3. Liga aufsteigt, sondern auch den FC Gießen, der auf einem Relegationsrang Richtung Liga fünf stand, den FK Pirmasens, die TSG Balingen und RW Koblenz. Selbst das abgeschlagene Schlusslicht Koblenz, in der bisherigen Saison erst mit fünf Zählern, hält also die Regionalliga Südwest.

Cimen: "Ich freue mich darauf, die Kaderplanung nun weiter voranzutreiben"

"Es ist eine gute Entscheidung, im Sinne der allermeisten Vereine", sagte FC-Trainer Daniyel Cimen am späten Dienstagabend. "Geisterspiele und Hygienekonzept sind für die Viertligisten nicht umsetzbar. Jetzt wissen wir alle, wie es weitergeht. Ich freue mich darauf, die Kaderplanung nun weiter voranzutreiben. Gefühlt bekomme ich von Beratern genauso viele Angebote wie vor der letzten Saison."

Der kommissarische Geschäftsführer Markus Haupt, sagte: "Es ist die erwartete Entscheidung und keine Überraschung für mich."

Saisonstart nicht vor Anfang September

Die Entscheidung bedeutet für den FC Gießen auch, dass er die Mannschaft in den kommenden Wochen nicht mehr zum Training bitten muss und sie somit in der Kurzarbeit verharren lassen kann. Die Unterlagen zur Beantragung der Lizenz für die kommende Saison wurden fristgemäß eingereicht. Mit einem Start der neuen Saison ist nicht vor September zu rechnen, Cimen sagt: "Ich hoffe, dass wir spätestens im August mit der Vorbereitung beginnen können."

Hessen Kassel soll in die Regionalliga Südwest aufsteigen

Freuen darf sich auch der KSV Hessen Kassel, der dank einer Quotientenregel unter den drei Zweitplatzierten der entsprechenden Oberligen den vierten Aufsteigerplatz in die Regionalliga Südwest einnimmt. Die Regionalliga dürfte damit in der kommenden Saison auf 22 Teams kommen. Aufsteigen sollen auch Eintracht Stadtallendorf (Hessenliga), TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) und VfB Stuttgart II (Oberliga Baden-Württemberg).

Zur Saisonabsage erklärte die Regionalliga Südwest GbR in ihrem Abendschreiben vom Dienstag: "Nach den letzten Maßnahmen zur Lockerung der Corona-Verordnungen ist zwar teilweise Fußballtraining unter Beachtung strenger Hygiene-Vorgaben auch für Amateurmannschaften wieder möglich. Indes ist aber weiterhin nicht konkret abschätzbar, wann Mannschaftsport auch für alle Mannschaften der Regionalliga Südwest wieder flächendeckend in allen fünf relevanten Bundesländern in denen Mannschaften beheimatet sind, erlaubt wird. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Regionalliga ist damit derzeit rechtlich nicht möglich."

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