+

FC Gießen

FC Gießen ist auswärts doppelt so gefährlich

  • schließen

Der FC Gießen zeigt in Alzenau sein nächstes gutes Auswärtsspiel und ist nach dem 2:2 in der Fremde seit fünf Partien ungeschlagen. Nun muss in der Fußball-Regionalliga auch zuhause mal klappen.

Der FC Gießen befindet sich nach einem schweren Start mittlerweile auf einem guten Weg in der Fußball-Regionalliga Südwest. Nach dem 2:2 (1:1) beim Mitaufsteiger FC Bayern Alzenau ist Gießen seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagen und hält Anschluss an das Mittelfeld - drei Teams lässt der FC zumindest vorerst relativ klar hinter sich.

Die Frage ist nun, wie die Spieler diese Situation wahr- und aufnehmen: Lehnen sie sich zurück oder sehen sie den Aufwind als Bestätigung für die Arbeit der letzten Wochen und als Ansporn, mit gewonnener Sicherheit nun nachzulegen und sich weiter vor zu arbeiten?

FC Gießen: Drei Heimspiele in Folge stehen an

Die Antwort auf diese Frage dürfte entscheidend dafür sein, wie sich die nächsten Wochen gestalten - und ob der FC Gießen sich endgültig festbeißt oder ob die aktuelle Punkteausbeute nur ein kurzes Zwischenhoch war. Denn wenn die Regionalliga-Partien bislang schon zumeist umkämpft waren, werden sie in den nächsten Wochen vermutlich noch enger. Der FC Gießen hat bereits gegen die Top fünf der Liga gespielt, genauso wie gegen die letzten drei Mannschaften. In den kommenden Wochen geht’s gegen das Mittelfeld der Liga (u.a. Hoffenheim II, Ulm, Aalen, Bahlingen).

Zwei Tore der Extraklasse von Alzenaus Serkan Firat verhinderten am Samstagnachmittag in Bayern einen Gießener Auswärtssieg. Ansonsten bot der FC eine starke Leistung und hatte sich den Punkt mehr als verdient. "Beide Teams kämpfen gegen den Abstieg. Und wenn beide immer so spielen wie heute, dann werden sie den Klassenerhalt schaffen", sagte Alzenaus Trainer Angelo Barletta.

FC Gießen: Nun Hoffenheim, Eintracht, Ulm im Waldstadion

Auswärts gelingt es dem FC verlässlich zu überzeugen. Nun folgen drei Heimspiele in Folge (Hoffenheim II, Eintracht Frankfurt, Ulm): Zeit, um auch im Waldstadion zu treffen und zu punkten.

Mit der Unterstützung von rund 100 FC-Fans legte Gießen am Samstag gut los und hätte bereits nach wenigen Minuten in Führung gehen können, als Noah Michel nach langem Pass von Timo Cecen völlig frei durch war. Der gebürtige Licher aber wartete zu lange, bis Alzenaus Verteidiger Alieu Sawaneh dazwischengrätschen konnte. Auf der Gegenseite hatte der FC Glück, dass Semih Sentürks Kopfball knapp am Tor vorbeistrich.

Danach kontrollierte Gießen das Geschehen immer mehr, ließ den Ball ansehnlich laufen und hätte in Führung gehen müssen. "Ich fand Gießen in Hälfte eins bombenstark", räumte Barletta ein. In Führung aber ging Alzenau durch einen trockenen Distanzschuss von Serkan Firat (28.) - ein kurzer Schockmoment. Der FC aber blieb dran und kam in der 41. Minute zum verdienten Ausgleich durch Außenverteidiger Vaclav Koutny, der aus rund 14 Metern ruhig blieb und den Ball in die rechte untere Ecke schob. Noch vor der Pause hätte der FC auf 2:1 stellen können.

FC Gießen: Schlussoffensive von FC Bayern Alzenau

So war nicht nur der auf der neuen Sitzplatztribüne anwesende FC-Geschäftsführer Jörg Fischer mit Hälfte eins zufrieden - und es kam in den zweiten 45 Minuten zunächst sogar noch besser. In der 56. Minute nutzte Michel die Unordnung nach einem Freistoß und setzte den Ball aus rund sieben Metern zum 2:1 für Gießen in die Maschen. Michels erster Saisontreffer veranlasste die gesamte Mannschaft, zum Stürmer zu stürmen und ihn zu beglückwünschen.

"Danach hatten wir irgendwie das Gefühl, etwas verlieren zu können", meinte Nico Rinderknecht. Sein Trainer Daniyel Cimen analysierte: "Wir haben die Umschaltmomente nicht genutzt und den Ball nicht mehr halten können." Rinderknecht kritisierte: "Wir haben viele falsche Entscheidungen in Kontersituationen getroffen." So lange währte die Führung jedenfalls nicht, fünf Minuten nach Michels 2:1 setzte Alzenaus Firat zum zweiten Fernschuss an Ein hoher und schnell fallender Ball aus rund 20 Metern von der rechten Strafraumecke senkte sich über FC-Torhüter Frederic Löhe ins Toreck zum 2:2 - Traumtor.

Nur noch kurz gelang es Gießen danach, Ballstaffetten aufzuziehen, ehe die Hausherren zur Schlussoffensive ansetzten - einmal musste Löhe stark parieren (71.), wirklich gefährlich wurde es sonst nicht mehr. So blieb es beim "leistungsgerechten Remis" (Cimen).

FC Bayern Alzenau: Endres - Alessandro, Kaiser, Sawaneh (62. Kalata), Schick, Wilke, Hodja, Calabrese, Kikutani (62. Rau), Firat, Sentürk (74. Mehnatgir).

FC Gießen: Löhe - Antonaci, Heil (35. Rinderknecht), Nennhuber, Koutny - Spang, Koch (68. Kara), Hofmann, Cecen - Hirst, Michel.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (28.) Firat, 1:1 (41.) Koutny, 1:2 (56.) Michel, 2:2 (61.) Firat. - Z.: 720. - SR: Reitermayer (Palmbach).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare