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Timo Cecen (l.) zählte am Samstag zwar zu den besten Gießenern, insgesamt tat sich das Mittelfeld mit Christopher Spang (r.) aber schwer, den Ball gegen Homburg kontrolliert nach vorne zu tragen.

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FC Gießen: "Wochen der Wahrheit kommen" - Hoffen auf Neuzugang

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Franz Gerber verfolgte das erste Regionalliga-Heimspiel im Waldstadion von der Stehplatztribüne aus. Die Leistung der Fußballer des FC Gießen war ordentlich, doch es muss was passieren.

(sno). Der 65-jährige Sportliche Leiter des FC Gießen äußert sich hier zum mäßigen Start, seiner Sicht der Dinge vor dem wichtigen Auswärtsspiel am Samstag in Pirmasens (14 Uhr) und den Bemühungen, weitere neue Spieler nach Gießen zu locken.

Herr Gerber, wie war Ihr Eindruck vom 0:2 beim ersten Heimspiel gegen den FC Homburg?

Franz Gerber:Es war auf alle Fälle besser als in Elversberg, auch wenn das nicht schwer war. Wir haben dagegengehalten und hätten mit ein wenig Glück einen Punkt holen können. Das war eine ordentliche Leistung. Was ich schade fand, war, dass mit der Herausnahme von Noah Michel unser Offensivspiel eigentlich komplett lahmgelegt wurde. Unser neuer Stürmer Dimitrios Ferfelis konnte die Bälle noch nicht so behaupten. Eine Schlussoffensive hat nicht stattgefunden.

Trainer und Mannschaft waren mit der Leistung absolut zufrieden. Sie auch?

Gerber:Grundsätzlich ja. Wir können und wir werden uns weiter steigern. Aber man muss aufpassen, dass man sich mit Niederlagen nicht zufriedengibt. Zudem sind wir nicht richtig nach vorne gekommen. Wir kamen im gesamten Spiel betrachtet nur zu zwei gefährlichen Aktionen - das ist für ein Heimspiel nicht gerade viel. Wir haben uns schwergetan, den Ball durch das Mittelfeld nach vorne zu tragen und haben zu wenig kreiert.

FC Gießen: "Ich hoffe, dass wir noch einen Feldspieler bekommen"

Was entgegnen Sie jenen, die sagen, dass Automatismen vor allem in der Offensive aufgrund der auseinandergezerrten Vorbereitung ohne kompletten Kader noch nicht greifen können?

Gerber:Wir hatten in der Startaufstellung vom Samstag doch nur zwei Spieler, die spät dazugestoßen sind. Das sind Jure Colak in der Innenverteidigung und Nico Rinderknecht im Zentrum. Ich glaube, dass sie nicht die Schlechtesten waren. Sicherlich ist es ein Vorteil, wenn man den Kader von Beginn an zusammenhat. Aber wir sind nun froh, dass wir die Spieler bekommen haben.

Welche Bedeutung messen Sie dem nächsten Auswärtsspiel in Pirmasens, einem Kontrahenten im Abstiegskampf, bei?

Gerber:Man muss sagen, dass jetzt in gewisser Art und Weise Wochen der Wahrheit kommen mit den Spielen in Pirmasens, gegen Steinbach und in Koblenz. Es wird entscheidend sein, wie wir uns dort präsentieren. Pirmasens und Koblenz sind Teams, mit denen wir uns messen können und wollen. Ich hoffe, dass wir nach diesen Spielen alle etwas optimistischer sein können.

FC Gießen: "Halten aktuell sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld die Augen offen"

Stimmt es, dass Sie noch weitere Neuverpflichtungen anregen?

Gerber:Ich hoffe, dass wir noch einen Feldspieler bekommen. In meinen Augen ist das dringend notwendig. Wir müssen uns weiterverstärken, um die Wahrscheinlichkeit des Klassenerhalts so hoch wie möglich zu halten. Ich bin zudem kein Freund davon, bis in den Oktober oder November hinein zu schauen und zu hoffen, dass das schon wird. Wir müssen in den nächsten Wochen anfangen zu punkten.

Auf welcher Position sehen Sie noch Bedarf?

Gerber:Am besten wäre es, wenn wir einen Spieler bekommen können, der den Ball aus der Defensive heraus nach vorne tragen kann. Wir halten aktuell sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld die Augen offen. Klar ist aber, dass das nur mit der Unterstützung der heimischen Wirtschaft funktionieren wird. (Foto: pm)

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