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Kein gutes Pflaster für den FC Gießen: Am Dienstagabend setzt es vor 1043 Zuschauern in Aalen eine 0:1-Niederlage.

FC Gießen

FC Gießen verliert nach gefühlten 101 Fehlpässen verdient beim VfR Aalen

Der Trendwende gegen Balingen folgt die nächste Enttäuschung: Verdient verliert der FC Gießen am Dienstagabend beim VfR Aalen und bleibt sportlicher Stabilität in der Fußball-Regionalliga fern.

Wer Entwicklung sucht, ist beim FC Gießen weiterhin an der falschen Adresse. Der heimische Fußball-Regionalligist bleibt der sportlichen Stabilität fern und verliert verdient am Dienstagabend mit 0:1 (0:0) beim VfR Aalen.

Die bis dato beste Halbzeit der Saison und die Trendwende gegen die TSG Balingen also verpuffen wirkungslos. Eine über weite Strecken lustlose Vorstellung vieler Akteure und gefühlte 101 Fehlpässe des FC luden den bisherigen Tabellenletzten aus Aalen ein.

In der 79. Minute bedankte sich am Dienstagabend Benjamin Kindsvater mit dem entscheidenden 1:0-Treffer vor 1043 Zuschauern in der Ostalb-Arena.

FC Gießen: Torhüter Grbovic hält bereits vorher mehrmals stark

Zuvor hatte Gießens Ersatzkeeper Vladan Grbovic schon mehrmals klasse gehalten und das 0:0 gewahrt. Der FC rutscht damit in der Tabelle wieder ab auf Platz 17 und dürfte durch sein nun folgendes spielfreies Wochenende vor dem 25. September (14 Uhr, Waldstadion) gegen den TSV Steinbach Haiger punktetechnisch dann schon unter einem gewissen Zugzwang stehen.

»Wir haben nach vorne zu wenig investiert und haben in der zweiten Halbzeit nicht viel auf die Kette gebracht«, musste Gießens Trainer Daniyel Cimen einräumen. »Wir kommen aufgrund personeller Probleme nicht dazu, uns einzuspielen.« 

FC Gießen: Ko Sawada spielberechtigt und mit der Riesenchance nach drei Minuten

Die frohe Nachricht am Nachmittag konnte so letztlich auch keinen beim FC Gießen wirklich beglücken: Ko Sawada hat die Spielberechtigung erhalten. Der 29-jährige Japaner, der in 80 Regionalliga-Einsätzen auf 26 Torbeteiligungen kommt, durfte in Aalen dann auch sogleich von Beginn an auflaufen. Die Spieldynamik legte dem quirligen Offensivakteur die Möglichkeit zum perfekten Einstand vor die Füße: Donny Bogicevic schickte Sawada in der dritten Spielminute, der Japaner war meterweit alleine vor dem Aalener Tor, setzte den Ball dann aber mit mäßigem Tempo flach in Richtung VfR-Keeper. Es war die größte und zugleich einzige echte Torchance des FC Gießen in 90 Minuten.

Der VfR Aalen, bis dato mit 2,2 Gegentreffern pro Spiel, hielt den FC ansonsten quasi über 90 Minuten fern vom eigenen Tor und spielte erstmals in dieser Saison zu Null. Mit zunehmender Spieldauer ließ das Team von Trainer Cimen nach, hatte vor allem in der ersten Hälfte mehrmals Glück, nicht in Rückstand zu geraten.

Nach elf Minuten wurde ein Abseitstor vom Ex-Gießener und jetzigen Aalener Jonas Arcalean abgepfiffen, nach 18 Minuten parierte Vladan Grbovic für den FC stark, auch der Nachschuss von Steffen Kienle wurde von der Gießener Abwehr geblockt.

»Auf Biegen und Brechen einen schmutzigen Sieg«, hatte sich VfR-Trainer Uwe Wolf angesichts der bisher mäßigen Bilanz und dem letzten Tabellenplatz gewünscht. Nach 50 Minuten waren die Hausherren dem Führungstreffer erneut nahe, Grbovic hielt gegen Leon Volz stark.

FC Gießen: Wenig Bewegung in der Offensive, haarsträubende Fehlpässe

Wenig Bewegung in der Offensive und haarsträubende Fehlpässe der Gießener prägten die Partie, Aalen zog sich zunehmend zurück und beschränkte sich auf Konter - in der 79. Minute vollendete Kindsvater einen solchen mit dem 1:0.

Gießens gefährlichster Angreifer Giuseppe Burgio kam aufgrund von Schmerzen im Oberschenkel erst in der 83. Minute, konnte an der verdienten Niederlage auch nichts mehr ändern - der FC kam nicht mehr vor das Aalener Tor.

Damit bleibt es dabei: Der FC Gießen gewinnt gegen den VfR Aalen nicht - zwei Remis und zwei Niederlagen stehen nun nach vier Regionalliga-Duellen zu Buche.

VfR Aalen: Paterok – Heckmann (46. Cesen), Elfadli, Volz, Odabas, Abruscia, Korb, Windmüller, Kienle, Arcalean (63. Müller), Kindsvater. 

FC Gießen: Grbovic – Gaudermann, Reithmeir, Fink, Mohr – Marusenko (83. Sarr) – Bogicevic (60. dos Santos), Trkulja – Owusu (83. Burgio), Sawada (87. Fisher) – Daghfous.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (79.) Kindsvater. - Zuschauer: 1043. - Schiedsrichter: Marc Heiker (Sulzfeld).

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