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FC Gießen: Franz Gerber neuer Sportlicher Leiter

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Fußball-Regionalligist FC Gießen hat einen neuen Sportlichen Leiter präsentiert. Er soll künftig die Geschicke leiten.

Franz Gerber wird neuer Sportlicher Leiter von Fußball-Regionalligist FC Gießen. Das bestätigte der Verein am Dienstagmittag in der Geschäftsstelle in Linden. Gerber folgt damit in gewisser Art und Weise auf Michael Fink, der zuletzt als Berater des Vereins die Kaderplanung mit Trainer Daniyel Cimen übernahm.

Gerber (65) sagte bei der Vorstellung: "Ich glaube, dass Gießen eine Fußballstadt ist. Die Bevölkerung nimmt das an. Mit dem Aufstieg hat man großes Interesse geweckt. Das gilt es hochzuhalten und sich in der Regionalliga zu behaupten." Nun müsse eine starke Mannschaft aufgestellt werden: "Wir brauchen die eine oder andere wirkliche Verstärkung an Spielern, um in der Liga zu bleiben. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir diese bekommen."

FC Gießen: Klassenerhalt als erstes Ziel, dann Blick nach oben

Jörg Fischer erklärte derweil über den neue Sportlichen Leiter des FC Gießen: "Franz Gerber hat Vereine in der Vergangenheit so aufgestellt wie wir uns das jetzt auch vorstellen." Über das Ziel für die anstehende Spielzeit in der Regionalliga heißt es in der offiziellen Mitteilung des Vereins: "Es geht im ersten Jahr zunächst einmal um den Klassenerhalt, doch soll dann danach der Blick in kleinen Schritten nach oben gerichtet werden." Auch Gerber erklärte: "Süd-West ist die schwerste Liga." Auch der Jugendarbeit misst der neue Sportliche Leiter des FC Gießen einen hohen Stellenwert zu: "Das sind die Spieler von morgen", sagte der Münchener bei seiner Vorstellung am Dienstag. 

Dirk Schäfer, Jörg Fischer, Franz Gerber und Dominik Fischer (v.l.) bei der Vorstellung am Dienstag.

Die letzte Station im Profifußball des 65-Jährigen war bei Jahn Regensburg. Dort führte er den Verein als Sportdirektor in die zweite Liga, wurde im Mai 2013 beim Abstieg in die 3. Liga entlassen. Als Spieler lief er unter anderem für den FC Bayern München, den FC St. Pauli und Hannover 96 auf. Anschließend folgten mehrere Stationen als Sportlicher Leiter und als Trainer, unter anderem beim SSV Jahn Regensburg, dem FC St. Pauli und der Nationalmannschaft von Madagaskar. Der Kontakt zum FC Gießen entstand über Harald Gärtner, beide hatten eine gemeinsame Zeit bei Hannover 96 und beim FC St. Pauli. 

Fink hätte auch Sportlicher Leiter werden können

Der 37-jährige Ex-Profi Fink, in dieser Saison Leistungsträger Nummer eins des FC Gießen, verlässt den Verein Richtung Hanau – weil er erkannte, dass seine Dienste nur als Spieler, nicht aber als eine Art Sportlicher Leiter gefragt waren. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass man mich zu 100 Prozent halten wollte", sagte Fink dieser Zeitung. Geschäftsführer Jörg Fischer betonte: "Wir sind sehr froh, dass er uns in der Hessenliga enorm geholfen hat und wir hätten mit ihm als Spieler sehr gerne weitergemacht. Aber es ging nur darum. Wir wollen uns im Hintergrund anders aufstellen." Die Verantwortlichen beschlossen, Fink quasi auszutauschen und einen neuen Sportlichen Leiter zu installieren.

Fink selbst hatte erklärt, dass sich seit einem Monat "nichts im Verein getan hat. Der Verein hat es nicht als dringend angesehen, schnell Spieler zu verpflichten, mit denen Daniyel Cimen und ich schon gesprochen hatten. Der Verein wollte abwarten und keine Verträge herausgeben." Diese Verträge soll künftig nun Franz Gerber verhandeln. Auf ihn wartet viel Arbeit. In den nächsten Wochen werden sportliche Hochkaräter als Neuzugänge für den Aufsteiger erwartet. 

Für den FC zieht der 65-Jährige Gerber von München nach Mittelhessen. "Meinen Lebensmittelpunkt werde ich hierher verlegen. Man muss vor Ort sein, Kontakte zum Trainer und zur Mannschaft haben. Man muss die Strömungen erkennen, beim Training dabei sein. Sonst kann man sich ja gar kein umfassendes Bild machen. Anders wird es gar nicht möglich sein, in dieser Liga Erfolg zu haben." Die Regionalliga Südwest stufte Gerber als "die schwerste vierte Liga" ein.

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