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Die Gießener Staatsanwaltschaft bestätigt den Eingang einer Strafanzeige vom Notvorstand des FC Gießen, Turgay Schmidt.

FC Gießen

FC Gießen: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft Gießen bestätigt, dass der Notvorstand des FC Gießen Strafanzeige gestellt hat. Rechtsanwalt Schmidt erklärt, dass sich der Sachverhalt auf die FCG Offensive GmbH bezieht.

  • Gießener Staatsanwaltschaft bestätigt: Strafanzeige von Notvorstand des FC Gießen eingegangen
  • Turgay Schmidt: „Das Ganze beschränkt sich im Kern auf die Gesellschafter der FCG Offensive GmbH. Nach meinem Kenntnisstand läuft ein Ermittlungsverfahren.“
  • GmbH steht nicht mehr in Verbindung zum FC Gießen

Die Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit von Fußball-Regionalligist FC Gießen hat eine neue Ebene erreicht: Die Staatsanwaltschaft Gießen bestätigte dieser Zeitung am Mittwoch, dass eine Strafanzeige vom Notvorstand des FC Gießen, Turgay Schmidt, gestellt wurde.

Thomas Hauburger, Staatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, bestätigte in einem Schreiben den »Eingang einer Strafanzeige des Notvorstandes des FC Gießen.«

Dieser Sachverhalt bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Vorwürfe, die in der Pressekonferenz am 4. März 2021 erhoben wurden.

Notvorstand Turgay Schmidt

Rechtsanwalt Turgay Schmidt erklärte auf Nachfrage: »Ich habe den zuständigen Behörden den Sachverhalt in Form einer Strafanzeige mitgeteilt. Dieser Sachverhalt bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Vorwürfe, die in der Pressekonferenz am 4. März 2021 erhoben wurden. Das Ganze beschränkt sich im Kern auf die Gesellschafter der FCG Offensive GmbH. Nach meinem Kenntnisstand läuft ein Ermittlungsverfahren.«

Der vom Amtsgericht Gießen im Oktober 2020 eingesetzte Notvorstand des FC Gießen hatte bei seinem Amtsantritt Transparenz versprochen und in einer Pressekonferenz am 4. März 2021 nach langer Aufarbeitung schwere Vorwürfe gegen die im Jahr 2020 geschäftlich in der Verantwortung stehende FCG Offensive GmbH erhoben.

FC Gießen: Schon im März hieß es: „Die Bewertung müssen andere Institutionen vornehmen.“

In jener denkwürdigen Pressekonferenz sprach der Rechtsanwalt unter anderem von »Gläubigerbenachteiligung und bewusster Täuschung. Krankenkassen-Forderungen in fünfstelliger Höhe wurden ignoriert, Steuerforderungen des Finanzamts wurden nicht bedient. Allein die Berufsgenossenschaft hat eine Forderung in sechsstelliger Höhe gegenüber dem Verein geltend gemacht«, erklärte der Notvorstand Anfang März.

Der Sachverhalt der Strafanzeige richtet sich nach Aussage von Turgay Schmidt „im Kern gegen die Gesellschafter der FCG Offensive GmbH“.

Schon damals hatte Turgay Schmidt auf die Frage, welche rechtlichen Konsequenzen das Agieren der Gesellschafter habe, geantwortet: »Die Bewertung müssen andere Institutionen vornehmen.«

FC Gießen: Regionalliga-Team empfängt am Samstag Kickers Offenbach

Die FCG Offensive GmbH steht mittlerweile in keiner Verbindung mehr zum FC Gießen.

Das Team des heimischen Fußball-Viertligisten kämpft derweil sportlich um die Existenz in der Regionalliga Südwest. An diesem Samstag (14 Uhr, Waldstadion, kostenlos live auf dem YouTube-Kanal) empfangen die auf Tabellenplatz 16 stehenden Rot-Weißen den hessischen Rivalen Kickers Offenbach.

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