_210713OVFCGBVB5210_1009_4c
+
Als Spielertrainer stand Michael Fink am Samstag im Waldstadion auf dem Platz.

FC Gießen

FC Gießen gegen Walldorf: Zwei unterschiedliche Halbzeiten, ein Punkt

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
    schließen

Trotz personell schwieriger Lage stemmt sich der FC Gießen gegen Walldorf gegen die drohende Niederlage und ist dem Sieg am Ende sogar nahe. Am Mittwoch geht es für den Fußball-Regionalligisten im Hessenpokal weiter.

Der FC Gießen hat nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten einen Punkt mehr auf der Habenseite. Nach dem leistungsgerechten 1:1 (0:1) gegen den FC Astoria Walldorf rutschen die Gießener kurzzeitig einen Platz hoch auf Rang 16 der Fußball-Regionalliga Südwest.

Die Partie war für den FC Gießen von komplizierten Vorzeichen geprägt: Aufgrund mehrerer Corona-Fälle in dieser Woche fand nur das Abschlusstraining am Freitag geschlossen statt - eine mögliche Erklärung für den schwachen Start in die Partie vor lediglich 200 Zuschauern.

Wir waren von der ersten Minute an nicht im Spiel. Gefühlt mussten wir die erste Halbzeit überstehen. Dann ziehe ich den Hut vor der Mannschaft.

Michael Fink

„Nach der ersten Halbzeit hätte ich ein 1:1 unterschrieben“, sagte Michael Fink, der angesichts des Fehlens vom coronaerkrankten Daniyel Cimen und dem gesundheitlich angeschlagenen Marco Vollhardt das Kommando übernahm. „Wir waren von der ersten Minute an nicht im Spiel, waren nicht wach, hatten katastrophale Ballverluste. Gefühlt mussten wir die erste Halbzeit irgendwie überstehen. Natürlich spielt da diese chaotische Woche eine Rolle.“

Nach vier Minuten gerieten die Rot-Weißen nach einer Ecke mit 0:1 in Rückstand - Walldors Roman Hauk traf, die Gäste hätten danach mehrfach auf 2:0 erhöhen können, der FC aber steigerte sich gegen Ende der ersten Hälfte. „Dann ziehe ich meinen Hut vor der Mannschaft, wie sie das, was wir angesprochen haben, umgesetzt haben“, sagte Fink. Dennis Owusu traf nach 58 Minuten flach-cool ins Eck zum 1:1 und hatte danach gemeinsam mit Nikola Trkulja die große Doppelchance zum Siegtreffer (86.). Fink: „Wenn du unten drin stehst und solche Möglichkeiten hast, musst du den lucky punch setzen.“

In der Liga bedeutet das Remis die dritte Partie ohne Niederlage für die Gießener. Für den personell gebeutelten FC geht es nun am Mittwoch im Hessenpokal beim 1. FC Erlensee (19.30 Uhr) weiter.

FC Gießen: Grbovic - Gauerdmann, Fink, Sarr, Reithmeir - Sawada, Trkulja - Owusu, Bogicevic (68. Münn), Takehara - Itoi (72 de Moura Beal).

Astoria Walldorf: Idjakovic - Goß, Hauk, Müller, Becker - Lässig, Schön (60. Hanek) - Waack (79. Antlitz), de Sousa Oelsner (60. Tshilumba)- Weik (87. Manduzio), Carl.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (4.) Hauk, 1:1 (58.) Owusu. - Zuschauer: 200. - Schiedsrichter: Geraci (Blieskastel).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare