+
Der Bann ist gebrochen. Im sechsten Heimspiel des FC Gießen in der Saison 2019/2020 gelingt Timo Cecen (8) das erste Tor für den Aufsteiger. Drei weitere folgen beim 4:2-Erfolg über die TSG Hoffenheim II.

Fußball

Der Bann ist gebrochen: FC Gießen mit 4:2-Erfolg im Waldstadion

  • schließen

In fünf Heimpartien gab es bislang kein Törchen für den FC Gießen. Am Samstag schießt die Cimen-Truppe gegen Hoffenheim II gleich vier - und holt ihren ersten Regionalliga-Sieg im Waldstadion.

Es war die bis dato unterhaltsamste Begegnung im Waldstadion in dieser Regionalliga-Saison. Am Ende stand ein 4:2-Erfolg des FC Gießen, der in seinen bisherigen Heimspielen zwar schon punktete, aber noch ohne Torerfolg geblieben war. Am Samstag beendete die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen diesen Negativtrend. Und Cimen war es, der mit Cem Kara nach einer guten Stunde den entscheidenden Spieler einwechselte.

Beim Stand von 2:2 war noch alles offen. Und wie nur wenige andere Spiele zeigte die Partie vor 1020 Zuschauern eindrucksvoll, wie nahe Sieg und Niederlage im Fußball oft beieinander liegen. Die Hoffenheimer waren über weite Strecken der zweiten Hälfte die dominierende Mannschaft und hatten bei zwei Aluminium-Treffern von Andreas Ludwig und Rui-Jorge Monteiro Mendes Pech.

Dann schlug aber die Stunde von Cem Kara, dem offensiv besten Gießener Spieler der Aufstiegssaison, der in der Anfangsphase dieser Spielzeit mit einigen Wehwehchen zu kämpfen hatte. Beim 3:2 (79.) bediente ihn Marco Koch, beim 4:2 (87.) legte Timo Cecen auf. Joker Kara stach, machte beide eiskalt rein - und gab sich hinterher bescheiden: "Es ist ein sensationelles Gefühl, dieses Spiel zu entscheiden. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte."

Die beiden Vorbereiter Koch und Cecen hatten vorher jeweils selbst getroffen. Cecen zeichnete bei seinem Elfmeter zum 1:0 für das erste Gießener Heimtor 2019/2020 verantwortlich (12.), und Koch nutzte einen Pfostenabpraller nach Hirst-Schuss zum 2:2 (60.).

Die Gegentreffer durch Jan Ferdinand (44.) und Ludwig (55.) waren am Samstagnachmittag aber nur zwei Beweise dafür, dass sich Gießen defensiv steigern muss, wenngleich man offensiv in der zweiten Hälfte so effektiv war wie noch nie.

FC Gießen: Löhe - Antonaci, Nennhuber, Spang, Koutny - Rinderknecht, Hofmann, Cecen (88. Sesay) - Michel, Koch (90. Bangert), Hirst (63. Kara).

TSG Hoffenheim II: Drljaca - Beyreuther, Fennell, Hüttl (73. Strompf), Szarka - Elmkies (82. Hanner Lopez), Lengle, Ludwig, Ekene - Linsbichler (63. Monteiro-Mendes), Ferdinand.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Knoll (Kleinottweiler). - Zuschauer: 1020. - Tore: 1:0 (12./FE) Cecen, 1:1 (44.) Ferdinand, 1:2 (55.) Ludwig, 2:2 (60.) Koch, 3:2 (79.) und 4:2 (87.) Kara.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare