Für Fynn Otto geht mit dem Vertrag bei Eintracht Frankfurt ein Kindheitstraum in Erfüllung. 
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Für Fynn Otto geht mit dem Vertrag bei Eintracht Frankfurt ein Kindheitstraum in Erfüllung. 

"Kindheitstraum"

Eintracht Frankfurt: Butzbacher unterschreibt Profi-Vertrag - In Gießen geboren

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Fynn Otto wird Fußball-Profi. Der 17-Jährige aus Butzbach-Ostheim hat bei Eintracht Frankfurt einen Dreijahresvertrag bis 2023 unterschrieben. Trainer Adi Hütter hatte den Schüler des Burggymnasiums in Friedberg bereits in zwei Testspielen eingesetzt.

  • Eintracht Frankfurt gibt Fynn Otto Profivertrag
  • 17-Jähriger in Gießen geboren, in der Wetterau aufgewachsen
  • Dreijahresvertrag bei der SGE

Die Einladung zum Training mit den Profis kam morgens per WhatsApp. Nach nur einer Einheit am Nachmittag stand Fynn Otto am nächsten Tag in der Start-Elf beim Testspiel beim Regionalligisten FC Gießen während der Länderspielpause im Herbst 2019. Der gebürtige Gießener spielte bei seinem Debüt volle 90 Minuten als Innenverteidiger; ebenso wie wenige Wochen später gegen den Zweitligisten SV Sandhausen; da auf sportlich deutlich höherem Niveau. Mit der Unterschrift unter einen Vertrag als Profi, der im Sommer in Kraft tritt, erfüllt sich Otto einen "Kindheitstraum", wie er sagt. 

Nach Jabez Makanda (Einjahrvertrag) hat die Eintracht mit Otto nun den zweiten U 19-Spieler in den Profi-Kader übernommen. Dass er einen langfristiges Angebot erhalten hat, unterstreicht die Wertschätzung von Sportchef Fredi Bobic, Trainer Adi Hütter und Chefscout Ben Manga sowie das Potenzial, das in ihm gesehen wird. In der kommenden Saison wird Otto – parallell zum letzten Schuljahr in Friedberg – noch in der A-Junioren-Bundesliga Spielpraxis sammeln können. Spätestens zum Sommer 2021 will er sich dann komplett auf den Fußball konzentrieren. Ob bei den Profis, einer von der Eintracht angestrebten neuformierten U23-Hessenliga-Mannschaft oder notfalls auch als Leihgabe bei einem anderen Klub – das wird die Zukunft zeigen. 

Eintracht-Profi: In Fokus der U-Nationalmannschaft gespielt

Seit 2014 (zweite D-Junioren-Saison) pendelt Otto zwischen Ostheim und Frankfurt, anfangs chauffiert von Eltern und Großeltern, inzwischen mit dem Shuttle-Service der Eintracht, der die Talente teils in Gießen abholt und auch dort wieder hinbringt. Bei der Eintracht spielte sich der groß gewachsene Teenager in den Fokus der U-Nationalmannschaft. Neun Länderspiele absolvierte er mit der U 16-Auswahl, erzielte einen Treffer, kam nach einem unglücklichen Auftritt im März 2018 gegen Italien zunächst aber nicht mehr zum Zug. Inzwischen hat sich Otto wieder in den Blickpunkt gespielt, musste eine U 18-Einladung von DFB-Trainer Christian Wörns allerdings verletzungsbedingt absagen. 

Spielaufbau, Pass- und Kopfballspiel sind seine Stärken. Als U 17-Spieler stand er in der Vorsaison bereits dreimal in der Start-Elf der U 19, hatte unter anderem im wichtigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt beim FC Ingolstadt das Vertrauen erhalten und beim 1:0-Erfolg mit einer starken Leistung überzeugen können. In der laufenden Saison – unter Trainer Marco Pezzaiouli (zugleich Technischer Direktor der Eintracht) hat Otto elf von 14 Spielen bestritten, jeweils über die volle Distanz. Einen Treffer hat er als Teamkollege des Ober-Mörlers Leandro Weingärtner für die U 19 – Rangsechster in der Bundesliga Süd/Südwest – erzielt.

Eintracht-Profi: Dritter Innenverteidiger aus der Wetterau

"So etwas träumt man vielleicht, aber das lässt sich nicht planen. Ich freue mich für Fynn. Es ist die Belohnung für all den Aufwand und die Entbehrungen", sagt Vater Mark Otto, den man hierzulande aus seiner aktiven Zeit vom TSV Ostheim und dem SV Nieder-Weisel kennt. Dort ist er heute noch in der Altherren-Mannschaft aktiv. 

Nach Julian Dudda (26 Jahre/Wöllstadt/ein Bundesliga-Spiel, und heute beim Hessenligisten Türk Gücü Friedberg aktiv) und Marc Oliver Kempf (24 Jahre/Dorn-Assenheim, 66 Bundes- und 43 Zweitliga-Spiele, jetzt beim VfB Stuttgart unter Vertrag) hat mit Otto nun seit dem Jahr 2010 der dritte Innenverteidiger aus der Wetterau einen Kontrakt bei der Eintracht unterschrieben.​

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