David Abraham (links) könnte Eintracht Frankfurt bereits im Winter verlassen.
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David Abraham (links) könnte Eintracht Frankfurt bereits im Winter verlassen.

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Eintracht Frankfurt: David Abraham vor Abflug - Jetzt ist eine Entscheidung gefallen

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Der Kapitän könnte Eintracht Frankfurt bereits im Winter verlassen. Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

  • David Abraham ist Identifikationsfigur und Leistungsträger bei Eintracht Frankfurt.
  • Der Argentinier will nach seiner Karriere zurück in die argentinische Heimat.
  • Abrahamwird die SGE bereits im Winter verlassen.

Update vom Donnerstag, 12.11.2020, 07.46 Uhr: Lange wurde darüber schon spekuliert, jetzt ist es amtlich: Kapitän David Abraham wird den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt Mitte Januar verlassen. „Das letzte Heimspiel der Hinrunde gegen Schalke wird mein letztes Pflichtspiel für die Eintracht sein“, sagte der 34 Jahre alte Verteidiger dem Sportmagazin „Kicker“. „Danach werde ich nach fast 15 Jahren in Europa nach Argentinien zurückkehren und freue mich auf meine Familie, insbesondere meinen Sohn.“ Abraham spielt seit 2015 für die Hessen, zuvor war er bei 1899 Hoffenheim unter Vertrag.

Eintracht Frankfurt: David Abraham vor Abflug - Wechsel bereits im Winter?

Erstmeldung vom Mittwoch, 28.10.2020, 10.38 Uhr: Frankfurt – Die Wehwehchen nehmen im Alter zu – das bekommen auch zahlreiche Fußballprofis zu spüren. David Abraham, 34-jähriger Kapitän von Eintracht Frankfurt, konnte beim Auswärtsspiel in München nicht mitwirken und musste von außen zuschauen, wie seine Mannschaft beim Deutschen Rekordmeister mit 0:5 unter die Räder kam. In der Defensive offenbarte die SGE einige Lücken, die mit David Abraham auf dem Platz so womöglich nicht entstanden wären.

Eintracht Frankfurt: Abraham steigt wieder ins Mannschaftstraining ein

Einen Einsatz beim FC Bayern München verhinderten Beschwerden in der Kniekehle. Diese sind auch der Grund dafür, dass er am Dienstag (27.10.2020) noch nicht mit der Mannschaft trainierte, sondern alleine um den Platz trabte, auf dem seine Kollegen sich auf das Spiel gegen Werder Bremen vorbereiteten. Am Mittwoch (28.10.2020) soll Abraham aber bereits wieder zurückkehren ins Mannschaftstraining von Eintracht Frankfurt. Ein Einsatz am kommenden Spieltag in der Bundesliga ist noch nicht sicher. Trainer Adi Hütter wird kurzfristig entscheiden, ob sein Kapitän im Kader stehen wird.

David Abraham ist trotz seiner 34 Jahre noch immer ein Leistungsträger bei Eintracht Frankfurt. Der Kapitän ist Führungsspieler auf und neben dem Platz und zudem eine Identifikationsfigur bei der SGE. Sportlich ist er in der Abwehr gesetzt und zeigt Woche für Woche überzeugende Leistungen. Der 21-jährige Brasilianer Tuta wäre ein möglicher Nachfolger für Abraham, ihm fehlt es aber noch an Erfahrung und Durchsetzungsvermögen. Eine weitere Alternative in der Innenverteidigung, Almamy Toure, hat sich mittlerweile seinen Platz auf der rechten Außenbahn gesichert und ist dort nicht mehr wegzudenken.

Ursprünglich war der Plan von David Abraham, Eintracht Frankfurt nach der vergangenen Saison zu verlassen und in seine Heimat Argentinien zurückzukehren. Doch der Ausbruch der Corona-Pandemie änderte seine Pläne vorübergehend. „Ich habe hier noch Vertrag und durch die schwierigen letzten Wochen aufgrund der Corona-Krise ist es, glaube ich, das Beste, wenn ich noch hier in Frankfurt bleibe. Zumindest für die nächsten sechs Monate“, sagte er in einem Interview mit „Sky“ im Sommer. „Dann werde ich meine Karriere definitiv beenden, nach Frankfurt spiele ich also nicht mehr professionell Fußball. Dieses Team hat mir alles gegeben, ich habe hier sehr viel erreicht“, so Abraham weiter.

Eintracht Frankfurt: Abgang von Abraham wäre großer Verlust

Ein Abgang von David Abraham wäre menschlich und sportlich ein großer Verlust für Eintracht Frankfurt. Sein Vertrag bei der SGE läuft noch bis 30. Juni 2021 – es ist also nicht ausgeschlossen, dass er die Saison doch noch zu Ende spielt und erst dann in seine Heimat Argentinien zurückkehrt. Wie der „Kicker“ berichtet, tendiert David Abraham aber weiter zu einem Karriereende im Winter. In der nächsten Zeit stehen Gespräche zwischen dem Profi, seinem Berater und der sportlichen Leitung von Eintracht Frankfurt an. Es gibt also noch Hoffnung, dass der Kapitän bis zum Sommer bleibt – auch wenn diese Hoffnung nicht sehr groß ist.

Unterdessen verrät der von Eintracht Frankfurt zum FC Schalke 04 abgewanderte Torhüter Frederik Rönnow jetzt, warum er die SGE verlassen hat – und womit er hadert. Außerdem hat Luka Jovic in seiner Heimat die Corona-Regeln missachtet. Die Staatsanwaltschaft will hart gegen den Ex-Frankfurter durchgreifen – ihm droht das Gefängnis. (smr)

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