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Da konnten sie noch jubeln: Sebastian Rode erzielt den Ausgleich für Eintracht Frankfurt. 

Klassenbuch der SGE 

Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen: Die Spieler in der Einzelkritik

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  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
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Die Eintracht hat gegen Werder Bremen ein starkes Spiel gemacht. So haben sich die SGE-Spielker geschlagen.

Gut dabei

Almamy Touré: Schon nach 40 Sekunden unterband der Franzose den ersten Bremer Tempogegenstoß mit energischem Einsatz. Auch danach hatte er seinen eigentlich gefährlichen Gegenspieler Rashica bestens im Griff. Schaltete sich auch als Verteidiger oft auf der rechten Seite mit in die Frankfurter Angriffe ein, eine von seinen elf Flanken führte zum 2:1. Weiter im Aufwind.

Sebastian Rode: In den Zweikämpfen manchmal zu ungeschickt, produzierte deshalb vor allem in der ersten Hälfte zu viele Fouls. Dafür war der Mittelfeldmann im eigenen Offensivspiel bemüht, oft am Ball zu sein, hatte denn auch die meisten Ballaktionen (92). In Hälfte zwei traf er sehenswert von der Strafraumkante zum verdienten 1:1-Ausgleich ins Netz (55.).

Ganz okay

Goncalo Paciencia: Der Stürmer rackerte und hatte seine Tormöglichkeiten, die beste Chance vereitelte der starker Bremer Keeper Pavlenka kurz nach Beginn der zweiten Hälfte, als er Paciencias Kopfball von der Linie fischte (46.). Der Portugiese wurde nur vier Minuten später im Strafraum elfmeterwürdig festgehalten. Blöd nur, dass er vorher sein Knie ins Abseits gestreckt hatte.

Makoto Hasebe: Machte bis in die Nachspielzeit hinein ein typisches Hasebe-Spiel, ein richtig gutes. Zweikampfstark und abgeklärt im Passspiel. Dann allerdings verschenkte der Libero den Sieg: Die Grätsche, die zum berechtigten Bremer Elfmeter führte, war unnötig, dazu noch schlecht getimed und ein entscheidender Fehler, der zwei Zähler kostete.

Frederik Rönnow: In seinem ersten Bundesligaspiel seit Oktober 2018 (7:1 gegen Düsseldorf) kassierte der Torhüter seine ersten beiden Gegentreffer überhaupt in deutschen Eliteklasse - es war halt erst sein dritter Einsatz. Im Übrigen konnte er beim 0:1 und 2:2 nichts machen, vielmehr hielt er vor der ersten Bremer Führung noch stark gegen Sargent mit dem linken Fuß (27.). Beim Elfmeter zum späten Ausgleich in die falsche Ecke geschickt, ansonsten fehlerfrei.

Djibril Sow: Er versuchte, einfach zu spielen, leichte Fehler zu vermeiden. Das gelang ihm auch. Der Mittelfeldspieler verzichtete allerdings auch auf jedwedes Risiko in seinem Spiel, das bremste ihn manchmal ein. Im zweiten Abschnitt präsenter als im ersten.

André Silva: Hatte Torabschlüsse, das schon, auch war er besser als zuletzt in Portugal. Allerdings fehlte dem Angreifer auch diesmal in manchen Phasen die richtige Bindung zum Spiel. Er wirkte zwischendurch zu oft teilnahmslos. Beim 2:1 schlug er eiskalt zu.

So lala

Danny da Costa: Hatte sich ja am Donnerstag in Guimaraes auf der Bank ausruhen dürfen, trotzdem sprudelt er dieser Tage nicht gerade vor Energie. Bekommt seine Flankenläufe im Vergleich zur starken Vorsaison nicht ganz so oft zu Ende gerannt. Er fällt jetzt nicht ab, aber halt auch zu selten auf.

Daichi Kamada: Sein erster Schuss wurde abgefälscht und ging drüber (8.), den zweiten lenkte Werder-Torhüter Pavlenka an die Unterkante der Latte (20.). Zum einen ist das natürlich Pech, zum anderen fehlt dem Japaner aber auch die allerletzte Konsequenz, die Abgezocktheit im Torabschluss. Probierte einiges, zu oft liefen diese Bemühungen aber ins Leere.

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Filip Kostic: In den Anfangsminuten richtig gut im Spiel, das war ihm zuletzt ja einige Male nicht gelungen. Allerdings verlor er hinten vor dem Pfostenschuss von Maximilian Eggestein unnötig den Ball (7.) und baute dann stetig ab. Der Linksaußen lief sich zu oft fest, der Dampf fehlt ihm zurzeit. Mäßig in Form.

SGE-Fans enttäuscht über späten Ausgleich: "Schmerzhafter als eine Niederlage"

Martin Hinteregger: Rauschte kurz vor der Pause einmal nahe der Mittellinie heftig in den Zweikampf. Die einen bezeichnen das als Hinti-like und jubeln, die anderen finden das eher unklug und schütteln die Köpfe. Sah dafür jedenfalls zurecht die Gelbe Karte (40.). Ansonsten ein ums andere Mal ungenau mit dem Ball am Fuß, im direkten Zweikampf meist gut, vor dem 0:1 ließ er in der Entstehung aber Sargent laufen. Unglücklicherweise aus Eintracht-Sicht sprang der Ball auch noch von seinem Bein dem Torschützen Klaassen vor die Füße.

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