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Will es wissen: Trainer Ivo Vieira von Vitoria Guimaraes.

Eintracht-Gegner

Eintracht Frankfurts Gegner Vitoria Guimaraes will im Waldstadion Unheil stiften

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Die Portugiesen von Vitoria Guimaraes sind schon raus aus der Europa League, verspüren keinen Druck und wollen genau das in Frankfurt nutzen.

Es soll im Fanumfeld von Eintracht Frankfurt ja den einen oder anderen Bedenkenträger geben, der dem fußballspielenden Vorzeigeklub des Hessenlandes zurzeit nicht richtig über den Weg traut. Vier Bundesligapartien nacheinander ohne Sieg und so manch dürftige Leistung in den vergangenen Wochen nähren diese pessimistische Haltung zum Verein vom Main gewiss auch prächtig. Also, so die Befürchtungen der Unheilspropheten, könnte es am heutigen Donnerstag (18.55 Uhrim Liveticker) im Frankfurter Stadtwald doch tatsächlich schiefgehen für die Eintracht – zum einen beim abendlichen Duell gegen Vitoria Guimaraes und zum anderen, viel schlimmer, auch mit der gesamten Europa League. Eine Niederlage im Heimspiel gegen den portugiesischen Widersacher, ein zeitgleicher Sieg von Lüttich daheim gegen den FC Arsenal und schon wäre es zum Beispiel passiert: Schluss, aus, vorbei.

Eintracht Frankfurt ist Favorit

Bloß: Die wahrscheinlichste Variante ist das nicht. Zwar kicken die Frankfurter Fußballer derzeit mit einiger Last auf ihren Schultern, sie müssen sich Tore eher erkämpfen oder ereckballen, statt sich diese zu erspielen. Doch vor allem die Fakten rund um den heutigen Kontrahenten lassen für den Abend aus Frankfurter Sicht dann doch berechtigte Hoffnung aufkeimen, den Einzug in die erste K.o.-Runde packen zu können: Vitoria Guimaraes ist mit bisher erst zwei gesammelten Punkten aus fünf Europapokalspielen bereits ausgeschieden, daran lässt sich nicht mehr rütteln. Ebenso wenig wie an deren schwacher Auswärtsbilanz auf europäischen Fußballfeldern.

Schwache Auswärtsbilanz

Von den bisher in der Vitoria-Klubgeschichte absolvierten 14 Europa-League-Spielen auf fremden Geläuf wurden acht verloren, es gab lediglich vier Remis und zwei Siege – und das klingt noch besser, als es wirklich ist. Denn die Siege sprangen im vergangenen Sommer in den frühen Qualifikationsrunden gegen Jeuness Esch, aktueller Tabellenachter in Luxemburg, und den FK Ventspils, Dritter in Lettland, heraus. Alles andere als angsteinflößende Gegner. Davor waren die Portugiesen seit 2005 ohne Auswärtserfolg in Europa. In der Gruppenphase wurde schließlich sowohl in London (2:3) als auch in Lüttich (0:2) verdient verloren.

„Unser Ziel nicht erreicht“

Selbst in der heimischen Liga läuft es derzeit eher durchwachsen für den Tabellenfünften. Seit der 0:1-Niederlage im Hinspiel gegen die Eintracht am 3. Oktober sprangen je zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen heraus. Ausbaufähig, findet auch Vitoria-Trainer Ivo Vieira: „Unsere Bilanz könnte natürlich besser sein, wir sind damit nicht zufrieden.“ Gerade im Europacup habe man „die Ziele nicht erreicht. Wir wollten unbedingt weiterkommen, auch wenn wir eine schwere Gruppe hatten. Das ist nicht gelungen und daher für uns auch enttäuschend“, so Vieira, dessen Team sich am vergangenen Sonntag immerhin mit einem 2:0-Erfolg in der Liga gegen den Abstiegskandidaten Portimonense Selbstvertrauen holte – allerdings im eigenen Stadion.

Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia warnt

Können sich die Bedenkenträger im Umfeld des hessischen Vorzeigevereins also entspannen? Nicht ganz. Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia, selbst Portugiese und daher Gegnerexperte, findet zwar, dass man in Frankfurt zeigen müsse, „dass wir der Chef sind“, er warnt aber gleichzeitig auch vor dem Gegner, der nichts mehr zu verlieren habe: „Guimaraes ist eine typische portugiesische Mannschaft, technisch stark. Für sie ist es ein großes Spiel, auch wenn sie schon ausgeschieden sind. Sie wollen jedem in Europa zeigen, dass sie gut sind.“ Ein gefundenes Fressen für alle Pessimisten.

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