Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt
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Eintracht-Trainer Adi Hütter ist auf der Suche nach Ersatz für David Abraham. (Archivfoto)

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Transfers: Ex-Nationalspieler ist 2021 ablösefrei - Eintracht Frankfurt mit Interesse?

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Die nächste Transferphase dauert noch etwas und doch gibt es bereits neue Gerüchte. Eintracht Frankfurt soll um einen ehemaligen Nationalspieler buhlen.

  • Es gibt neue Gerüchte um Neuzugänge bei Eintracht Frankfurt.
  • Die SGE soll an einem Ex-Nationalspieler interessiert sein.
  • Der Transfer wäre nur dann zu stemmen, wenn der Spieler auf viel Geld verzichtet.

Frankfurt/London – Die letzte Transferphase ist erst seit dem 5. Oktober vorbei und die Vereine müssen nun bis Januar 2021 warten, um Spieler verpflichten zu können. Trotzdem gibt es bereits wieder zahlreiche Gerüchte um Wechsel und auch Eintracht Frankfurt scheint Interesse an einem Profi zu haben.

Shkodran Mustafi soll auf der Liste der SGE stehen, wie „Sport1“ berichtet – allerdings nicht für einen Transfer im Winter, sondern nach der aktuellen Saison, denn dann ist der ehemalige deutsche Nationalspieler ablösefrei und verhältnismäßig günstig zu haben.

Eintracht Frankfurt hat wohl Interesse an Shkodran Mustafi vom FC Arsenal

Shkodran Mustafi wurde im hessischen Bad Hersfeld geboren und lernte das Fußballspielen beim 1. FV Bebra und der SV Rotenburg. Der HSV wurde auf das große Talent aufmerksam und holte es in die eigene Nachwuchsabteilung. Nach drei Jahren im hohen Norden wagte Mustafi den Sprung ins Ausland. Von der U17 des Hamburger SV ging es zum FC Everton. Den Durchbruch bei den Profis schaffte er hier aber noch nicht, dafür aber nach seinem nächsten Wechsel, dieses Mal nach Italien. Sampdoria Genua holte den Verteidiger für 75.000 Euro und machte ihn zum Profi. Nach zwei Jahren zog er weiter nach Spanien zum FC Valencia, bevor der FC Arsenal Mustafi im Sommer 2016 für die stolze Ablösesumme von 41 Millionen Euro zurück nach England holte.

Mit den „Gunners“ gewann Mustafi zweimal den FA-Cup und holte den englischen Supercup. Den größten Erfolg feierte er aber mit der deutschen Nationalmannschaft, für die er zwischen 2014 und 2017 insgesamt 20 Mal auflief und zwei Tore erzielte. Er stand im Kader für die WM 2014 und wurde mit dem deutschen Team Weltmeister. Beim Turnier in Brasilien stand er in zwei Partien auf dem Rasen, musste im Achtelfinale gegen Algerien aber verletzt ausgewechselt werden und fiel das restliche Turnier wegen eines Muskelbündelrisses aus.

Eintracht Frankfurt: Skohdran Mustafi träumt von Rückkehr in die hessische Heimat

Bei Arsenal London gehört er zu den umstrittenen Spielern und hat im Klub und auch bei den Fans einen schwierigen Stand. Sein Engagement bei den „Gunners“ scheint bald zu Ende zu gehen, denn er wird seinen im Sommer 2021 auslaufenden Vertrag wohl nicht verlängern. Kujtim Mustafi, Shkodrans Vater, äußerte sich bei „Sport1“ zur Zukunft seines Sohnes: „Nichts ist abwegig, wir können uns alles vorstellen, weil Shkodran im Sommer ablösefrei ist.“ Der Sender will aus dem Umfeld des Spielers erfahren haben, dass Mustafi von einer Rückkehr in die hessische Heimat nach Bad Hersfeld träumt.

Der 28-Jährige würde gut zu Eintracht Frankfurt passen, denn ihm ist die defensive Dreierkette, die SGE-Trainer Adi Hütter spielen lässt, vertraut. Mit Kapitän David Abraham wird ein Innenverteidiger in Richtung Argentinien abwandern und eine Lücke hinterlassen, die es zu schließen gilt. Mustafi könnte der Mannschaft mit seiner Qualität und Erfahrung helfen. Ein Transfer wäre aber nur dann realistisch, wenn der Spieler auf viel Gehalt verzichtet. Beim FC Arsenal verdient er 5,5 Millionen Euro im Jahr – zu viel für Eintracht Frankfurt, gerade in der derzeit finanziell schwierigen Lage.

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SGE: Könnte Bobic Mustafi von Eintracht Frankfurt überzeugen?

Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, könnte Mustafi aber durchaus überzeugen, wie er es auch bei Amin Younes geschafft hat. Der Offensivspieler kam in der abgelaufenen Transferphase vom SSC Neapel zur SGE und verzichtete bei seinem Wechsel auf reichlich Gehalt. Es bleibt also spannend und ist nicht ausgeschlossen, dass sich Eintracht Frankfurt die Dienste von Shkodran Mustafi sichern kann.

Unterdessen steht der Königstransfer des letzten Jahres bereits wieder auf dem Abstellgleis bei Eintracht Frankfurt. Ein Ex-Nationalspieler ist zudem bei Eintracht Frankfurt völlig chancenlos. Ein Abgang im Winter wird damit wahrscheinlicher. Er wäre für beide Seiten wohl das Beste. (smr)

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