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Daichi Kamada hat sich verletzt (Archivbild).

SGE-Testspiel

Eintracht Frankfurt verliert gegen Hertha BSC – Große Sorgen um Kamada

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Eintracht Frankfurt muss sich im Testspiel im Trainingslager Hertha BSC mit 1:2 geschlagen geben. Daichi Kamada wird verletzt ausgewechselt.

Nach 45 Minuten war es geschafft, nicht für die Fußballer natürlich, aber immerhin für das Einlasspersonal. Beim Testspiel zwischen Eintracht Frankfurt und der Berliner Hertha hatten die fleißigen Helfer in den gelben Jacken eine Menge zu tun. Kostenlos war der Eintritt ins Al Lang Stadium von Saint Petersberg, lange nach dem Anpfiff strömten die Fans noch immer in die kleine, aber wunderbar gelegen Arena direkt am Meer. 4600 Gäste waren es am Ende, einige von ihnen aus Frankfurt und Berlin nach Florida in die USA angereist, die meisten direkt aus der Umgebung am Golf von Mexiko – teils zwar in Bayern-Trikots gekleidet, aber gut, immerhin waren sie gekommen und geblieben.

Denn nach Erklingen der deutschen und amerikanischen Nationalhymnen sahen die Fans ein weitestgehend lahmes Fußballspiel zwischen den beiden Bundesliga-Mittelklassevereinen, ein typischer Testkick eben, den die Berliner mit 2:1 (0:0) für sich entschieden. Alexander Esswein traf doppelt (71., 77./Foulelfmeter), für die Eintracht glich Timothy Chandler zwischenzeitlich aus (73.). 

Eintracht Frankfurt: Kamada muss verletzt raus

„Ich habe in der ersten Hälfte ein gutes Match von uns gesehen, da haben wir versucht, kompakt zu stehen und den ersten Ball schnell nach vorne zu spielen“, war der Frankfurter Coach Adi Hütter trotz der erneuten Niederlage nicht ganz unzufrieden. Allerdings: Sorgen machte er sich schon, um Daichi Kamada. Der Japaner musste noch vor der Pause das Feld verlassen, hatte er im Mittelfeld doch einen unsinnigen Tritt von Hertha-Abräumer Per Skjelbred abbekommen. 

„Umgeknöchelt“ sei Kamada, erklärte sein Trainer, also mit dem rechten Sprunggelenk umgeknickt. „Er hat Schmerzen verspürt, aber jetzt müssen wir mal abwarten, was die Untersuchungen ergeben. Den Teufel will ich nicht an die Wand malen.“ Den Weg von der Kabine in den Bus legte Kamada jedoch sichtbar humpelnd zurück.

Noch mit dem feinen Techniker auf dem Feld hatte die Eintracht im von Hütter während des Übungscamps in Bradenton einstudierten 4-2-3-1-System begonnen. In der zweiten Hälfte stellte sie auf eine 4-4-2-Aufreihung um. Der Trainer wechselte zudem bis auf Danny da Costa, Evan Ndicka und Torhüter Kevin Trapp, der nach seiner Schulteroperation ein für ihn persönlich gelungenes Comeback feierte, komplett durch. Nicht mit dabei war der portugiesische Stürmer André Silva, den zum wiederholten Male in den vergangenen Wochen eine kleinere Blessur plagte – diesmal war die Wadenmuskulatur verhärtet.

Von Eintracht Frankfurt geht nur wenig Torgefahr aus

In der ersten Hälfte spielte die Eintracht tatsächlich recht ordentlich, wenn auch gegen eine Berliner B-Auswahl nicht besonders torgefährlich. Ein Fallrückzieher von Martin Hinteregger* (24.) und eine verdaddelte Abschlusschance von Bas Dost (40.), das war’s. „Es ärgert mich, dass wir verloren haben, weil wir eine geile Woche hatten“, sagte Angreifer Dost, „aber wir werden das Ergebnis auch nicht überbewerten.“

Nach dem Seitenwechsel vergaben Danny da Costa (50.) mit einem Pfostenschuss und Dejan Joveljic mit einem Fallrückzieher (62.) die besten Gelegenheiten. Ansonsten spielte noch Rechtsverteidiger Almamy Touré eine nicht unwesentliche Rolle für den Ausgang der Partie. Nach vorne setzte er gute Akzente und bereitete unter anderem das 1:1 von Chandler perfekt vor, hinten aber entstanden beide Treffer von Esswein über seine Seite – beim letztlich entscheidenden Elfmeter hatte der Franzose auch das Foul begangen.

Frankfurt (1. Hälfte): Trapp – da Costa, Abraham, Hinteregger, Ndicka – Rode, Sow – Gacinovic, Kamada (36. Paciencia), Kostic – Dost. 

Frankfurt (2. Hälfte): Trapp – Touré, Hasebe, Ndicka, Durm – da Costa, Kohr, de Guzman, Chandler – Paciencia, Joveljic. 

Berlin: Jarstein – Pekarik (61. Esswein), Stark, Torunarigha, Mittelstädt – Wolf, Skjelbred, Maier (70. Klünter), Leckie – Köpke, Ibisevic (61. Redan). 

Zuschauer: 4600. 

Tore: 0:1 Esswein (71.), 1:1 Chandler (73.), 1:2 Esswein (77./Foulelfmeter).

Von Daniel Schmitt

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Max Reh lebt derzeit in den USA. Das hält den Fan von Eintracht Frankfurt aber nicht davon ab, alle Spiele der SGE zu verfolgen.

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