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Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia hat sich weiterentwickelt. Die Belohnung: Er steht im Aufgebot der portugiesischen Nationalmannschaft.

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Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia an der Seite von Cristiano Ronaldo

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In Portugal dreht sich mal wieder vieles um Cristiano Ronaldo – und ein wenig um seinen Frankfurter Stürmerkollegen Goncalo Paciencia.

Goncalo Paciencia hat sich aus nächster Nähe ein Bild machen können – und der Mittelstürmer von Eintracht Frankfurt ist sich in einem sicher: Cristiano Ronaldo ist fit, sogar topfit. Er selbst sei zwar kein Arzt, auch wenn er das eines Tages gerne sein wolle nach der Fußballerkarriere, ließ Paciencia verlauten – „aber wenn er hier ist, dann ist er auch in einem guten Zustand. Er ist zu hundert Prozent beim Nationalteam – und das ist das Wichtigste.“ 

Vor dem EM-Qualifikationsspiel der portugiesischen Auswahl heute Abend (20.45 Uhr) im Estadio Algarve gegen Litauen dreht sich bei der Selecao mal wieder vieles um den Superstar. Kann er spielen? Ist er überhaupt angeschlagen? Hält der Oberschenkel die Belastung aus? Hintergrund der spürbaren Nervosität rund ums Nationalteam ist die jüngste Entwicklung bei Ronaldos Arbeitgeber, dem italienischen Spitzenklub Juventus Turin. 

Ist Cristiano Ronaldo angeschlagen? 

136-mal ist der fünffache Weltfußballer in seinen bald 900 Pflichtspielen schon ausgewechselt worden, aber so etwas hatte er noch nie erlebt: Zum zweiten Mal nacheinander holte ihn sein Trainer Maurizio Sarri vom Rasen, als Juve dringend Tore brauchte – zuletzt gegen den AC Milan bereits nach 55 Minuten. Ronaldo verschwand denn auch ohne Zwischenstopp beim Chef schnurstracks in den Katakomben. Das folgenden mediale Gewitter war riesig, allerhand Experten äußerten sich – und das nicht gerade gnädig im Umgang mit dem Superkicker, der selbst lieber alles unkommentiert ließ. 

Stattdessen sprach Sarri – und schmeichelte seinem störrischen Star: „Man sollte ihm dankbar sein, dass er sich zur Verfügung gestellt hat, obwohl er nicht in der besten Verfassung ist“, sagte er und berichtete von einem Schlag aufs Knie, den Ronaldo im Oktober abbekommen habe und der ihn behindere, „wenn er mit hoher Intensität trainiert oder spielt“. Daraus würden auch Probleme mit der Waden- und Oberschenkelmuskulatur resultieren, so Sarri.

Eintracht Frankfurt: Goncalo Paciencia und Andre Silva stürmen gemeinsam mit Cristiano Ronaldo

Fernab von Italien will man im portugiesischen Lager von diesen Problemen nichts wissen. Zu wichtig sind die beiden Duelle des Gruppenzweiten gegen Litauen und darauf in Luxemburg, um sich als Titelträger für die EM zu qualifizieren. Bei einem weniger bestrittenen Spiel liegen die Iberer acht Punkte hinter der Ukraine und einen Zähler vor Serbien. Siege sind nötig, und Auftritte von Ronaldo erhöhen sicher die Chancen. Trainiert hat der 34-Jährige bisher beschwerdefrei. 

Neben ihm darf dieser Tage auch Goncalo Paciencia mitmischen, der heute vor zwei Jahren das bisher einzige Mal für die Selecao aufgelaufen war – für 42 Minuten beim Testkick gegen die USA. Nun zählt er ebenso wie der zweite Frankfurter, André Silva, zur angreifenden Abteilung. „Es ist schön, wieder da zu sein“, sagt Paciencia, „meine Arbeit wird belohnt“. Er sei in Frankfurt ein „reiferer Spieler“ geworden. „Ich bin hier, weil ich Tore geschossen und gut gespielt habe.“ Auch seine Meinung zu Ronaldo wollte er abschließend noch kundtun. Er sagte: „Cristiano ist der Beste der Welt.“ Wäre das also geklärt.

Von Daniel Schmitt

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