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Eintracht Frankfurt: Fan-Szene macht gegen Montagsspiel mobil

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An diesem Spieltag findet das erste Montagsspiel der Bundesliga-Saison statt. Eintracht Frankfurt empfängt RB Leipzig. Die Fans kündigen Proteste gegen die Montagsspiele im Stadion an.

"Nur noch wenige Tage, dann spielt unsere Eintracht gegen den Red-Bull-Ableger aus Leipzig. Leider wird aus der Nordwestkurve an diesem Montag nicht die gewohnte Unterstützung kommen können", heißt es in einem Schreiben der Fan-Vereinigung "Nordwestkurve Frankfurt". Die Szene sei sich einig: "Montagsspiele gehören nicht dazu!" Daher wolle man den Protest ins Stadion tragen. "Wir dürfen nicht einfach draußen bleiben. Wir dürfen auch nicht einfach nur den Gesang verweigern, um keine vermarktungsfährige Kulisse für dieses Spiel zu bieten. Wir müssen klar machen, was uns nicht passt", heißt es in dem Schreiben.

Bei der Eintracht scheinen sie auch auf Verständnis zu treffen. "Monatsspiele greifen massiv in die Kulltur unserer Fans ein", erklärt etwa Axel Hellmann als Vorstandsmitglied der Frankfurter. Denn wer seine Mannschaft an einem Montagabend von Frankfurt in eine entlegene Stadt wie Hamburg, München oder Berlin begleiten will, benötigt dafür bis zu zwei Tage Urlaub, vielleicht auch eine Übernachtung und muss ergo einen deutlich größeren Aufwand betreiben als an einem Samstagnachmittag.

Auch die Sponsoren melden sich zu Wort: Bei Eintracht Frankfurt gingen in den vergangenen Wochen mehrere Mails und Anrufe ein, in denen Geldgeber klagten: Wir kriegen an einem Montag unsere Stadionlogen nicht besetzt. Der Anstoßtermin kollidiert mit Sitzungen und Geschäftsterminen, die nicht rechtzeitig vor dem Beginn eines Spiels enden.

Aus der "Nordwestkurve Frankfurt" werden freilich andere Schwerpunkte gesetzt. In der Sache geht es jedoch in die selbe Richtung: "Wenn sie ein paar Euro mehr in den Taschen haben, ist es ihnen egal, dass wir uns für Montags-Auswärtsspiele Urlaub nehmen müssen und unser soziales Gemeinschaftsleben, das insbesondere vor und nach den Spielen stattfindet, bedroht ist. Die bestmögliche Vermarktung hat oberste Priorität. Wenn wir diese Entwicklung nicht rechtzeitig stoppen, wird es die Stimmung, wie wir sie kennen, über kurz oder lang gar nicht mehr geben."

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