29. Oktober 2018, 00:09 Uhr

Landtagswahl

Liveticker zur Landtagswahl in Hessen: Bouffier gewinnt Duell gegen Schäfer-Gümbel

Heute schaut Deutschland nach Hessen: Ein neuer Landtag wird gewählt, Auswirkungen auf Berlin denkbar. Hier halten wir Sie mit Meldungen, Zahlen, Statements bis zum Ergebnis auf dem Laufenden.
29. Oktober 2018, 00:09 Uhr

Aus der Redaktion , 1 Kommentar
(Foto: Oliver Schepp/Symbolbild)

00.05 Uhr: So hat der Wahlkreis Gießen II gewählt

Das Direktduell zwischen Thorsten Schäfer-Gümbel und Volker Bouffier im Wahlkreis Gießen II hat der Ministerpräsident für sich entschieden. Beide Politiker büßten im Vergleich zur Landtagswahl 2013 aber deutlich an Stimmen ein: Bouffier fast 10 000, Schäfer-Gümbel nahezu 9500 Stimmen. Der hessische Ministerpräsident holte am Sonntag 33,8 Prozent der gültigen Erststimmen, der SPD-Spitzenkandidat 26,7 Prozent. 

 

23.12 Uhr: Alle Stimmzettel aus dem Wahlkreis Gießen I ausgezählt

Der Wahlkreis Gießen I, zu dem auch die Stadt Gießen gehört, ist ausgezählt. Fest steht: Frank-Tilo Becher von der SPD gewinnt das Rennen nach Erststimmen gegen Klaus Peter Möller von der CDU. Mehr Informationen gibt´s hier.

 
Fotostrecke: So lief der Wahlabend in Gießen

 

22.18 Uhr: Zahlreiche Gemeinden ausgezählt

Inzwischen sind zahlreiche Gemeinden aus unserer Region und darüber hinaus ausgezählt. Wer sich nicht durch lange Texte quälen will, für den haben wir hier interaktive Karten auf Gemeindeebene. Zur Karte mit den Erststimmen geht es hier. Zur Karte mit den Zweitstimmen geht es hier

 

21.51 Uhr: Chaos im Rathaus Gießen - Software macht Ärger

Wahlsachbearbeiterin der Stadt Gießen hat uns aufgeklärt: Demnach musste erstmals eine neue Software eingesetzt werden. Das System ist gegen 20 Uhr abgestürzt. Daher hat die Stadt Gießen aktuell Probleme, ihre Ergebnisse mit denen des Wahlkreises 18 zusammenzuführen. Es gibt also einen Stand für die Stadt Gießen und einen für den Wahlkreis. Probleme gab es laut der Wahlsachbearbeiterin der Stadt Gießen landesweit. Im Frankfurter Römer ist die Präsentation zusammengebrochen. 

 

20.47 Uhr: Frank-Tilo Becher in Gießen vor Klaus Peter Möller

Auch im Rathaus Gießen tut sich nun etwas: Für den Wahlbezirk 18, der auch die Stadt umfasst, liegt Frank-Tilo Becher (SPD) nach 20 von 112 ausgezählten Wahlbezirken vor Klaus Peter Möller: 24,2 zu 26,1 Prozent. Platz drei geht aktuell an Katrin Schleenbecker von den Grünen: 21,2 Prozent. 

 

20.37 Uhr: Warten auf die Bürgermeisterwahl Langgöns

Noch tut sich in Sachen Ergebnisse wenig in Langgöns. Ein Zeichen, dass die Wahlbeteiligung recht hoch war: In Cleeberg waren zwischenzeitlich die Wahlzettel ausgegangen. Es mussten weitere geordert werden. Eine Stimme zum Landesergebnis hört man jedoch aus Langgöns: Matthias Körner (SPD) erklärt: Man habe zwei zentrale Ziele verfehlt: Stärkste Fraktion zu werden. Und eine leichte Regierungsoption zu haben. "Das Ergebnis hat auch viel mit Berlin zu tun."

 

19.52 Uhr: Demonstration gegen Rechts vor dem Rathaus Gießen

Vor dem Rathaus Gießen formiert sich bereits der Widerstand gegen eine AfD im Landtag. Zwischen 15 und 20 Leute haben sich zusammengefunden, um gegen Rechts zu demonstrieren. Die Polizei ist vor Ort. Arno Enners, Direktkandidat der AfD für Gießen I, bleibt gelassen. 

 

 

19.36 Uhr: Bouffier sieht Regierungsauftrag in Hessen

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kann sich nicht als Wahlsieger der Landtagswahl fühlen, doch als Verlierer will er sich auch nicht sehen. Es sei ein Abend "sehr zwiespältiger Gefühle", sagte Bouffier vor seinen Parteifreunden im Wiesbadener Landtag. Die herben Stimmenverluste der CDU schreibt er dem Unmut über die große Koalition in Berlin zu, zugleich sieht er einen klaren Regierungsauftrag für die Union in Hessen. Die hessische CDU liege über den Werten der Bundespartei, erklärte Bouffier. Die CDU habe nun den Auftrag, in Hessen die Regierung fortzuführen.

 

19.33 Uhr: Erste Ergebnisse aus Reiskirchen

Während auf Ergebnisse zur Landtagswahl aus den Mittelhessen-Gemeinden noch gewartet wird, gibt es erste Zahlen zur Bürgermeisterwahl in Reiskirchen. Dort ist der Wahlbezirk im Ortsteil Winnerod inzwischen ausgezählt. Dort entfielen 58,3 Prozent der Stimmen auf Amtsinhaber Dietmar Kromm (parteilos), Anja Stark (SPD) kommt auf 25, Schäfer (parteilos) auf 16,7 Prozente. Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen. 24 Wähler haben in Winnerod abgestimmt, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 77,4 Prozent.

 

19.04 Uhr: Warten, Warten, Warten

Im Gießener Rathaus wird es langsam ungemütlich: Aus den Wahllokalen trudeln einfach keine Ergebnisse aus den Gemeinden ein. Weder für den Wahlkreis 18, noch für den Wahlkreis 19.

 

18.33 Uhr: Schäfer-Gümbel spricht von bitterer Niederlage

Nun ist auch Thorsten Schäfer-Gümbel vor die Kameras getreten. "Es ist ein schwerer und ein bitterer Abend. Wir haben nicht ansatzweise das Ergebnis erhalten, das wir wollten. Es ist eine bittere Niederlage." Die aktuelle Hochrechnung sieht seine SPD bei 19,9 Prozent. Parallel geht im Konzertsaal des Gießener Rathauses, wo die Ergebnisse präsentiert werden, das Licht aus.

 

18.30 Uhr: CDU-Fraktionschef sieht Grund für Wahlergebnis in Berlin

Die hessische CDU sieht den Grund ihrer Verluste bei der Landtagswahl in Fehlern der großen Koalition in Berlin. "Die landespolitischen Themen sind, glaube ich, eher untergegangen", sagte der CDU-Fraktionschef im Landtag, Michael Boddenberg, am Sonntag. In Wiesbaden habe die schwarz-grüne Koalition nicht gestritten, sondern gearbeitet. Der Streit habe im Bund stattgefunden, und dies habe vieles überlagert. Die Menschen erwarteten nun, dass in Berlin endlich gearbeitet werde. Klar sei aber, dass die Wähler in Hessen den CDU-Spitzenkandidaten Volker Bouffier weiter als Ministerpräsidenten wollten. Das Ergebnis mache die CDU nicht zufrieden. "Natürlich sind wir enttäuscht von diesem Ergebnis", sagte Boddenberg.

 

18.27 Uhr: Hochrechnungen bestätigen Prognose

CDU und SPD haben bei der Landtagswahl in Hessen am Sonntag eine schwere Niederlage erlitten. Nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF bleibt die CDU von Ministerpräsident Volker Bouffier mit 27,4 bis 27,9 Prozent zwar stärkste Kraft. Es ist aber das schlechteste Ergebnis seit 1966. Die SPD fällt mit 19,8 bis 19,9 Prozent auf einen historischen Tiefststand, die Grünen gewinnen kräftig hinzu und haben mit 19,5 bis 19,7 Prozent sogar noch Chancen auf Rang zwei hinter der CDU.

 

18.21 Uhr: Gießener Braun spricht von "schwierigem" Ergebnis der CDU

Der Gießener Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat nach dem Ausgang der Hessen-Wahl eingeräumt, dass die CDU ein "schwieriges Ergebnis" eingefahren hat. Wenn man so viel Prozent verliere - rund zehn Punkte - dann könne man nicht darum herum reden, sagte Braun, der aus Hessen kommt, nach der ersten Prognose am Sonntagabend. Allerdings deute sich an, dass Volker Bouffier weiter Ministerpräsident bleiben könne. Der CDU hätten sicherlich die Streitereien der vergangenen Wochen und Monate geschadet. Heimische Wahlkreise sind übrigens noch nicht ausgezählt.

 

18.14 Uhr: Gewinner und Verlierer im Überblick

Na klar: CDU und SPD gelten als große Verlierer. Aber wie sieht das ganze eigentlich konkret in Zahlen aus? Und wie steht es dabei um die anderen Parteien? So:

 

 

18.00 Uhr: Die ersten Prognosen sind da - Letzte Umfragen bestätigen sich

Da ist sie: Laut 18-Uhr-Prognose von Infratest dimap könnte die schwarz-grüne Koalition weiterregieren. Wenn auch hauchdünn: Die AfD würde mit 12 Prozent erstmals in den Landtag einziehen. Auch die Linke und FDP schaffen demnach den Einzug. In Zahlen: CDU: 28; SPD: 20; Grüne: 19,5; AfD: 12; FDP: 7,5; Linke: 6,5. Die Wahlbeteiligung liegt laut 18-Uhr-Prognose bei 67,5 Prozent.

 

17.52 Uhr: Rathaus Gießen füllt sich

Wir sind inzwischen umgezogen und grüßen aus dem Gießener Rathaus. Hier, konkret im Konzertsaal, werden ab 18 Uhr findet ab 18 Uhr die traditionelle Ergebnispräsentation statt. Einige Direktkandidaten der beiden heimischen Wahlkreise sind schon eingetroffen. Auch interessierte Bürger sind hier. Wir informieren nicht nur über Zahlen, sondern sammeln auch Stimmen der Protagonisten. Mehr ab 18 Uhr hier, wenn mit Schließung der Wahllokale die ersten Prognosen veröffentlicht werden. 

 

17.28 Uhr: Welche Auswirkungen auf Berlin? 

Nur in einem Fall ist Merkel sicher im Sattel. Nämlich, wenn es zu einer großen Koalition unter Bouffier kommt. So sieht es jedenfalls die Süddeutsche Zeitung. Denn, wenn die SPD es nicht schafft, wenigstens als Juniorpartner in die nächste hessische Regierung gewählt zu werden, wird in der Partei eine Debatte ausbrechen, ob man die große Koalition verlassen muss. Doch, so heißt es weiter, unangenehm wird die Lage für Merkel aber auch, wenn die SPD triumphiert und Bouffier abgewählt wird. In der CDU würde das dann nicht dem Hessen, sondern Merkel angelastet werden.

 

16.46 Uhr: Volksparteien bundesweit weiter angeschlagen

Die Union ist neuen Umfragen zufolge bundesweit weiter auf Sinkflug. Im "Sonntagstrend" von Emnid für die "Bild am Sonntag" fielen CDU und CSU auf ein neues Rekordtief und kamen nur noch auf 24 Prozent Zustimmung. In einer neuen Forsa-Umfrage verloren sie einen Prozentpunkt und liegen nun bei 26 Prozent. Dagegen hält der Höhenflug der Grünen an: Sie erreichen 20 beziehungsweise 21 Prozent Zustimmung. Die SPD erreicht laut "Sonntagstrend" wie in der Vorwoche 15 Prozent und liegt jetzt hinter der AfD mit 16 Prozent (plus ein Prozentpunkt) auf Platz vier. Linke und FDP kommen laut Emnid erneut auf jeweils zehn Prozent. Die Forsa-Umfrage für RTL/n-tv sieht die Grünen stabil bei 21 Prozent. Die SPD liegt bei 14 Prozent. Die AfD verliert gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt und kommt auf ebenfalls auf 14 Prozent. Die Linken legen um einen Punkt zu und erreichen zehn Prozent Zustimmung, die FDP erhält neun Prozent.

 

16.04 Uhr: Vor der Bürgermeister-Wahl in Langgöns

Nichts nur auf Landesebene wird neue gewählt: 9000 Langgönser entscheiden heute wer künftig Chef im Rathaus ist: SPD-Kandidatin Sabrina Zeaiter oder Marius Reusch, Kandidat von CDU, Grünen und FDP? Vor der Wahl sie hier die sieben drängendsten Fragen

 

15.36 Uhr: Ergebnis zur Volksabstimmung noch nicht heute

Bereits mehrfach wurden wir gefragt: Wann gibt's eigentlich ein Ergebnis zur Volksabstimmung? Wir haben in Gießen nachgefragt. Das Ergebnis: Zunächst wird die Landtagswahl ausgezählt, danach am Sonntag noch teilweise die Volksabstimmungen. Aber nur die Stimmzettel, auf denen einheitlich "Ja" oder "Nein" angekreuzt wurde und die ungültigen Stimmzettel. Alle Stimmzettel, auf denen per Einzelabstimmung abgestimmt wurde, werden erst am Montag durch Auszählwahlvorstände in der Verwaltung ausgezählt. Die wichtigsten Infos zur Volksabstimmung finden Sie übrigens hier

 

15.09 Uhr: Ohne weitere Worte

 

15.02 Uhr: Bouffier hat in Gießen gewählt und zeigt sich zuversichtlich

Volker Bouffier hat sich beim Urnengang in Gießen zuversichtlich gezeigt, dass seine CDU bei der Landtagswahl stärkste Kraft wird. "Wir haben eine hohe Anerkennung für unsere Arbeit erzielt und deshalb bin ich auch zuversichtlich, dass wir ein erneutes Mandat bekommen", sagte der Ministerpräsident.. Nach Umfragen drohen der CDU und der oppositionellen SPD allerdings Verluste von bis zu zehn Prozentpunkten. Die Grünen könnten sich über ein Spitzenergebnis freuen. Trotzdem ist es fraglich, ob die schwarz-grüne Koalition ihre Arbeit fortsetzen kann.

 

14.35 Uhr: Wahlbeteiligung bisher niedriger als 2013

Da geht noch mehr! Bei der Landtagswahl hat sich bis zum Nachmittag eine etwas niedrigere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren abgezeichnet. Allerdings: Damals fand der Urnengang parallel zur Bundestagswahl statt, die traditionell noch einmal besonders zieht. Die Landeswahlleitung in Wiesbaden sprach am Sonntag von 38,8 Prozent bis um 14 Uhr. 2013 hatte der Wert zu der Uhrzeit demnach bei 40,9 Prozent gelegen. Bei der Landtagswahl 2009, damals ohne parallele Bundestagswahl, waren um 14 Uhr nur 29,7 Prozent und damit deutlich weniger als nun gezählt worden.

 

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