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Vorsicht Autofahrer: In der Nacht kann es stellenweise gefährlich glatt werden.

Warnung vor Glätte

Frost kommt nach Hessen: Autofahrer müssen mit glatten Straßen rechnen  

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Besonders in der Nacht können die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Dann kann es gefährlich glatt werden. 

Offenbach - Es wird kalt und frostig: In den kommenden Nächten sinken die Temperaturen in Hessen in den Minusbereich. Bereits am Mittwochmorgen muss mit Werten von minus drei Grad, in der Nordhälfte immerhin noch mit minus 1 Grad gerechnet werden, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Gegen Abend und vor allem in der Nacht zum Donnerstag erwarten die Meteorologen dann sogar bis zu minus 3 Grad, in der folgenden Nacht mit bis zu minus 4 Grad. 

Autofahrer sollten daher aufpassen: Es kann stellenweise gefährlich glatt werden. Besonders in Regionen, in denen in der Nacht der Himmel wolkenlos bleibt, kann es stark auskühlen. Auch in exponierten Lagen oder auf Brücken muss man mit Eisglätte rechnen. 

Mit dem Beginn der kühlen Jahreszeit müssen Fußgänger und Autofahrer also wieder besonders aufmerksam sein und ein Auge auf tückische Glätte haben. Um besser gewappnet zu sein, haben wir für Sie einige Infos zu den unterschiedlichen Formen von Glätte zusammengefasst. 

Jederzeit gut informiert: In unserem News-Ticker zum Wetter erfahren Sie darüber hinaus die neuesten Wetterberichte für Hessen.  

Glätte: Kälte lässt Feuchtigkeit gefrieren 

Eisglätte und Glatteis sind keineswegs dasselbe. Bei der Eisglätte gefriert Wasser am Boden, dazu muss es aber nicht unbedingt zuvor geregnet haben. Vielmehr ist die Bodenfläche bereits feucht oder nass und erst dann sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Eisglätte ist daher besonders tückisch, weil der Zeitpunkt für den Übergang von nass zu glatt nicht immer klar auszumachen ist.

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Häufig tritt Eisglätte infolge einer sogenannten Kaltluftadvektion oder wegen Ausstrahlung auf. Bei der Kaltluftadvektion wird sehr kalte Luft zu uns geschoben und die Sonne hat im Herbst und Winter nicht genügend Zeit bzw. ausreichend Kraft, die Atmosphäre ordentlich aufzuheizen. In der Folge können die Temperaturen rapide sinken, Nässe kann gefrieren.

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Auch Ausstrahlung kann für einen starken Temperaturfall sorgen. Besonders bei herbstlichem Hochdruckeinfluss mit nur wenigen Wolken oder klarem Himmel kühlt die Luft stark ab. In der Folge gefriert bereits vorhandene Feuchtigkeit am Boden.

Glatteis: Wenn Regen auf eiskalten Boden trifft

Bei Glatteis gefrieren sehr kalte Regentröpfchen am Boden oder an Gegenständen. Das kann auch passieren, wenn die Wassertröpfchen auf ausgekühlte Gegenstände treffen und dann bis unter den Gefrierpunkt abgekühlt werden.

Reifglätte entsteht durch das Antauen und erneute Gefrieren von Reif. Diese Feuchtigkeit ist zunächst nicht dramatisch glatt. Unter Druck jedoch verflüssigen sich die Reifkristalle kurzfristig, um dann wieder erneut zu gefrieren. Dadurch kann gefährliche Glätte entstehen. Häufig passiert das auf Straßen und Gehwegen, auf denen Fußgänger oder Autos unterwegs sind.

Ähnlich ist bei Schneeglätte. Auch dabei werden die Kristalle zusammengepresst, wenn Menschen über eine beschneite Fläche gehen oder Autos über eine verschneite Straße fahren. Der Schnee taut kurz an, um sofort wieder zu gefrieren. Dadurch entsteht eine glatte Oberfläche.

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