"Vorbildliche Leistung vollbracht"

Berlin/Frankfurt (lhe). Das Ehepaar Giersch aus Frankfurt erhält den Deutschen Stifterpreis 2009 für seine "vorbildliche stifterische Leistung".

Berlin/Frankfurt (lhe). Das Ehepaar Giersch aus Frankfurt erhält den Deutschen Stifterpreis 2009 für seine "vorbildliche stifterische Leistung". Carlo Giersch komme aus einfachen Verhältnissen und habe aus eigener Kraft zuerst ein erfolgreiches Unternehmen und dann zwei Stiftungen aufgebaut, begründete der Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin seine Entscheidung.

"Gemeinsam mit seiner Frau Karin setzt er sich - mit großer öffentlicher Wirkung - für seine Stiftungen und auch für die Idee des Stiftens ein." Der undotierte Preis und eine damit verbundene Glasskulptur werden am 8. Mai beim Deutschen Stiftertag in Hannover vergeben. Die Gierschs symbolisierten zudem den Trend zur gemeinsamen Stiftungsgründung von Männern und Frauen.

Der Unternehmer und Gründer der Firma Spoerle Electronic und seine Frau riefen 1994 die Stiftung Giersch ins Leben, die vor allem das gleichnamige Museum in Frankfurt finanziert. Das Haus widmet sich der Kunst- und Kulturgeschichte der Rhein-Main-Region. Die Stiftung unterstützte zudem wichtige Projekte der Frankfurter Kulturszene, darunter den Bau des Portikus, einer Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst. Die Stiftung finanzierte auch den Neubau eines Kinderkrankenhauses sowie das Gebäude des Frankfurt Institute For Advanced Studies (FIAS) der Universität.

Bereits 1990 hatte das Paar eine Stiftung an der Technischen Universität Darmstadt gegründet. Sie ermöglicht den internationalen Austausch und bewilligt Druckkostenerstattung für herausragende Promotionen und Habilitationen. Im Jahr 2007 schenkten die Eheleute beiden Stiftungen zu gleichen Teilen ein Bürogebäude in Darmstadt im Wert von 14 Millionen Euro.

Der Deutsche Stifterpreis wird seit 1994 zum elften Mal vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Michael Stich und die Bürgerstiftung Dresden. Zuletzt wurde 2007 die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard mit dem Preis ausgezeichnet.

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