Über vier Jahre Haft für gefährliche Bierglas-Attacke

Frankfurt (lhe). Nach einer lebensgefährlichen Attacke mit einem abgebrochenen Bierglas ist ein 31 Jahre alter Deutsch-Marokkaner vom Landgericht zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Frankfurt (lhe). Nach einer lebensgefährlichen Attacke mit einem abgebrochenen Bierglas ist ein 31 Jahre alter Deutsch-Marokkaner vom Landgericht zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter gingen von versuchtem Totschlag aus, hieß es. Der Angeklagte hatte mit seinem Landsmann im Dezember 2007 zunächst in einer Gaststätte im Frankfurter Bahnhofsviertel kräftig gezecht. Gegen Morgen kam es zwischen den Männern aus Gründen, die im Verfahren nicht im Detail geklärt werden konnten, zum Streit, der mit der Bierglas-Attacke endete. Der Angeklagte hatte die Tat vor Gericht als Notwehr dargestellt, was ihm das Gericht jedoch nicht glaubte. Stattdessen spreche die Tatsache, dass die Verletzungen ausschließlich am Hals festgestellt wurden, für gezielte Stiche in diese besonders sensible Körpergegend, befand das Gericht. Die Glasscherben hatten die Halsschlagader des Opfers nur um einen Zentimeter verfehlt. Deshalb konnte der Mann mit einer Notoperation im Krankenhaus gerettet werden. Aufgrund des starken Alkoholkonsums ging die Schwurgerichtskammer von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus und milderte die Strafe entsprechend.

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