Tanzverbot an Karfreitag: Bei Verstößen Bußgelder angedroht

Frankfurt (lhe). Mit Bußgeldern will die Stadt gegen Diskotheken vorgehen, die an den Osterfeiertagen das Tanzverbot missachten. Ordnungsdezernent Volker Stein bestätigte , dass die Stadt entsprechende Mahnungsschreiben an die Besitzer von Discos und Clubs verschickt habe.

Bürger hätten die Stadt informiert, dass Veranstaltungen geplant seien, die unter das Tanzverbot fielen, so Stein. Nach einem aus dem Jahr 1952 stammenden Landesgesetz darf am Karfreitag sowie am Ostersonntag und Ostermontag von jeweils 4 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags nicht öffentlich getanzt werden. "Ich habe da überhaupt keinen Spielraum", sagte Stein. Wer sich dem Verbot wiedersetze, müsse daher mit Bußgeldern bis hin zum Lizenzentzug rechnen. Zwar könne das Verbot für einzelne eine "persönliche Härte" bedeuten. "Ich glaube aber nicht, dass die Grundfesten unserer liberalen Gesellschaft deshalb in Erschütterung geraten", meinte der FDP-Politiker, dessen Haltung nach eigenen Angaben von den beiden großen Kirchen unterstützt wird.

Als "nicht zeitgemä? hat dagegen die Frankfurter Grünen-Landtagsabgeordnete Sarah Sorge das Tanzverbot kritisiert. "Immer weniger Menschen in Frankfurt gehören einer der christlichen Kirchen an, daher halte ich eine solche Regelung im Feiertagsgesetz für absurd", erklärte die Parlamentarierin.

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