Studenten und Uni streiten über Geld für AStA

Frankfurt (lhe). An der Goethe-Universität streiten Präsidium und Studenten über Geld für den AStA. Die Hochschulleitung hat den Beitrag für die Studierendenvertretung von acht auf vier Euro pro Student und Semester gekürzt.

Frankfurt (lhe). An der Goethe-Universität streiten Präsidium und Studenten über Geld für den AStA. Die Hochschulleitung hat den Beitrag für die Studierendenvertretung von acht auf vier Euro pro Student und Semester gekürzt. Ein Eilantrag des AStA gegen diese Entscheidung wurde vom Verwaltungsgericht inzwischen abgelehnt, wie Asta und Stiftungs-Universität am Montag übereinstimmend berichten.

Der AStA und der Landesausschuss der Studenten in der GEW Hessen verurteilten die Entscheidung des Präsidiums "als Angriff auf die demokratischen Strukturen der studentischen Selbstverwaltung". Die Uni-Leitung wies die Vorwürfe zurück. Im Vergleich zu den anderen vier Unis des Landes bekommt der Frankfurter AStA die niedrigsten Beiträge, gefolgt von Gießen mit 8,50 Euro. Am höchsten sind die Beiträge nach Angaben der Universitäten an der TU Darmstadt mit 10,50 Euro.

Der AStA habe rund 2,6 Millionen Euro Rücklagen gebildet und die Uni die Rechtsaufsicht über ihn, sagte Hochschulsprecher Olaf Kaltenborn. Über die Höhe der Rücklagen und der Beiträge werde an der Uni schon seit rund drei Jahren gesprochen, der AStA sei der Selbstverpflichtung vom Sommer zur Prüfung und Reduzierung des Beitrags aber nicht nachgekommen. Deswegen gebe es die Kürzung. "Das war ein klassisches Eigentor." AStA-Vorsitzender Jonas Erkel entgegnete, die Rücklagen seien bis auf 300 000 Euro zweckgebunden, vor allem für ein neues Studierendenhaus. Viele studentische Initiativen seien in ihrer Arbeit gefährdet.

Während der Studentenproteste gegen die Umsetzung der Bachelor- und Masterreform sowie die Novelle des hessischen Hochschulgesetzes Ende vergangenen Jahres war es bereits zu Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Präsidenten gekommen.

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