Städte und Landkreise fordern Nachtflugverbot

Frankfurt/Heusenstamm (lhe). Im Streit über den Fluglärm haben Städte und Landkreise die hessische Landesregierung aufgefordert, sofort ein Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen anzuordnen.

Eine entsprechende Resolution unterzeichneten 13 Städte und drei Landkreise, wie die Stadt Hanau am Montag mitteilte. Das Nachtflugverbot solle mindestens für die Zeit zwischen 23 bis 5 Uhr gelten. Es müsse in diesem Herbst in Kraft treten, wenn die neue Nordwestlandebahn in Betrieb genommen wird. Mit dieser vierten Bahn kann die Kapazität des Airports um die Hälfte erweitert werden. Die Resolution wird an diesem Mittwoch in Heusenstamm vorgestellt.

An der Resolution haben sich beteiligt die Städte Alzenau, Frankfurt, Großkrotzenburg, Hainburg, Hanau, Heusenstamm, Mainz, Neu- Isenburg, Obertshausen, Mühlheim, Offenbach, Rodgau, Seligenstadt sowie der Kreis Offenbach und die Landkreise Groß-Gerau und Mainz- Bingen. Wenn die neue Landebahn fertig ist, sind auf der größten deutschen Luftverkehrs-Drehscheibe pro Stunde insgesamt rund 120 Flugbewegungen möglich. Die Zahl der jährlichen Passagiere könnte von etwas über 50 Millionen in wenigen Jahren auf mehr als 80 Millionen klettern.

Im Gegenzug zur Erweiterung versprach die Landesregierung ein Nachtflugverbot. Dieses Ziel wurde im Planungsverfahren aber zum Teil aufgegeben und mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens begründet. Das letzte Wort in diesem Streit muss das Bundesverwaltungsgericht vor Inbetriebnahme der neuen Bahn sprechen. Ein Termin hierfür steht noch nicht fest.

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