Stadt und Land planen einen Kultur-Campus

Frankfurt (lhe). Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt planen einen neuen Kultur-Campus. Auf ihm sollen im Stadtteil Bockenheim die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Kulturinstitute der Stadt und eine Erweiterung des Senckenbergmuseums Platz finden, sagten Finanzminister Karlheinz Weimar und Oberbürgermeisterin Petra Roth am Donnerstag im Römer.

Es sagte . . .

"Ich bin bereit, die Verträge noch zu unterschreiben. Ich habe den Beteiligten gesagt, sie sollen sich etwas beeilen."

(Finanzminister Karlheinz Weimar zu noch offenen Vereinbarungen für den Kultur-Campus. Weimar scheidet in wenigen Tagen aus dem Amt.)

"Sie brauchen dann nicht nach Afrika, sondern können das in Bockenheim simulieren."

(Weimar zu einer in Bockenheim geplanten Mesokosmenhalle. Dort können Forscher die Umweltbedingungen anderer Erdteile nachstellen.)

Frankfurt (lhe). Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt planen einen neuen Kultur-Campus. Auf ihm sollen im Stadtteil Bockenheim die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Kulturinstitute der Stadt und eine Erweiterung des Senckenbergmuseums Platz finden, sagten Finanzminister Karlheinz Weimar und Oberbürgermeisterin Petra Roth am Donnerstag im Römer. Der Campus soll ab 2015 auf einem durch den Wegzug der Universität frei werdenden Gelände entstehen, dem sogenannten Campus Bockenheim. Allein in den neuen Sitz der Musik-Hochschule will das Land 120 Millionen Euro investieren.

Land und Stadt ringen seit Jahren um die Zukunft des fast 17 Hektar großen Areals, das vier Straßenblöcke umfasst und an Innenstadt und Messe grenzt. Neben Kultur und Wissenschaft sehen die Pläne Wohnungen, Gewerbe und Geschäfte vor. Die von Investoren für diese Flächen zu zahlenden Beträge hat das Land der Universität Frankfurt für den Ausbau ihres neuen Campus Westend am IG Farben Haus versprochen.

Als letzte Uni-Einrichtung soll Ende des Jahrzehnts die Uni-Bibliothek auf den neuen Campus umziehen. Mit den Arbeiten für den Kultur-Campus könne auf den nach und nach frei werdenden Flächen ab 2015 begonnen werden, sagten Weimar und Roth. Die Pläne sollen bis Anfang 2011 durch die städtischen Gremien.

Weimar sagte, die heutige Unterbringung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) werde ihrem Ruf nicht gerecht. Auf dem Kultur-Campus ist unter anderem ein kleiner Konzertsaal geplant. Die Stadt will neben der Jungen Deutschen Philharmonie weitere Kulturinstitute ansiedeln. Die Stadt zahlt für diese Einrichtungen bisher 800 000 Euro Miete im Jahr. Dieses Geld könne Frankfurt in Bauten auf dem Kultur-Campus investieren, sagte Roth.

Theater, Oper und die renommierte Forsythe Company sind bereits durch ihre Spielstätte im alten Bockenheimer Straßenbahn-Depot vor Ort. Zudem sollen das auf dem Gelände beheimatete Senckenbergmuseum erweitert werden und ein Zentrum für "Biodiversität und Klima" Platz finden.

HfMDK-Präsident Thomas Rietschel sagte: "Es kann ein in Europa einmaliges Zentrum der Kultur entstehen."

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